7. Januar 2026
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Europas Versorgern fehlt Geld für die Transformation
Quelle: Pixabay / martaposemuckel
STUDIE.  Geht Europas Energiewende die Luft, also das Geld aus? Das Beratungsunternehmen Roland Berger prüft nun jährlich die Finanzkraft großer Versorger. Das erste Ergebnis ist durchwachsen.
Die Energiewende hängt nicht zuletzt von der Transformationskraft bedeutender Versorgungsunternehmen ab. Hinter dem Begriff Transformationskraft, den das Beratungsunternehmen Roland Berger benutzt, steckt nichts anderes als die Möglichkeit, ausreichend investieren zu können. Und diese monetäre Kraft sieht Roland Berger schwinden.
// VON Volker Stephan  MEHR...

Das Unternehmen hat im Dezember 2025 erstmals eine Studie zur Finanzkraft führender europäischer Versorger vorgelegt, die es ab sofort jährlich erneuern will. Der aktuelle Blick auf Leistungsfähigkeit und Investitionskraft der Energieunternehmen gibt zur Sorge Anlass. „Die Energiewende in Europa ist in Gefahr“, heißt es in der Zusammenfassung der Studie „Timing the
energy transition“.

Roland Berger begründet die zurückhaltende Einschätzung damit, dass aktuell nur rund 55 Prozent der 60 größten europäischen Energieversorger die erforderliche Mindestrendite erwirtschafteten. Von der Billion Euro an Investitionen, die bis 2030 für die Transformation des Energiesystems aufzuwenden ist, könnten die Versorgungsunternehmen derzeit nur ein Fünftel tatsächlich aufbringen.

20 Energieunternehmen ächzen unter hohen Ausgaben

Für die Analyse hat Roland Berger Geschäftsbilanzen der vergangenen zehn Jahre herangezogen. Methodisch sind dabei Verschuldungsgrad und Return on Capital Employed (ROCE) in die Betrachtung eingegangen. ROCE ist eine Kennzahl, die Auskunft über die Rentabilität gibt und das langfristig im operativen Geschäft angelegte Vermögen einbezieht.

Nach diesem Prüfmuster ordnet Roland Berger die Versorger anhand der Finanzkraft und Investitionen in vier unterschiedliche Kategorien ein. Die Gruppe mit dem größten Nachholbedarf bezeichnet das Beratungshaus als „Locked-in Early Movers”. Ein Drittel, also 20 Versorger, sind darin erfasst, weil sie sich durch geringe Transformationsfähigkeit und zuletzt hohe Ausgaben auszeichneten.

Die größte Gruppe (40 Prozent) sind jene Energieunternehmen, die über starke Finanzen und steigende Vermögenswerte verfügten. Sie tragen den Beinamen „Transformationskraftwerke“. Ihnen traut Roland Berger eher zu, ihre Margen zur Diversifizierung nutzen zu können.

Das restliche Viertel teilt Roland Berger in die Gruppen „Verstärker” oder „eingeschränkte Nachzügler” ein. Sie – wie die schwächsten Unternehmen – erhalten den Rat, Investitionen vorerst auszusetzen und die aktuellen Geschäftsmodelle zu optimieren. Denn insgesamt leide die Transformation des Energiesystems unter dem wachsenden Investitionsdruck einerseits und sinkenden Margen, schwächerer Aktienkurse sowie höherer Verschuldung andererseits.

Die Studie „Timing the energy transition. Why some utilities can act today, while others must prepare for tomorrow's opportunities“ hat Roland Berger (im englischen Original) als PDF ins Netz gestellt.
// VON Volker Stephan
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  POLITIK & RECHT
Quelle: Shutterstock
Studie warnt vor blinden Flecken der Wärmeplanung
STUDIEN. Die Stiftung Klimaneutralität hat Kommunale Wärmepläne verglichen. Sie kritisiert nicht nur große Unterschiede in der Qualität, auch soziale Aspekte würden zu wenig berücksichtigt.
Die Stiftung Klimaneutralität sieht deutlichen Nachsteuerungsbedarf bei der Kommunalen Wärmeplanung. Eine Untersuchung von 15 abgeschlossenen Wärmeplänen aus acht Bundesländern mit rund 650.000 Haushalten zeigt große Unterschiede bei Qualität, Methodik und Verbindlichkeit der Planungen, teilte die Stiftung Klimaneutralität am 6. Januar dazu mit. Insbesondere soziale Aspekte wurden bei den untersuchten Planungen kaum berücksichtigt, so die Kritik.
 // VON Heidi Roider MEHR...

Die Analyse der Stiftung Klimaneutralität zeigt unter anderem eine sehr unterschiedliche Handhabung der gesetzlichen Vorgaben: Während einige Kommunen von vornherein flächendeckend klare Zuordnungen vornehmen, bleiben andere laut dieser Erhebung bei großen Teilen des Stadtgebiets unentschieden und weisen viele Prüfgebiete aus. Auch die Differenzierung zwischen Nah- und Fernwärme wird inkonsistent gehandhabt, obwohl dies für die praktische Umsetzung hochrelevant ist.

„Eine Spezifizierung der gesetzlichen Kriterien für die Kommunale Wärmeplanung wäre vor diesem Hintergrund sinnvoll“, so Thomas Losse-Müller, Direktor der Stiftung Klimaneutralität. Soziale und ökonomische Rahmenbedingungen flossen in die untersuchten Pläne kaum ein.
 
Die Studie „Sozio-ökonomische Ableitungen aus den ersten Wärmeplanungen: Analyse von 15 Beispielkommunen“ als PDF. 
(zum Öffnen bitte auf das PDF klicken)
Quelle: Quelle Stiftung Klimaneutralität

Die Studie untersuchte auch, wie sozio-ökonomische Daten die Wärmeplanung unterstützen können. Mithilfe GIS-gestützter Auswertungen wurden die ausgewiesenen Versorgungsgebiete mit hochauflösenden Haushaltsdaten und der Persona-Analyse des Sozial-Klimarats verschnitten. Ziel war es, vulnerable Haushaltsgruppen sichtbar zu machen.

Gerade in Prüfgebieten können soziale Kriterien laut Studie handlungsleitend sein, wenn techno-ökonomische Bewertungen keine eindeutige Lösung ergeben. „Die Wärmewende ist ja nicht mit der Gebietseinteilung geschafft. Dann beginnt die eigentliche Arbeit. Stadtwerke müssen den Bau von Wärmenetzen leisten können und Haushalte den Einbau einer Wärmepumpe. Das ist nicht immer der Fall“, so Losse-Müller. 

Relevanz auch für dezentrale Gebiete

Auch außerhalb potenzieller Wärmenetzgebiete liefern sozio-ökonomische Daten wichtige Hinweise. Sie zeigen Eigentümerstrukturen in Quartieren, den Koordinationsbedarf bei Wohnungseigentümergemeinschaften und den Umfang von Beratungs- und Fördererfordernissen einzelner Haushalte. Auf dieser Basis könnten Kommunen quartiersspezifische Strategien entwickeln. Die Studie warnt zugleich vor selektiver Erschließung wirtschaftlich attraktiver Gebiete durch einzelne Akteure, da dies eine sozial ausgewogene Umsetzung der Wärmewende gefährdet.

Die Stiftung empfiehlt daher, sozio-ökonomische Daten systematisch in die Kommunale Wärmeplanung zu integrieren. Zudem schlägt sie Quartiersinstrumente für dezentrale Versorgungsgebiete vor, um bestehende Förderprogramme zielgerichteter auszurichten.

Weitere Empfehlungen betreffen eine klarere Definition und Begrenzung von Prüfgebieten sowie eine Konkretisierung der gesetzlichen Vorgaben im Wärmeplanungsgesetz. Diese Anpassungen sollen bei der Fortschreibung der Kommunalen Wärmepläne berücksichtigt werden.

Bis Mitte 2028 müssen rund 11.000 Kommunen entsprechende Planungen erstellt haben. Aktuell liegen bundesweit 724 abgeschlossene Wärmepläne vor.

Die Studie „Sozio-ökonomische Ableitungen aus den ersten Wärmeplanungen: Analyse von 15 Beispielkommunen“ ist online auf der Internetseite der Stiftung Klimaneutralität abrufbar.
 // VON Heidi Roider
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Kapazitätsbasierte Netzentgelte als Reformoption
Quelle: Davina Spohn
STROMNETZENGELTE. Kapazitätsbasierte Netzentgelte könnten das Stromsystem effizienter und gerechter machen. Ein Modell zeigt, wie Anreize für Flexibilität Netze entlasten. 
Der Umbau des Energiesystems verändert die Anforderungen an die Stromnetze grundlegend. Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und PV-Anlagen erhöhen die gleichzeitigen Lasten in den Verteilnetzen, während das bestehende System der Netzentgelte kaum Anreize für ein netzdienliches Verhalten setzt.
 // VON Davina Spohn MEHR...

Vor diesem Hintergrund bekräftigt die Hamburger Energiegenossenschaft Green Planet Energy ein Modell für kapazitätsbasierte Netzentgelte.
 

Das Konzept gründet auf der Idee, Netznutzer stärker nach der von ihnen beanspruchten Leistung zu bepreisen. Haushalte sollten demnach künftig eine bestimmte Netzkapazität buchen, die sich an ihrem individuellen Bedarf orientiert. Diese gebuchte Leistung bildet die Grundlage für das Netzentgelt, unabhängig davon, wie viele Kilowattstunden tatsächlich verbraucht oder eingespeist werden. Überschreiten Verbrauchende die vereinbarte Kapazität, greifen zusätzliche Entgelte – allerdings nur dann, wenn das Netz tatsächlich ausgelastet ist.

Green Planet Energy hat das Modell von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) mit Sitz in München wissenschaftlich untersuchen lassen. In ihrer Studie „Kapazitätsbasierte Netzentgelte. Ein Modell für die zukünftige Energiewelt“ analysieren die Forscher auf Basis von Simulationen, wie sich kapazitätsbasierte Netzentgelte auf Stromkosten, Lastverläufe und Netzausbau auswirken könnten. Sie berücksichtigten dabei unterschiedliche Haushaltstypen, darunter Einfamilienhäuser mit Photovoltaikanlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Elektrofahrzeug.
 
Studie „Kapazitätsbasierte Netzentgelte. Ein Modell für die zukünftige Energiewelt“ 
(zum Öffnen bitte auf das PDF klicken)
Quelle: Forschungsstelle für Energiewirtschaft

Bonus-Malus-System zur Grundlage

Zentrales Element des Modells ist ein Bonus-Malus-System. Wird die gebuchte Netzkapazität in Zeiten hoher Netzauslastung überschritten, fällt ein Malus an. Erfolgt der Mehrverbrauch hingegen in Phasen mit ausreichend freien Netzkapazitäten, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Umgekehrt sollen Verbraucher belohnt werden, wenn sie Strom gezielt dann beziehen oder einspeisen, was zur Entlastung des Netzes beiträgt. Laut Green Planet Energy setzt das Modell damit auf gezielte Preissignale statt pauschaler Belastungen.

Die Ergebnisse der FfE-Studie zeigen laut der Hamburger Genossenschaft, dass kapazitätsbasierte Netzentgelte Lastspitzen deutlich reduzieren können. In den modellierten Szenarien sinkt die maximale gleichzeitig abgerufene Leistung in vielen Fällen erheblich, da Verbraucher ihren Stromverbrauch zeitlich verlagern. Besonders deutlich fallen die Effekte bei Haushalten mit steuerbaren Verbrauchseinrichtungen aus, etwa Wärmepumpen oder Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.

Zugleich weist die Studie auf Kostenverschiebungen hin. Haushalte mit hohem Stromverbrauch und hoher Flexibilität können ihre Netzentgeltkosten deutlich senken, teils um mehr als die Hälfte. Für Verbraucher mit geringem Verbrauch und hohem Eigenverbrauch aus PV-Anlagen steigen die Netzentgelte dagegen in einigen Szenarien an. Die FfE sieht hier Anpassungsbedarf, um die Finanzierung der Netze dauerhaft sicherzustellen und ungewollte Verteilungswirkungen zu begrenzen.

Green Planet Energy versteht das Modell als Beitrag zur laufenden Debatte um die Reform der Netzentgeltsystematik. Die Bundesnetzagentur arbeitet derzeit an neuen Regelungen, die den Anforderungen eines zunehmend dezentralen und flexiblen Energiesystems gerecht werden sollen. Nach Einschätzung der Genossenschaft könnte ein kapazitätsbasiertes System dazu beitragen, Netzausbaukosten zu begrenzen und gleichzeitig Anreize für ein systemdienliches Verhalten von Verbrauchern und Erzeugern zu schaffen.

Ob und in welcher Form kapazitätsbasierte Netzentgelte künftig eingeführt werden, ist offen. Klar ist jedoch, dass die Ergebnisse der Studie die Diskussion um eine grundlegende Neuordnung der Netzentgelte weiter befeuern dürften. Die Frage, wie Kosten fair verteilt und Netze effizient genutzt werden können, bleibt damit zentral für die Energiewende.

Die 37-seitige Studie „Kapazitätsbasierte Netzentgelte. Ein Modell für die zukünftige Energiewelt“ der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) ist über die Internetseite von Green Planet Energy downloadbar.
 // VON Davina Spohn
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Klimakalender ist dieses Jahr prall gefüllt
Quelle: iStock
KLIMASCHUTZ. Wahlen, internationale Gespräche und Zusammenkünfte von „Koalitionen der Willigen“ dürften nach Ansicht von Climate Home News den Klimafortschritt im Jahr 2026 beeinflussen.
Das Jahr 2025 wurde von den USA dominiert, die sich gegen Klimaschutz aussprechen. Im Jahr 2026 dürfte nun von Koalitionen zwischen Ländern geprägt sein, die bereit seien, das Konsensbedürfnis der Vertragsstaatenkonferenz (COP) zu umgehen und als Gruppe freiwillige Maßnahmen zu ergreifen. 
 // VON Silvia Rausch-Becker / MBI MEHR...

Januar 

Vom 10. bis 12. Januar wird die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien Minister und Beamte in ihrem Hauptquartier in Abu Dhabi zu ihrer jährlichen Versammlung und ihren damit verbundenen Nebenveranstaltungen zusammenbringen. 

Vom 19. bis 23. Januar findet das Weltwirtschaftsforum statt, auf dem sich die globale Elite in der Schweizer Bergstadt Davos versammelt. Die Trump-Regierung versucht, den Klimawandel im Gegenzug für die Teilnahme von der Tagesordnung zu drängen.

Februar

Am 7. Februar werden Regierungsvertreter in Genf zusammenkommen, um einen neuen Vorsitzenden des Zwischenstaatlichen Verhandlungsausschusses für Plastikverschmutzung zu wählen.

März

Zu einem noch unbekannten Zeitpunkt im März wird die dänische Regierung eine repräsentative Gruppe von Klimaministern in ihrer Hauptstadt für das Kopenhagener Klimaministertreffen zusammenbringen. Zu den Diskussionsthemen dürften die nächsten Schritte im Übergang von fossilen Brennstoffen in Energiesysteme gehören.

Vom 26. bis 29. März werden die Handelsminister nach Kamerun für das Ministertreffen der Welthandelsorganisation reisen. Da sich Handelsfragen zunehmend mit dem Klimaraum überschneiden, insbesondere mit der CO2-Grenzsteuer der Europäischen Union, die Anfang 2026 in Kraft trat, werden die Erklärungen und Diskussionen hier die Klimapolitik auf der ganzen Welt beleuchten.

April

Am 13. und 18. April werden die Weltbank und der Internationale Währungsfonds ihre jährlichen Frühjahrstreffen in Washington DC abhalten. In den vergangenen Jahren haben beide Institutionen versucht, mehr Geld für den Klimaschutz zu bekommen. 

Vom 28. bis 29. April werden die Regierungen Kolumbiens und der Niederlande gemeinsam die erste „Internationale Konferenz über den gerechten Übergang weg von fossilen Brennstoffen“ in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta veranstalten. 

Mai

Vom 11. bis 12. Mai findet in der kenianischen Hauptstadt Nairobi der Gipfel zwischen Frankreich und Afrika statt. Da Kenia und Frankreich beide wichtige Unterstützer einer Koalition von Ländern seien, die Luxusflugreisen besteuern wollten, um Klimaschutzmaßnahmen zu finanzieren, wird Climate Home News auf Fortschritte bei diesen Vorschlägen achten.

Juni

Am 8. bis 18. Juni reisen Klimaverhandler, Aktivisten und eine ausgewählte Gruppe von Journalisten zu den jährlichen Klimagesprächen nach Bonn. Die Diskussionen über das auf der COP30 ungelöste Globale Ziel der Anpassung werden fortgesetzt und der erste Dialog zwischen Handel und Klima wird stattfinden.

Der G7-Gipfel am französischen Ufer des Genfer Sees am 14. Juni und die Londoner Klimawoche vom 21. bis 29. Juni überschneiden diese Veranstaltung. 

Juli

Vom 8. bis 10. Juli wird der „internationale Fonds für Schäden und Verluste“ eine Vorstandssitzung auf den Philippinen abhalten.

August

Die Termine sind unbestätigt, aber es könnte irgendwann im August oder September die nächste Runde von Verhandlungen über den Kunststoffvertrag geben, und − mit Australien und dem Pazifik, der an der COP31 beteiligt ist − werden sich die Pazifik-Staats- und Regierungschefs zu diesem Zeitpunkt zum jährlichen Gipfeltreffen des Pacific Island Forum versammeln.

September

Im September treffen sich Diplomaten in New York zur Generalversammlung der Vereinten Nationen. Zeitgleich damit wird die New York Climate Week (20. bis 27. September) stattfinden.

Oktober

Brasiliens Präsident Lula hat die zunehmende Zerstörung des Regenwaldes seines Vorgängers Jair Bolsonaro umgedreht, die COP30 veranstaltet und auf eine Roadmap in Richtung des Ausstiegs aus fossilen Brennstoffs gedrängt. Ob er in dieser Richtung weitermachen kann, hängt laut Climate Home News von den beiden Präsidentschaftswahlen ab, die für den 4. und 26. Oktober geplant sind. 

November

Ein wichtiger Monat beginnt mit den US-Zwischenwahlen für beide Zweige des US-Kongresses am 3. November. Es wird erwartet, dass die Demokraten derzeit die Kontrolle über das Repräsentantenhaus wiedererlangen, aber den Senat nicht zurückgewinnen, wo weniger Sitze zur Verfügung stehen. Der Verlust würde Trumps Macht im zweitgrößten Emittenten der Welt einschränken.

Dann findet am 9. bis 20. November die Klima-COP in der türkischen Küstenstadt Antalya in ihrem Expo Center statt. Australien leitet die Gespräche – als Teil eines Abkommens mit der Türkei. Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und die Anpassung dürften Schlüsselthemen sein.

Dezember

Für 14. und 15. Dezember wurden die Staats- und Regierungschefs der G20 (außer Südafrika) zu einem Gipfel in Miami eingeladen. Die USA, die Südafrika teilweise wegen seiner grünen Politik ausschließen, haben angedeutet, dass sie die G20 zur Förderung fossiler Brennstoffe nutzen werden.
 // VON Silvia Rausch-Becker / MBI
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  HANDEL & MARKT
Quelle: Katia Meyer-Tien
Reparaturen am Stromnetz in Berlin schreiten voran
STROMNETZ. Nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke gehen die Reparaturarbeiten am Stromnetz weiter. Rund 25.500 Haushalte sind weiter ohne Strom, das Land erstattet Betroffenen Hotelkosten.
Am vierten Tag des großflächigen Stromausfalls im Berliner Südwesten hat die Berliner Polizei ihre Einsatzkräfte deutlich aufgestockt. Nach Angaben der Polizei sind in den Ortsteilen Wannsee, Nikolassee und angrenzenden Gebieten inzwischen rund 450 Beamtinnen und Beamte im Einsatz. Unterstützung kommt von der Bundespolizei. Sie installiert mobile Lichtmasten und will mit verstärkter Präsenz die Sicherheit in den weiterhin dunklen Wohngebieten erhöhen.
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Ursache des Stromausfalls war nach Angaben der Ermittlungsbehörden ein Brandanschlag, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte. Die Polizei geht Informationen aus der Bevölkerung zu den Brandstiftern nach. Nach Zeugenaufrufen seien Hinweise im „mittleren zweistelligen Bereich“ eingegangen, sagte Polizei-Vizepräsident Marco Langner bei einer Pressekonferenz. Acht davon seien erfolgversprechend. Zudem habe die Polizei mehrere Hundert Stunden Videomaterial sichergestellt. Dieses müsse nun ausgewertet werden von der Ermittlungsgruppe, die beim für politische Straftaten zuständigen Staatsschutz der Polizei den Fall bearbeitet.

Wiederherstellung der Versorgung bis Donnerstag

Nach Angaben des zuständigen Netzbetreibers Stromnetz Berlin sind auch am vierten Tag noch rund 24.700 Haushalte und 1.120 Gewerbekunden ohne Strom. Am Samstagmorgen direkt nach dem Brandanschlag waren zunächst rund 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen betroffen. Etwa die Hälfte der Anschlüsse sowie alle Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen konnten zwischenzeitlich wieder mit Strom versorgt werden.

Bis zum Mittag des 6. Januars konnten weitere 2.500 Haushalte und 150 Gewerbe wieder angeschlossen werden. Allerdings werden voraussichtlich erst am Nachmittag des 8. Januar alle Betroffenen wieder Strom haben, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Stromnetz Berlin spricht vom längsten Stromausfall in der Hauptstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Bei einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke über den Teltowkanal waren mehrere Hochspannungskabel (110 kV) gleichzeitig zerstört worden.

Inzwischen sind laut Stromnetz Berlin die Tiefbauarbeiten an beiden Schadstellen abgeschlossen. Eine Baustelle betrifft eine beschädigte Kabelbrücke am Teltowkanal, die zweite eine provisorische Lösung für die Versorgung der betroffenen Haushalte. Dort sollen zwei bislang nicht verbundene Leitungen zusammengeführt werden. „Heute beginnen die elektrischen Arbeiten“, erklärte der Sprecher. Man liege damit „sehr gut im Zeitplan“.

Der vorhergegangene Blackout im September 2025 im Berliner Südosten nach einem Brandanschlag hatte laut Betreiber rund 60 Stunden gedauert und betraf etwa 50.000 Stromkundinnen und -kunden. Die Dimension sei mit der aktuellen Lage vergleichbar, so der Sprecher.

Große Unterstützung für Berliner

Derzeit seien rund 35 große Notstromaggregate im Einsatz. Unterstützung kam dabei auch aus Nordrhein-Westfalen: Fünf mobile Notstromersatzanlagen trafen laut Berliner Feuerwehr in der Nacht ein und wurden angeschlossen. Bei Transport, Aufbau, Anschluss und Dieselversorgung solcher Anlagen hilft nach Angaben der Innenverwaltung inzwischen auch die Bundeswehr.

Auch die Stromversorgung der drei betroffenen S-Bahnhöfe Mexikoplatz, Nikolassee und Wannsee ist nach Angaben von Stromnetz Berlin wiederhergestellt. Die Deutsche Bahn teilte mit, dass die Linien S1 und S7 wieder im 20-Minuten-Takt verkehren. Zudem öffnen nach und nach wieder mehr Supermärkte in den betroffenen Ortsteilen.

Trotz der Fortschritte harren weiterhin viele Tausend Menschen ohne Strom und Heizung in kalten Wohnungen oder in Ausweichquartieren aus. Nach Angaben aus dem Bezirk bleiben etwa 20 Schulen den zweiten Tag in Folge geschlossen. Mitarbeitende von Ordnungsämtern, Polizei, Hilfsorganisationen wie den Maltesern sowie weitere Besuchsdienste gehen seit Sonntag von Tür zu Tür, um insbesondere ältere oder alleinstehende Menschen zu erreichen.

Angesichts von Temperaturen von teils nur sieben bis acht Grad in den Wohnungen bietet der Bezirk Steglitz-Zehlendorf nach Angaben des Bürgermeisters allen Betroffenen Unterkünfte oder Hotelplätze an. Der regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), teilte auf der Plattform X mit, dass das Land die Kosten für Hotelzimmer erstattet.
 // VON Susanne Harmsen
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Konsultation zur Datenerhebung Netzzuverlässigkeit gestartet
Quelle: Fotolia / Gina Sanders
STROMNETZ. Die Bundesnetzagentur passt die Datenerhebung zur Weiterentwicklung der Qualitätsregulierung hinsichtlich der Netzzuverlässigkeit und Netzleistungsfähigkeit an und bittet um Mithilfe.
Bis zum 23. Januar erwartet die Bundesnetzagentur Stellungnahmen zum Prozess (GBK-26-02-1#1) in der Anreizregulierung. Darin soll die Qualitätsregulierung hinsichtlich der Netzzuverlässigkeit und der Netzleistungsfähigkeit angepasst werden. Im ersten Schritt erfolgte 2025 die Festlegung der Datenerhebung, welche die Energiewendekompetenz, die Digitalisierung und die Netzservicequalität abbildete. 
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Auf der Grundlage der erhobenen Daten wurden Kennzahlen im Bereich der Netzleistungsfähigkeit ermittelt. Diese stehen nun im Rahmen des Festlegungsverfahrens zur künftigen methodischen Ausgestaltung der Qualitätsregulierung für die Betreiber von Elektrizitäts- und Gasverteilernetzen (GBK-24-02-1#4) zur Konsultation.

Netzleistungsfähigkeit neu abgefragt

Die vorliegende Festlegung dient laut Behörde dazu, weiterhin Daten und einen geeigneten Datensatz zur Ermittlung weiterer geeigneter Kennzahlen und zur Bestimmung der Kennzahlenwerte zur Netzleistungsfähigkeit zu erheben. Zudem soll gegebenenfalls eine Methode entwickelt werden, mit welcher die berücksichtigten Kennzahlen mit finanziellen Anreizen belegt werden können. Aus diesem Grund bezieht sich die vorliegende Datenerhebungsfestlegung nur noch auf die Netzleistungsfähigkeit als ein Bestandteil der Versorgungsqualität.

Dagegen werden Daten zur Netzzuverlässigkeit in der vierten Regulierungsperiode, wie in den vergangenen Jahren, noch aufgrund der Festlegung über die Datenerhebung zur Bestimmung des Qualitätselementes hinsichtlich der Netzzuverlässigkeit Strom nach den §§ 19 und 20 ARegV (BK8-23/001-A) erhoben. Am 2. Januar 2026 wurde der Festlegungsentwurf und der Datenerhebungsbogen
für die Datenerhebung im Jahr 2026 zur Konsultation veröffentlicht.

Geeignete Daten gesucht

Die Datenerhebung ist eng verknüpft mit dem Verfahren zur Festlegung der künftigen methodischen Ausgestaltung der Qualitätsregulierung für die Betreiber von Elektrizitäts- und Gasverteilernetzen (Geschäftszeichen GBK-24-02-1#4, aktuell in der Konsultationsfassung). Die Inhalte des Erhebungsbogens sollen im Rahmen des jährlichen Monitorings der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts abgefragt werden.

Mit dem aktuellen Erhebungsbogen zur Weiterentwicklung der Qualitätsregulierung, der gegenüber der Datenerhebung im Frühjahr 2025 angepasst und vom Umfang her deutlich reduziert wurde, stellt die Große Beschlusskammer Energie die Datenbedarfe zur Diskussion.

Geändertes Vorgehen gegenüber 2025

Die Große Beschlusskammer Energie weist im Hinblick auf den Abschnitt 3 des Erhebungsbogens „Angeschlossene Leistung nach Technologie“ darauf hin, dass in der vormaligen Datenerhebung im Frühjahr 2025 hinsichtlich der Verbrauchseinrichtungen und Speicher die „vereinbarte Anschlussleistung“ aufgeschlüsselt nach Technologie und Spannungsebene erhoben wurde. Im Rahmen der Überlegungen zur Entwicklung eines Anreizmechanismus hat sich diese Größe als nicht aussagekräftig erwiesen, um den Energieverbrauch zusätzlicher Verbrauchseinrichtungen oder Speicher ausreichend zu bestimmen.

Um die Weiterentwicklung des Anreizmechanismus auf eine belastbare Datengrundlage zu stellen, wurde der Erhebungsbogen im Abschnitt 3.4 um die Größe „entnommene Jahresarbeit von Verbrauchseinrichtungen und Speichern aufgeschlüsselt nach Technologie“ ergänzt. Zudem wurde die Größe „vereinbarte Anschlussleistung“ durch „installierte Leistung von Verbrauchseinrichtungen und Speichern“ ersetzt. In der vorliegenden Konsultationsfassung des Erhebungsbogens bittet die Große Beschlusskammer Energie sich dazu zu äußern, in welchem Umfang hinsichtlich der Verbrauchseinrichtungen und Speicher Messwerte vorhanden oder aus vorhandenen Werten ableitbar sind.

Daneben ist die Große Beschlusskammer Energie offen für Approximationsmethoden, die eine hinreichend belastbare Bestimmung der durch diese Netznutzer vermiedenen CO2-Emissionen erlauben. Die eingereichten Stellungnahmen zum Erhebungsbogen zur Weiterentwicklung der Qualitätsregulierung werden veröffentlicht.

Die Konsultation zum GBK-GZ-Prozess der Bundesnetzagentur steht im Internet bereit.
 // VON Susanne Harmsen
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Weltweiter Energieverbrauch im Vergleich 2022 und 2050
Quelle: E&M / Pixabay
STATISTIK DES TAGES . Ein Schaubild sagt mehr als tausend Worte: In einer aktuellen Infografik beleuchtet die Redaktion regelmäßig Zahlen aus dem energiewirtschaftlichen Bereich.
 // VON Redaktion MEHR...

 
Zur Vollansicht auf die Grafik klicken Quelle: Statista

Die Statistik zeigt den weltweiten Energieverbrauch nach Region im Jahr 2022 und eine Prognose für 2050. Im Jahr 2022 lag der Energieverbrauch von Asien-Pazifik bei rund 293 Billiarden British Thermal Units; bis 2050 soll sich dieser auf etwa 424 Billiarden British Thermal Units erhöhen. Der weltweite Energieverbrauch soll zu diesem Zeitpunkt bei 855 Billiarden BTU liegen, dies sind umgerechnet rund 902 Exajoule.
 // VON Redaktion
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  TECHNIK
Quelle: Fotolia / Sergey Nivens
BSI-Portal zur NIS-2-Registrierung freigeschaltet
IT. Rund 29.500 Unternehmen und Institutionen in Deutschland müssen sich seit Inkrafttreten des NIS-2-Umsetzungsgesetzes registrieren. Das Online-Portal dafür ist ab sofort freigeschaltet.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) teilte am 6. Januar mit, dass sein Portal zur Registrierung geöffnet ist. Hier müssen sich rund 29.500 Unternehmen in Deutschland und Institutionen der Bundesverwaltung eintragen, die unter das NIS-2-Umsetzungsgesetz fallen. Nach Registrierung sind sie auch verpflichtet, dort erhebliche Sicherheitsvorfälle zu melden. 
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Der Registrierungsprozess ist zweistufig: Zunächst muss eine Anmeldung beim digitalen Dienst „Mein Unternehmenskonto“ (MUK) erfolgen, dann eine Registrierung im neu entwickelten BSI-Portal. BSI-Präsidentin Claudia Plattner erläutert: „NIS-2 ist ein Gamechanger für die Sicherheit und Stabilität unseres Landes.“ Die neue Gesetzgebung sorge dafür, dass wichtige und besonders wichtige Einrichtungen sowie die gesamte Bundesverwaltung ihre Cyberresilienz effektiv und effizient stärken.

Das BSI-Portal soll als One-Stop-Shop diesen und weitere Prozesse komfortabel und unbürokratisch gestalten, so Plattner. „Es wird kontinuierlich und im Austausch mit den Nutzenden weiterentwickelt“, verspricht sie. Das BSI-Portal soll den sicheren und zielgerichteten Austausch relevanter Cybersicherheitsinformationen zwischen Unternehmen, Behörden und Institutionen erleichtern.

Cloud-Struktur als Basis

Das BSI-Portal basiert auf einer Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services und werde sukzessiv zu einer Informations- und Austauschplattform mit Echtzeit-Daten und aktuellen Analysen für schnelle Reaktionsmöglichkeiten ausgebaut. Dadurch trägt es laut BSI dazu bei, Cybergefahren zu erkennen, bevor sie Schaden anrichten. Im Portal erhalten registrierte Unternehmen und Institutionen ab sofort Informationen zu den gesetzlichen Pflichten, die für sie mit dem BSI-Gesetz einhergehen.
 

So müssen Unternehmen, die unter die Regulierung fallen, eine Risikoanalyse durchführen, anschließend angemessene Risikomanagementmaßnahmen umsetzen und dokumentieren. Hierfür bietet das Portal gebündelte Informationen und Hilfestellungen. Im BSI-Portal werden zudem die Tageslageberichte und IT-Sicherheitsmitteilungen des BSI bereitgestellt. Auch Schwachstellen und Sicherheitslücken können dem BSI über das Portal gemeldet werden – dies ist auch anonym und ohne Registrierung möglich.

Kooperationsangebote für Cybersicherheit

Darüber hinaus können sich interessierte Unternehmen und Institutionen über das BSI-Portal der Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) anschließen. Das IT-Sicherheits-Netzwerk unter dem Dach des BSI bietet seinen derzeit knapp 9.000 Mitgliedern vielfältige Formate zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die Mitgliedschaft in der ACS ist kostenlos.

Auch in der „Unabhängigen Partnerschaft KRITIS“ (UP KRITIS) arbeiten Wirtschaft und staatliche Stellen in zahlreichen Arbeitsgruppen zu Cybersicherheit und physischer Sicherheit zusammen. In der UP KRITIS können sich ab sofort Vertreterinnen und Vertreter der meisten unter die NIS-2-Richtlinie fallenden Einrichtungen engagieren.

Auf seiner Website stellt das BSI ein NIS-2-Starterpaket mit Klick-Anleitungen für die Registrierung und Meldung im BSI-Portal bereit.

Darüber hinaus informiert das BSI unter dem Motto #nis2know am 8. und 20. Januar sowie 3. Februar in Kick-off-Webinaren zum neuen Cybersicherheitsgesetz. Darin enthalten sind eine Demonstration des BSI-Portals sowie einer Anleitung zur NIS-2-Betroffenheitsprüfung. Interessierte können sich über ein Online-Formular zu den Webinaren anmelden.

Das BSI-Portal Cybersicherheit steht im Internet bereit.
 // VON Susanne Harmsen
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„Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht“
Quelle: Shutterstock / BELL KA PANG
STROMNETZ. Nach dem Berliner Stromausfall stellen sich viele die Frage, ob dies auch anderswo drohen kann. Einschätzungen von Netzbetreibern und Versorgern. 
Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz sehen Stromversorger im Nordwesten ihre Netze grundsätzlich gegen größere Ausfälle gewappnet. Mögliche Angriffe auf Energieinfrastruktur „nehmen wir sehr ernst“, teilte der Übertragungsnetzbetreiber Tennet auf Anfrage mit. „Dazu gehört, dass wir ein dediziertes Risikomanagement durchführen.“ 
 // VON dpa MEHR...

Mit den Sicherheitsbehörden arbeite Tennet dabei eng zusammen. Zu konkreten Schutzmaßnahmen äußerte sich das Unternehmen aus Sicherheitsgründen nicht. „Um eben jene Systeme und Infrastrukturen bestmöglich zu schützen, machen wir grundsätzlich keine Angaben zu den von uns ergriffenen Sicherheitsvorkehrungen.“
 

Der Bremer Betreiber Wesernetz betonte, dass das Stromnetz so aufgebaut sei, dass der Ausfall einzelner Komponenten in der Regel nicht zu großflächigen Stromausfällen führe. „Ein längerer Ausfall ist aufgrund der Netzstruktur unwahrscheinlich.“ Ganz ausschließen lasse sich das aber nie.

Endkabel schützen

„Gezielte terroristische Angriffe, wie der Anschlag auf das Stromnetz in Berlin, sind nicht vollständig abwehrbar“, hieß es beim Oldenburger Betreiber EWE Netz. Das eigene Netz habe hier aber einen großen Vorteil: Es sei zu 100 Prozent erdverkabelt. „Das bietet bereits einen hohen Schutz gegen äußere Einflüsse.“ Und: „Um uns bestmöglich zu schützen, führen wir regelmäßig Risikoanalysen und Stresstests unserer Infrastruktur durch.“

Bei Avacon Netz aus Helmstedt hieß es: „Grundsätzlich sind die Stromversorgung und der sichere Betrieb der Stromnetze auf einem sehr hohen Niveau.“ Allerdings gebe es gegen extreme kriminelle Energie keinen hundertprozentigen Schutz. Das habe das Unternehmen im Blick. „Avacon hält Notfallpläne, Netzersatzanlagen, ausgewählte Entstörmaterialien sowie mobile Bereitschaftsteams vor, die bei Bedarf rund um die Uhr einsatzfähig sind und alles daransetzen, die Versorgung schnellstmöglich wiederherzustellen.“

Ringnetz ermöglicht Umschalten

Der Kasseler Netztreiber EAM, der auch Teile von Südniedersachsen abdeckt, kann nach eigenen Angaben relativ zügig auf Störungen reagieren. Das eigene Netz sei ringförmig aufgebaut und werde rund um die Uhr von der zentralen Netzleitstelle überwacht. „Wenn es zu einer Störung kommen sollte, können wir vergleichsweise schnell durch Umschaltungen im Netz über andere Netzabschnitte wieder versorgen.“ Zudem würden regelmäßig unterschiedliche Krisenszenarien geübt.

Enercity Netz aus Hannover verwies darauf, dass die eigenen Leitungen „nahezu vollständig unterirdisch“ verlegt seien, was zur Sicherheit beitrage. Zudem sei das Netz so ausgebaut, dass es auch bei Ausfall einzelner Komponenten stabil und sicher funktioniere. Allerdings, so räumte ein Sprecher ein: „Gegen gezielte Anschläge helfen diese Maßnahmen aber nur bedingt.“ Gezielte Anschläge gegen die kritische Infrastruktur, wie jüngst in Berlin, seien daher nicht vollumfänglich auszuschließen.

Der Braunschweiger Betreiber BS Netz wollte sich nicht im Detail äußern. „Die Sicherheit unserer Infrastruktur hat für uns höchste Priorität. Aus ebendiesen Sicherheitsgründen können wir zu konkreten Schutzmaßnahmen, Sicherheitskonzepten oder Details unserer Netzinfrastruktur grundsätzlich keine Auskünfte erteilen.“

Stromausfall in Berlin trifft 100.000 Menschen 

Nach dem Brandanschlag an einer Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf waren am Samstagmorgen im Südwesten Berlins zunächst 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen ohne Strom. Betroffen waren oder sind insgesamt 100.000 Menschen. Der Betreiber des Berliner Stromnetzes geht im Moment davon aus, dass nach dem großen Blackout erst am Nachmittag des 8. Januar wieder alle Haushalte versorgt werden. Zu dem Anschlag bekannte sich eine linksextremistische Gruppierung.
 // VON dpa
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Tierschützer warnen vor Artenschutzverstoß in Biblis
Schmuckbild. Quelle: Pixabay / Silvia
ARTENSCHUTZ. Der geplante Abriss des letzten Kühlturms am AKW Biblis wirft Fragen zum Artenschutz auf. Wildtierschutz Deutschland sieht eine Mehlschwalbenkolonie bedroht.
Der Rückbau des ehemaligen Atomkraftwerks Biblis in Hessen sorgt aus Sicht von Naturschützern für einen schweren Konflikt mit dem Artenschutz. Nach Angaben der Tier- und Naturschutzorganisation Wildtierschutz Deutschland e.V. steht mit der geplanten Sprengung des letzten verbliebenen Kühlturms eine der bedeutendsten Mehlschwalbenkolonien Deutschlands vor der Zerstörung. Die Organisation spricht in einer Mitteilung vom 6. Januar von einem bewussten Inkaufnehmen des Verlusts geschützter Brutstätten durch den Betreiber RWE.
 // VON Davina Spohn MEHR...

Nach Darstellung der Organisation beherbergt der noch stehende Kühlturm den Großteil von ursprünglich 423 Brutnestern der Mehlschwalbe. Die Art gilt laut nationalem Bericht zur Vogelwelt als in einem ungünstig-unzureichenden Erhaltungszustand und wird in der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Deutschlands als gefährdet geführt. Mit der vorgesehenen Sprengung des Bauwerks im Januar dieses Jahres würde diese Kolonie nach Einschätzung der Organisation vollständig verschwinden.

Verantwortlich für den Rückbau ist die RWE Nuclear GmbH, eine hundertprozentige Tochter der RWE AG mit Sitz in Essen, die operativ von der RWE Power AG geführt wird. Vorstand und Geschäftsführung der zuständigen Unternehmensbereiche hätten es versäumt, die Anforderungen des Bundesnaturschutzgesetzes rechtzeitig und wirksam umzusetzen, erklärte die Organisation.

Zwar habe RWE als Ausgleichsmaßnahme 2023 kurz vor dem Abriss der ersten beiden Kühltürme künstliche Mehlschwalbennester an etwa sieben Meter hohen Gestellen angebracht, heißt es seitens der Organisation weiter. Diese Maßnahme sei jedoch bislang wirkungslos. Die Pressesprecherin von Wildtierschutz Deutschland, Florinde Stürmer, erklärte, kein einziges der 423 angebrachten Nester sei bislang von Mehlschwalben angenommen worden. Die Nester seien zudem an Standorten errichtet worden, die für Gebäudebrüter ungeeignet seien.

Ausgleichsmaßnahmen müssen wirksam sein

Die Organisation bezieht sich dabei auf Angaben der Ehrenamtlichen Wildvogelhilfe e.V. Laut dieser habe es weder Brutnachweise gegeben, noch seien Anflüge an den Ersatznistplätzen beobachtet worden. Auch akustische Lockmaßnahmen, die Mehlschwalben an neue Brutplätze heranführen könnten, seien in den vergangenen Sommern ausgeblieben. Damit fehle aus Sicht der beteiligten Verbände ein funktionierender Ersatz für die bestehenden Lebensstätten. Gaby Weiß von der Ehrenamtlichen Wildvogelhilfe e.V. erklärte, das Bundesnaturschutzgesetz sehe vor, dass Ausgleichsmaßnahmen wirksam greifen müssten, bevor Brutstätten zerstört werden dürfen.

Wildtierschutz Deutschland kündigte an, die geplante Sprengung gemeinsam mit regionalen und überregionalen Partnern noch verhindern zu wollen. Neben der Ehrenamtlichen Wildvogelhilfe beteiligen sich nach Angaben der Organisation auch der Verein MUNA e.V. sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisverband Bergstraße, an den Protesten.

Eine öffentliche Stellungnahme von RWE zu den konkreten Vorwürfen der Naturschutzverbände lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.
 // VON Davina Spohn
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Quelle: Pixabay / Gerd Altmann
Ex-Manager von Thyssenkrupp nun bei Rosneft Deutschland
PERSONALIE. Die Vakanz in der Führungsetage von Rosneft Deutschland ist beendet. Ein Finanzchef für das unter Treuhandverwaltung stehende Unternehmen ist nach Monaten gefunden.
Das war offenbar ein hartes Stück Arbeit. Die Bundesnetzagentur selbst spricht von einer „intensiven Suche“, ehe ein Nachfolger für den bei Rosneft Deutschland ausgeschiedenen Geschäftsführer Udo Giegerich gefunden war. Nun ist er mit Andreas J. Goss bestellt.
 // VON Volker Stephan MEHR...

Rosneft Deutschland ist als einer der hierzulande führenden Mineralölkonzerne mit drei Raffinerien von strategischer Bedeutung für die Kraftstoffversorgung. Mit Beginn des Angriffskriegs Russlands stellte die Bundesregierung den deutschen Ableger des russischen Staatskonzerns unter die Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur. Sie wird seit 2022 alle sechs Monate verlängert und gilt aktuell noch bis zum 10. März 2026.

Andreas J. Goss nimmt zum 12. Januar die Stelle als Finanzchef ein, die Udo Giegerich bereits am 8. September 2025 plangemäß freigemacht hatte. Fast vier Monate lang lag die Verantwortung für die Rosneft Deutschland GmbH und die RN Refining & Marketing GmbH somit allein bei Johannes Bremer.

Der neue Finanzvorstand schaut auf eine lange Managerkarriere zurück. Bis 2019 war er zum Beispiel Vorstand von Thyssenkrupp, zuvor hatte er weitreichende Befugnisse an unterschiedlichen Stellen bei Siemens. Die Bundesnetzagentur teilt mit, Goss verfüge durch diverse Aufsichtsratsmandate über „umfangreiche Branchenkenntnisse im Bereich der Öl- und Gasversorgung“. Er habe über drei Jahrzehnte in global agierenden Großkonzernen eine „umfassende internationale Führungs- und Finanzexpertise“ erworben. Teil seiner Arbeit seien auch anspruchsvolle Transformations- und Restrukturierungsaufgaben gewesen.
 

Bundesnetzagentur besetzt Chefstelle der Zentralabteilung

Derweil hat die Bundesnetzagentur Klarheit über eine nachzubesetzende Stelle im eigenen Hause. Ende Februar 2026 tritt bekanntlich Thomas Sigulla als Leiter der Zentralabteilung ab. Er wechselt in den Ruhestand. Seinen Nachfolger hat die Kontrollbehörde intern gefunden. Christian Schütte übernimmt den Posten und gibt damit seine bisherige Funktion als Leiter der Beschlusskammer (BK) 9 auf.

Als Chef der Zentralabteilung hat Schütte die Oberhoheit in Personal- und Finanzfragen der Behörde. Ihm unterstehen ab Anfang März die von eigenen Direktoren geführten zentralen Einheiten 1 (für Organisation, Personal, Zentrale Rechtsangelegenheiten) und 2 (Finanzen, Controlling, Liegenschaftsmanagement).

Für die BK 9 wiederum ist nun eine neue Leitung zu finden. Derzeit stehe die Nachfolge noch nicht fest, heißt es von der Bundesnetzagentur auf Anfrage dieser Redaktion. Die Beschlusskammer genehmigt die Netzentgelte in den Bereichen Gas und Wasserstoff.
 
Übernimmt die Leitung der Zentralabteilung: Dr. Christian Schütte
Quelle: Bundesnetzagentur
 // VON Volker Stephan
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Neue Chefin für Thyssengas zum Jahreswechsel gestartet
Dr. Stefanie Kesting. Quelle: Thyssengas
PERSONALIE. Der Führungswechsel bei Thyssengas ist vollzogen. Seit Jahresbeginn steht Dr. Stefanie Kesting als Vorsitzende der Geschäftsführung an der Spitze des Fernleitungsnetzbetreibers.
Zum 1. Januar hat Dr. Stefanie Kesting den Vorsitz der Geschäftsführung der Thyssengas GmbH übernommen. Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund betreibt eines der größten Fernleitungsnetze für Gas in Deutschland und steht vor einer grundlegenden Transformation seines Netzes. Kesting folgt auf Dr. Thomas Gößmann, der das Unternehmen Ende Februar 2026 nach rund neun Jahren an der Spitze altersbedingt verlässt. Den geplanten Wechsel hatte Thyssengas bereits im Herbst 2025 angekündigt (wir berichteten).
 // VON Davina Spohn MEHR...

Mit dem Wechsel an seiner Führungsspitze verbindet Thyssengas eigenen Angaben nach den Anspruch, den Umbau des Netzes hin zu Wasserstoff und anderen klimaneutralen Gasen weiter voranzutreiben. Der Fernleitungsnetzbetreiber will damit die Grundlage für neue Versorgungsstrukturen schaffen und die Dekarbonisierung von Industrie und Regionen unterstützen. Den Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes sieht er dabei als eine der zentralen Aufgaben der kommenden Jahre.

Kesting bringt langjährige Führungserfahrung aus der Energiewirtschaft mit. Sie war für internationale Energieunternehmen wie DNV, Eon und Uniper tätig. Zuletzt verantwortete sie beim Maschinen- und Anlagenbauer Neuman & Esser als Geschäftsführerin das Geschäftsfeld Energy Project Solutions. Fachlich befasst sie sich mit erneuerbaren Gasen, Wasserstoff sowie CO2-Technologien und ist in mehreren internationalen Aufsichtsgremien der Energie- und Industriebranche aktiv.

„In den kommenden Jahren entscheidet sich, ob die Transformation der Gasinfrastruktur und eine neue Form der Versorgungssicherheit gelingen“, lässt sich Kesting in einer Mitteilung des Unternehmens zitieren. Als Fernleitungsnetzbetreiber trage Thyssengas eine besondere Verantwortung für Industrie, Mittelstand und Regionen. Der Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes sei dabei ein wichtiger Baustein, müsse aber in ein ganzheitliches, regional und sektorübergreifend gedachtes System eingebettet werden.

Die Geschäftsführung von Thyssengas besteht bis Ende Februar 2026 aus Stefanie Kesting als Vorsitzender der Geschäftsführung, dem kaufmännischen Geschäftsführer Dr. Thomas Becker sowie Dr. Thomas Gößmann. Ab dem 11. März 2026 führen dann Kesting und Becker das Unternehmen.
 // VON Davina Spohn
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Windpunx und Solarpunx ordnen Führung neu
Das Geschäftsführer Duo von Windpunx und Solarpunx: Heinz-Georg Strickmann und Sebastian Brosch (li.) Quelle: Windpunx GmbH & Co KG
PERSONALIE. Windpunx und Solarpunx haben ihre Geschäftsleitung neu aufgestellt, um operative Strukturen zu stärken und weiteres Wachstum im Markt für erneuerbare Energien zu unterstützen.
Seit dem 1. Oktober 2025 führt Heinz-Georg Strickmann die beiden Gesellschaften Windpunx und Solarpunx als alleiniger Geschäftsführer. Laut den Unternehmen soll die neue Führungsstruktur dazu beitragen, den steigenden Marktanforderungen gerecht zu werden und die internen Organisationsstrukturen weiterzuentwickeln, teilten die Unternehmen am 6. Januar mit. Die Neuausrichtung ziele darauf ab, Entscheidungswege zu verkürzen und operative Prozesse zu bündeln.
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Windpunx GmbH & Co. KG mit Sitz in Deutschland ist ein Dienstleister für die technische und kaufmännische Betriebsführung von Windparks. Die ebenfalls in Deutschland ansässige Solarpunx GmbH & Co. KG übernimmt vergleichbare Aufgaben für Solarparks. Beide Unternehmen sind im wachsenden Markt der erneuerbaren Energien tätig und betreuen Betreiber während des laufenden Anlagenbetriebs.

Funktionen neu abgegrenzt

Strickmann bringt nach Angaben der Unternehmen langjährige Erfahrung im Vertrieb und im Business Development ein. Er soll die strategische Weiterentwicklung vorantreiben und das Dienstleistungsangebot im Bereich der erneuerbaren Energien ausbauen. 

Parallel zur Neubesetzung der Geschäftsführung haben beide Unternehmen weitere Funktionen im Management klarer abgegrenzt. Sebastian Brosch übernimmt die Rolle des Chief Technology Officer (CTO) bei Windpunx. Er verantwortet damit das operative Technikmanagement und konzentriert sich auf Services sowie die Qualitätssicherung. 
 

Bei Solarpunx verstärkt Timo Basowski das Managementteam als Head of Operations. Er übernimmt die operative Leitung des Bereichs Operations & Maintenance (O&M). Mit der neuen Führungsaufstellung reagieren die Unternehmen nach eigenen Angaben auf ein dynamisches Marktumfeld. Der Ausbau erneuerbarer Energien führe zu einer steigenden Nachfrage nach professioneller Betriebsführung von Wind- und Solarparks.

Beide Unternehmen sehen in der klareren Trennung von strategischen, technischen und operativen Aufgaben eine Grundlage, um diese Nachfrage langfristig bedienen zu können.
 // VON Susanne Harmsen
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MARKTBERICHTE

STROM
GAS
Energiemärkte zeigen sich uneinheitlich
Quelle: E&M
MARKTKOMMENTAR. Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
Uneinheitlich haben sich die Energiemärkte am Dienstag gezeigt. Nach den Abgaben vom Vortag schwangen die Märkte wieder etwas zurück, zumal sich die Wetterprognosen für Deutschland und Nordwesteuropa wieder etwas verschärften. Von einer umfassenden Milderung kann nun nicht mehr die Rede sein. Vielmehr sollen die Temperaturen bis in das dritte Januarquartal allenfalls geringfügig über den Saisondurchschnitt hinauskommen. Zudem werden die Märkte weiter von den Plänen des US-Präsidenten in Atem gehalten. Trump will sich spätestens nach Ablauf von 20 Tagen Grönland „widmen“. Damit würde die Nato bis zum Zerreißen gespannt und die geopolitische Unsicherheit in Europa dürfte weiter zunehmen.
 // VON Claus-Detlef Großmann MEHR...

Strom: Tendenziell leichter hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Dienstag präsentiert. Der Day-ahead kostete im Base 99,50 Euro je Megawattstunde und damit 28,25 Euro weniger als am Vortag. Der Peak sank um 38,75 Euro auf 107,75 Euro je Megawattstunde. Aus der Börsenauktion ging die Grundlast für Mittwoch mit 99,40 Euro hervor und die Spitzenlast mit 107,39 Euro.

Für den Mittwoch erwartet Eurowind mit rund 31,3 GW eine deutlich höhere Einspeiseleistung der Erneuerbaren als am Berichtstag, für den 12,3 GW anfallen sollen. Der Berichtstag ist zudem ein Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt, wodurch die Nachfrage etwas gedämpft wird. Der Donnerstag soll sich auf 22,5 GW belaufen.

Am langen Ende sank das Strom-Frontjahr unter dem Eindruck niedrigerer Gaspreise um 0,06 auf 82,51 Euro je Megawattstunde.
 

CO2: Etwas fester haben die CO2-Preise am Dienstag notiert. Bis 14.11 Uhr gewann der Benchmark-Kontrakt Dec 26 in impulsarmem Handel um 0,34 Euro auf 87,59 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 11,1 Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 87,95 Euro, das Tief bei 87,13 Euro. Damit hält sich CO2 weiter in seiner überkommenen Spanne. Händler machen für die Zugewinne vor allem technische Effekte verantwortlich. Nachdem der Markt am Montag deutlich nachgegeben hatte, schwangen die Notierungen am Dienstag etwas zurück. Dabei werde CO2 von Erdgas unterstützt, wo sich ebenfalls festere Preise manifestierten.

Erdgas: Etwas fester haben sich die europäischen Gaspreise am Dienstag gezeigt. Der Frontmonat am niederländischen TTF notierte gegen 13.47 Uhr mit einem Plus von 0,450 auf 27,90 Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE zog der Day-ahead um 0,600 auf 29,95 Euro je Megawattstunde an. Marktbeobachter bezeichneten die Aufschläge als Gegenbewegung nach den Abgaben am Vortag. Zudem haben sich die Wetterprognosen für Deutschland und Nordwesteuropa wieder etwas verschärft. Nach dem US-Wettermodell werden sich leicht überdurchschnittliche Temperaturen erst zur Monatsmitte einstellen. Doch auch danach zeichnet sich keine durchgreifende Milderung ab. Die US-Meteorologen rechnen vielmehr mit Temperaturen, die sich kaum über das Saisonmittel erheben dürften. Diese Witterung soll laut dem US-Modell bis zum Ende des 16-tägigen Prognosezeitraum anhalten.
 // VON Claus-Detlef Großmann
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