29. Januar 2026
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Woher das Kapital für die Energiewende kommt
Quelle: Stefan Sagmeister
POLITIK.  Das Vertrauen in den deutschen Kapitalmarkt ist international hoch. Dies sollte stärker genutzt werden, sagte der CEO der KfW-Bank auf einer Konferenz in Berlin.
Für Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der staatlichen Förderbank KfW, steht die Finanzierung der Energiewende vor einem strukturellen Wandel. Nach seiner Einschätzung werden staatliche Mittel künftig nur einen begrenzten Teil des Finanzierungsbedarfs abdecken können. Der überwiegende Anteil müsse über privates und institutionelles Kapital mobilisiert werden.
// VON Stefan Sagmeister  MEHR...

Allerdings bleibt das Interesse internationaler Finanzinvestoren an Deutschland hoch. Wintels verwies unter anderem auf große Beteiligungen an den Übertragungsnetzbetreibern Tennet Deutschland und Amprion. Diese Transaktionen seien Vertrauenssignale, da institutionelle Investoren in der Regel große Volumina investieren und langfristige Stabilität suchen.

Deutschland profitiere dabei von seiner Verlässlichkeit und und politischer Stabilität. „Als einziges G7-Land verfügen wir über ein Triple-A-Rating“, so Wintels. Zwar blieben die USA auf absehbare Zeit der wichtigste Kapitalmarkt, doch im Zuge der Diversifizierung rückten Europa und insbesondere Deutschland stärker in den Fokus.

​Paradigmenwechsel in der Finanzierung der Energiewende

Nach Einschätzung von Wintels befindet sich Deutschland am Beginn eines Paradigmenwechsels hin zu einer stärker kapitalmarktorientierten Volkswirtschaft. Energieversorger und Netzbetreiber müssten sich intensiver mit der Mobilisierung von externem Kapital befassen. Diese Entwicklung werde zunehmend auch politisch unterstützt. Die Offenheit gegenüber privaten Kapitalgebern sei deutlich gestiegen, was sich nicht zuletzt in neuen Instrumenten widerspiegele.

Ein neues Instrument ist dabei der Deutschlandfonds, der im Dezember vorgestellt wurde (wir berichteten). Der Deutschlandfonds bündelt dabei mehrere Instrumente für private Investoren, die von der KfW abgesichert werden. So werden beispielsweise Kredite für Strom- und Wärmenetze darüber abgesichert, bei geothermalen Wärmebohrungen übernimmt die KfW unter anderem das Fündigkeitsrisiko.

Beim Deutschlandfonds handelt es sich nicht um einen klassischen Fonds, in den Investoren direkt einzahlen, erläuterte der KfW-CEO. Es sei vielmehr ein Bündel von Instrumenten und Programmen, mit denen der Staat „private Investitionen gezielt hebeln will“. Ziel sei es, mit vergleichsweise begrenzten Haushaltsmitteln ein deutlich höheres Investitionsvolumen auszulösen. Nach Angaben von Wintels soll der Deutschlandfonds Investitionen von bis zu 130 Milliarden Euro stimulieren.

Insgesamt geht die KfW von einem Investitionsbedarf von rund 535 Milliarden Euro in den kommenden Jahren für die Energiewende aus. Etwa ein Drittel dieser Summe könne voraussichtlich aus der Innenfinanzierung der Unternehmen gedeckt werden. „Rund 350 Milliarden Euro müssten dagegen über externe Kapitalquellen bereitgestellt werden“, sagte Wintels. Der Deutschlandfonds setzt hier an, indem er vor allem Eigenkapital- und Garantieinstrumente zur Verfügung stellt. Diese sollen die Risikostruktur von Projekten verbessern und Banken sowie Investoren zusätzliche Spielräume eröffnen.

Garantieinstrumente entlasten Banken

Besonders wichtig seien dabei Garantieinstrumente. Sie haben sich nach Einschätzung von Wintels bereits in der Vergangenheit bewährt und sollen nun ausgeweitet werden. Indem die KfW einen Teil des Risikos übernimmt, entlastet sie die Bilanzen der Hausbanken. Das erhöht deren Fähigkeit, Kredite zu vergeben, ohne dass der Staat die Finanzierung vollständig selbst übernehmen muss. Entscheidend ist dabei, dass die Hausbanken weiterhin eingebunden bleiben und eigenes Risiko tragen.

Wintels betonte zugleich, dass Bankgeschäfte grundsätzlich nicht risikolos seien. Ausfälle könnten nicht ausgeschlossen werden. Er verweist jedoch auf ein Grundvertrauen in den deutschen Markt und auf den Portfolioeffekt, der Risiken über viele Projekte verteilt. Die KfW verstehe sich dabei als Treuhänder des Bundes und als Partner von Banken, Kommunen und Stadtwerken.
// VON Stefan Sagmeister
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  POLITIK & RECHT
Quelle: Shutterstock
Deutschland verschiebt Offshore-Ausschreibungen
WINDKRAFT OFFSHORE. Die Bundesregierung will die für dieses Jahr geplante Ausschreibung von zwei Nordsee-Windkraftflächen aussetzen. Der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) sieht dies positiv.
Das Bundeskabinett hat am 28. Januar einem Änderungsantrag der Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD zugestimmt, mit dem die Offshore-Wind-Ausschreibungen im Jahr 2026 ausgesetzt werden. Das Bundeskabinett habe einen entsprechenden Gesetzesentwurf beschlossen, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin zur Deutschen Presse-Agentur. 
 // VON Heidi Roider / dpa MEHR...

Die Bundesnetzagentur bietet regelmäßig Windkraftflächen an. An zwei Flächen gab es allerdings im August 2025 erstmals kein Interesse. Anfang diesen Juni sollen sie eigentlich erneut versteigert werden. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hatte deshalb schon im Oktober 2025 die Bundesregierung aufgefordert, die Ausschreibungen für Windkraftanlagen auf See im kommenden Jahr zu verschieben (wir berichteten). Damit solle Zeit gewonnen werden, um das Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG) grundlegend zu reformieren und den Flächenentwicklungsplan parallel fortzuschreiben. Alle Offshoreverbände hatten am 27. Januar eine Verschiebung ins vierte Quartal gefordert (wir berichteten).

Mit dem jetzigen Kabinettsbeschluss sollen die im August 2025 nicht bezuschlagten Offshore-Windflächen „N-10.1“ und „N-10.2“ nicht umgehend erneut ausgeschrieben werden. Nach bisherigem Stand hätten diese Ausschreibungen Anfang Februar 2026 angekündigt und im Juni 2026 durchgeführt werden sollen. Stattdessen ist nun eine Verschiebung auf 2027 vorgesehen. Der genaue Zeitpunkt soll nun im Flächenentwicklungsplan durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie festgelegt werden, teilte dazu der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) mit. Laut Gesetzentwurf hat die Verschiebung keine Auswirkungen auf die Erreichung der Ausbauziele des Windenergie-auf-See-Gesetzes.

Bei der Ausschreibung der zwei Flächen hatte kein Unternehmen für diese geboten. Laut Branchenverbänden ist damit erstmals eine Versteigerung von solchen Flächen auf See in Deutschland fehlgeschlagen.

​Reformen nicht verschleppen

„Der BWO hat sich frühzeitig und wiederholt für eine Verschiebung der Auktionen ausgesprochen. Dass das Kabinett dieser Einschätzung nun folgt, ist ein richtiges Signal“, erklärt Hans Sohn, Leiter der Stabsstelle Politik und Kommunikation des BWO. „Aus unserer Sicht wäre eine weitere Auktion der beiden Flächen nach den bisherigen Regeln sehr riskant gewesen. Wir benötigen ein neues Auktionsdesign auf der Basis von Zweiseitigen Differenzverträgen mit Indexierung. Dies wird Risiken begrenzen und Investitionen wieder ermöglichen“, fügt er hinzu.

Allerdings solle die Bundesregierung die nächste Ausschreibung so schnell wie möglich stattfinden lassen, mahnt der Branchenverband. Eine generelle Verschiebung auf das Jahr 2027 sei ein Signal der Verzögerung, das Unsicherheit in die Wertschöpfungskette bringe.

Gleichzeitig müssen nach Ansicht des BWO die betroffenen Offshore-Windflächen optimiert werden, um bessere Ertragsaussichten zu bieten. Hans Sohn: „Die Zahl der zu erwartenden Volllaststunden ist bei der bisherigen Planung zu gering. Dies beraubt der Technologie ihrer eigentlichen Stärke: der sehr stetigen Stromproduktion.“ Im Kern geht es um die Forderungen, den Bezuschlagten mehr Flexibilität zu geben, wie viele Windenergieanlagen sie auf den Flächen errichten, damit sie mit dem effizientesten Kapitaleinsatz die größten Stromerlöse haben und möglichst vermeiden, dass die eine Anlage der anderen Wind wegnimmt.

Zudem benötigt die Offshorewind-Branche frühzeitige und transparente Informationen über Verzögerungen bei zentralen Netzinfrastrukturen. Nur so ließen sich Risiken realistisch bewerten und Fehlentwicklungen bei Ausschreibungen vermeiden.

In der „Erklärung von Hamburg“, die am 26. Januar auf dem Nordsee-Gipfel in Hamburg beschlossen worden ist, hat die Bundesregierung sich bereiterklärt, auf eine Stabilisierung von Ausschreibungen hinzuarbeiten.
 // VON Heidi Roider / dpa
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Diskussion um Gebäudeenergiegesetz sorgt für Unsicherheit
Quelle: E&M
POLITIK. Die Debatten um den Wärmemarkt haben sich beruhigt. Vor diesem Hintergrund sollte die Regierung bei der Novellierung des GEG behutsam vorgehen, so der Tenor einer Podiumsdiskussion.
Nein, Wärmepumpen und Fernwärme sind nicht zwingend Konkurrenten auf dem Wärmemarkt. Schon die wiederkehrende Debatte darüber zeigt jedoch, dass sich die Wärmewende im Spannungsfeld zwischen Technik, Regulierung und Akzeptanz bewegt, sagten Teilnehmer einer Podiumsdiskussion auf der Handelsblatt-Tagung Energie in Berlin. 
 // VON Stefan Sagmeister MEHR...

Was die Diskutanten von der Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) erwarten, wie von der Regierung angekündigt? Andreas Langer, Partner und Leader Power, Utilities & Renewables bei Deloitte rechnet nicht mit grundlegenden Änderungen am bestehenden GEG – wohl aber beim Namen, den die Regierung schon angekündigt hat: Gebäudemodernisierungsgesetz. Inhaltlich erwarte er jedoch weitgehend Kontinuität. Auch die 65-Prozent-Vorgabe von erneuerbaren Energien beim Wärmeeinsatz in Privathaushalten hält er weiterhin für wahrscheinlich.

Entscheidend für den Berater sei auch weniger eine konkrete Prozentzahl als die Verlässlichkeit des gesetzlichen Rahmens. Ständige Anpassungen und Richtungswechsel schadeten den Investitionsanreizen. Der Markt habe sich nach zwei schwierigen Jahren gerade erst stabilisiert, neue Unsicherheiten wären kontraproduktiv.
 

Diese Einschätzung teilte Felix Plog, CEO von Thermondo, dessen Unternehmen auch Wärmepumpen anbietet. Auch er beobachtet eine Beruhigung des Marktes und hofft ebenfalls, dass das neue Gesetz keine grundlegenden Brüche bringt. Zu viele Änderungen seien aus seiner Sicht schädlich. Der Bedarf an Wärmepumpen werde weiter steigen, Verdrängungseffekte gegenüber der Fernwärme sieht Plog nicht. In der Praxis komme es kaum zu Reibungen. Überlappungen beim Einsatz der beiden Techniken gebe es gelegentlich in urbanen Randgebieten.

Hans-Martin Hellebrand, Vorstandsvorsitzender der Badenova in Freiburg, sagte, sein Unternehmen arbeite bereits seit 2021 mit einer kommunalen Wärmeplanung und befinde sich vielerorts in der Umsetzung. Gerade beim Aufbau neuer Fernwärmenetze sei es allerdings problematisch, wenn auch Wärmepumpen parallel gefördert würden.

Wenn Netze geplant und gebaut würden, müsse am Ende auch die Fernwärme abgenommen werden, sonst drohten volkswirtschaftliche Fehlentscheidungen. Aus seiner Sicht sind konkurrierende Fördersysteme schädlich, wichtiger seien klare Anreize, die zur kommunalen Planung passen.

Andreas Feicht, Vorstandsvorsitzender der Kölner Rheinenergie AG, sagte, „die Wärmewende ist hochkomplex“. Sie dürfe den Gebäudeeigentümer aber nicht überfordern. Eigentümer sollten die Wahl haben, welches System sie einsetzen, sofern es sich für sie rechnet. Doppelförderungen, etwa von Fernwärme und Wärmepumpen parallel, seien hingegen schädlich, da war er sich mit dem Freiburger Kollegen einig.

Zum künftigen GEG sagte Feicht, er sei sich nicht sicher, ob die 65-Prozent-Regel dauerhaft Bestand haben werde. Er könne sich auch einen stärkeren Fokus auf den CO2-Ausstoß pro Quadratmeter vorstellen.

Einigkeit herrschte bei der Ablehnung eines Anschlusszwangs. Feicht: „Jede Form von Ordnungsrecht führt zu weniger Akzeptanz.“ Stadtwerke müssten ihre Kunden überzeugen, nicht zwingen.

Sind Verbraucher gut informiert?

Beim Informationsstand der Verbraucherinnen und Verbraucher zu Heizsystemen gingen die Einschätzungen hingegen auseinander. Deloitte-Manager Langer verwies auf Umfragen, nach denen sich mehr als 80 Prozent der Bürger nicht gut informiert fühlten bei dem Thema. Das Heizungsgesetz habe zwar viel Aufmerksamkeit erzeugt, aber auch Verunsicherung.

Thermondo-CEO Felix Plog hingegen berichtete aus seiner Sicht hingegen von gut informierten Kunden. In den vergangenen eineinhalb Jahren habe eine deutliche Versachlichung stattgefunden, „Mit den Leuten kann man auf Augenhöhe reden.“
Zum Abschluss rückte das europäische Emissionshandelssystem ETS 2 in den Fokus.

Feicht bezeichnete den ETS 2 für den Wärmesektor als von herausragender Bedeutung, zugleich aber als extrem komplex. Unterschiedliche Kaufkraftniveaus von Deutschland bis Rumänien führten zu massiven Verteilungsfragen. Auch deshalb sei die Einführung von der EU-Kommission verschoben worden und es werde unter anderem über Preisdeckel beim CO2-Preis im Wärmemarkt diskutiert.

Klar wurde: Ohne stabile und verlässliche Preissignale, die mit Förderinstrumenten und ordnungsrechtlichen Vorgaben zusammenspielen, werde die Umsetzung der Wärmewende schwierig. Das liege weniger an fehlender Technik als an stimmiger Regulierung und Gesetzgebung.
 // VON Stefan Sagmeister
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„Marktliche und kosteneffiziente Maßnahmen“ für den Wasserstoffhochlauf
Quelle: Fotolia / Tom-Hanisch
POLITIK. Die Bundesregierung weist den Vorwurf zurück, beim Hochlauf des Wasserstoffmarktes einen „planwirtschaftlichen Ansatz“ zu verfolgen.
Planwirtschaft oder Marktwirtschaft, um Wasserstoff als wettbewerbsfähigen Energieträger zu etablieren? Der bisherige energiepolitische Kurs wird unterschiedlich gedeutet. Die Bundesregierung erklärt nun in einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion, dass sie beim Wasserstoffhochlauf „explizit auf marktliche und kosteneffiziente Maßnahmen“ setze. Anders beurteilte dies der Bundesrechnungshof im Oktober vergangenen Jahres. Die Regierung habe angesichts fehlender Marktanreize Angebot, Nachfrage und Infrastruktur umfangreich gefördert und damit praktisch einen „planwirtschaftlichen Ansatz verfolgt“, schrieb die Behörde.
 // VON Manfred Fischer MEHR...

Das Bundeswirtschaftsministerium teilte damals die Sicht des Rechnungshofs offenbar weitgehend. „Das BMWE hat dieser Analyse in weiten Teilen zugestimmt. Seine einzelnen Einwände ändern die Einschätzung des Bundesrechnungshofes nicht“, heißt es im Bericht zur „Umsetzung der Wasserstoffstrategie des Bundes“. Weiter heißt es, das BMWE habe als Konsequenz angekündigt, den Marktrahmen sowie seinen Instrumentenmix anzupassen. „Details bleiben aber ungeachtet seiner Stellungnahme sowie des Zehn-Punkte-Plans überwiegend unklar.“

„Haushaltsschonend und lösungsorientiert“

In ihrer aktuellen Antwort erklärt die Bundesregierung, sie betrachte bei ihrer Förderpolitik „alle Aspekte des betreffenden Marktes, das heißt Angebot, Nachfrage und Infrastruktur, um die Förderung zielgerichtet, haushaltsschonend und lösungsorientiert zu gestalten“. Eine solche gesamtheitliche Betrachtung könne nicht als „planwirtschaftlich“ bezeichnet werden.

Als zentrale Instrumente des bisherigen Hochlaufs nennt die Regierung unter anderem IPCEI-Wasserstoffprojekte, Reallabore der Energiewende, regulatorische Maßnahmen im Rahmen der RED-II/III-Umsetzung, CO2-Differenzverträge sowie vorbereitende Arbeiten für systemdienliche Elektrolyse und Offshore-Elektrolyse. Im Rahmen der IPCEI-H2-Projekte seien Bundesmittel in Höhe von rund 3,9 Milliarden Euro bewilligt worden. Für Reallabore der Energiewende wurden Förderzusagen von bis zu 336,8 Millionen Euro erteilt, davon etwa 158 Millionen Euro für wasserstoffbezogene Vorhaben.

Klimawandel als externes Kostenproblem

Die Koalition will nach eigener Aussage überkomplexe regulatorische Vorgaben abbauen und die CO2-Bepreisung als zentrales marktwirtschaftliches Instrument verankern. Planwirtschaftliche Elemente im engeren Sinne sehe man nicht; die Bundesregierung weist jedoch darauf hin, dass der Klimawandel als externes Kostenproblem staatliches Eingreifen rechtfertige.

Zudem verweist sie auf den Monitoring-Bericht des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln vom September vergangenen Jahres. Der Fokus des Gutachtens liege auf Marktmechanismen, Preissignalen und Kosteneffizienz. Das EWI sieht Wasserstoff als zentrales Element der Energiewende, für das bislang wegen hoher Bereitstellungskosten kaum marktseitige Nachfrage besteht. Lern- und Skaleneffekte bei heimischer Elektrolyse sowie vergleichsweise kostengünstige Wasserstoffimporte könnten diese Kosten senken. Das Wasserstoff-Kernnetz könne dabei eine Lenkungsfunktion übernehmen und Investitionen in Elektrolyseure, Kraftwerke und Speicher anreizen.
 // VON Manfred Fischer
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Arbeitsgemeinschaft für Akzeptanzkommunikation gegründet
Quelle: Fotolia / Eisenhans
INFRASTRUKTUR. Eine neue Arbeitsgemeinschaft soll Wege zur Akzeptanz von Infrastrukturprojekten aufzeigen.
Angesichts der großen Herausforderungen beim Ausbau der Energieinfrastruktur kommt dem Thema Akzeptanz eine besondere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund hat nun das auf Mediation spezialisierte Institut „IKOME Steinbeis Mediation“ die nach eigenen Angaben erste Arbeitsgemeinschaft Akzeptanzkommunikation bei Energie- und Infrastrukturprojekten in Deutschland gegründet.
 // VON Fritz Wilhelm MEHR...

Professor Gernot Barth, Leiter des IKOME Steinbeis Mediation, weist darauf hin, dass gerade im Hinblick auf die Umsetzung von Vorhaben im Rahmen des von Bund und Ländern verabschiedeten Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität, die in diesem Jahr anlaufen, es besonders wichtig ist, die Akzeptanz bei den Bürgern zu gewährleisten.

Barth wird die Arbeitsgemeinschaft, die am 18. März 2026 in Leipzig ihre Arbeit aufnehmen wird, leiten. Sie wendet sich an PR- und Projektverantwortliche von Unternehmen und Kommunen. Vier Arbeitstreffen in Präsenz, bei denen Expertenvorträge Wissen vermitteln und sich Mitglieder über aktuelle Projekte austauschen sollen, soll es pro Jahr geben.

„Wir haben bei der Betreuung von Infrastrukturprojekten festgestellt, dass bundesweit ein großes Bedürfnis der Verantwortlichen besteht, sich besser zu vernetzen. Dem soll unsere Arbeitsgemeinschaft dienen“, betont Barth, der Professor für Konfliktmanagement und Mediation an der Steinbeis-Hochschule.

Das IKOME, das als „Institut für Kommunikation und Mediation Dr. Barth“ ein An-Institut der Steinbeis Hochschule ist und seinen Hauptsitz in Leipzig hat, ist eine rechtlich selbständige Einrichtung, aber organisatorisch und personell mit der Hochschule verbunden. Es gibt unter anderem einen Bürgerbeteiligungsreport heraus, der sich beispielsweise 2025 mit der Einstellung von Bürgerinnen und Bürgern zur Wärmewende beschäftigte.

Dabei hatte sich unter anderem gezeigt, dass von den Energiekunden vor allem die Kosten als potenzielles Konfliktfeld gesehen werden. Bei 59 Prozent waren es die eigenen finanziellen Belastungen, die Befürchtungen auslösten. Das zweitgrößte Konfliktpotenzial (48 Prozent) sahen die Befragten in möglicherweise ausufernden Kosten für die Allgemeinheit. Der Report förderte auch die Erkenntnis zu Tage, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger (72 Prozent) sich eher schlecht oder sogar sehr schlecht über die Wärmewende in ihrem Wohnumfeld informiert fühlen. Welche Maßnahmen dafür geplant sind, war 58 Prozent der Befragten überhaupt nicht bekannt.
 // VON Fritz Wilhelm
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  HANDEL & MARKT
Quelle: Stefan Sagmeister
Umweltminister gegen Schlingerkurs bei der Energiewende
POLITIK. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht im Festhalten an den energiepolitischen Zielen ein klares und positives Signal für Investoren.
Resilienz und Souveränität der Energieversorgung würden immer wichtiger, sagte der Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) bei der Handelsblatt-Tagung Energie am 28. Januar in Berlin. Abhängigkeiten und politische Erpressbarkeit, wie sie Deutschland in der Vergangenheit bei der Energieversorgung erlebt habe, dürften sich nicht wiederholen.
 // VON Stefan Sagmeister MEHR...

Vor dem Hintergrund geopolitischer Risiken, insbesondere des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, betonte Schneider die strategische Bedeutung einer diversifizierten Energieversorgung. Erneuerbare Energien seien aus seiner Sicht nicht nur Klimaschutzinstrumente, sondern „Sicherheitsenergie“.

Sie reduzierten Importabhängigkeiten, stärkten die heimische Wertschöpfung und erhöhten die Verlässlichkeit für Industrie und Verbraucher. Der Umbau des Energiesystems sei daher auch eine Frage nationaler und wirtschaftlicher Souveränität.

Schneider verwies darauf, dass weltweit kaum ein Wirtschaftsbereich so stark wachse wie die erneuerbaren Energien. Vor allem China und Indien investierten massiv in Wind- und Solarenergie. Deutschland müsse sich in diesem Umfeld behaupten und seine eigene Erfolgsgeschichte fortschreiben.

Mehr als 55 Prozent des Stroms hierzulande stammten inzwischen aus erneuerbaren Quellen. Die Photovoltaik habe die Kohleverstromung überholt. Auch bei der Windenergie an Land seien zuletzt Rekordwerte bei den Genehmigungen erreicht worden. Diese Dynamik solle verstetigt werden.

Zugleich warnte der Minister vor politischen Kehrtwenden. Kurswechsel aus kurzfristigen Erwägungen seien teuer und würden Investoren verunsichern. „Ich will keinen Schlingerkurs“, sagte Schneider. Die energie- und klimapolitischen Ziele seien sowohl national als auch auf europäischer Ebene festgelegt. Bis 2030 und darüber hinaus brauche es klare Rahmenbedingungen und Planungssicherheit.

Anpassungen am ETS über 2039 möglich

Schneider sagte weiterhin, dass der Ausbau erneuerbarer Energien mit einer aktiven Nachfragepolitik einhergehe. Bei der Elektromobilität verwies er auf neue Förderung für private Haushalte. Ziel sei es, E-Mobilität breiter zugänglich zu machen. „Der Umstieg dürfe keine soziale Frage werden.“ E-Autos sollen Nachfrage schaffen und zugleich die Industrie stärken.

Auch im Gebäudebereich sieht Schneider Bewegung. Erstmals seien in vergangenen Jahren mehr Wärmepumpen abgesetzt worden als Erdgasheizungen. Der Umstieg müsse weiter unterstützt werden, sowohl für Eigentümer als auch für Mieter.

Für die Industrie bezeichnete Schneider den Strompreis als zentralen Wettbewerbsfaktor. Umlagen sollten weiter reduziert werden, um die Kosten zu senken. Mit Blick auf den europäischen Emissionshandel zeigte er sich offen für Anpassungen. Nicht alle Regelungen müssten bis 2039 unverändert festgeschrieben bleiben. In bestimmten Situationen könne es sinnvoll sein, die kostenfreie Zuteilungen von CO2-Zertifikaten im ETS 1 über 2039 fortzuführen, um industrielle Wertschöpfung in Deutschland und Europa zu sichern.

Weiterhin stellte Schneider die Kostendegression bei erneuerbaren Technologien heraus. Die Kosten für Photovoltaik seien in den vergangenen Jahren um den Faktor zehn gesunken. Batteriespeicher würden laufend günstiger. Der Minister machte deutlich, dass der Umbau des Energiesystems fortgesetzt werde. Ziel bleibe eine kosteneffiziente, verlässliche und unabhängige Energieversorgung im europäischen Verbund.
 // VON Stefan Sagmeister
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Masterstudium Windenergie reagiert auf Investitionspakt
Quelle: Shutterstock / Paul Biryukov
WINDKRAFT. Der geplante Ausbau der Windenergie in der Nordsee erhöht den Bedarf an qualifizierten Fachkräften deutlich. Ein berufsbegleitendes Masterstudium in Kassel will nun genau dort ansetzen.
Der Ausbau der Windenergie in Europa gewinnt weiter an Tempo. Ein neuer Investitionspakt, den Vertreter mehrerer Anrainerstaaten beim Nordsee-Gipfel in Hamburg beschlossen haben, sieht vor, die Stromerzeugung aus Offshore-Windkraft deutlich auszuweiten (wir berichteten). Bis 2025 soll sich die installierte Leistung in der Nordsee nach den politischen Plänen nahezu verzehnfachen. Dafür sollen 9,5 Milliarden Euro in neue Produktionskapazitäten fließen. Gleichzeitig rechnet die Branche mit einem zusätzlichen Bedarf von rund 91.000 Fachkräften.
 // VON Davina Spohn MEHR...

Vor diesem Hintergrund rückt die Qualifizierung von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern stärker in den Fokus. Laut der „UNIKIMS GmbH“, der Management School der Universität Kassel mit Sitz in Kassel (Hessen), wächst der Bedarf an spezialisiertem Wissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Windenergie. Das Unternehmen bietet berufsbegleitende Weiterbildungs- und Studienprogramme für Fach- und Führungskräfte an und arbeitet dabei eng mit der Universität Kassel zusammen.

Unikims bietet den internationalen Masterstudiengang „Wind Energy Systems“ an, der Fachkräfte für Aufgaben im Bau, Betrieb und in der Systemintegration von Windkraftanlagen qualifiziert. Laut dem Unternehmen richtet sich der englischsprachige Studiengang an Absolventen aus Ingenieur- und Naturwissenschaften. Nach Angaben von Unikims vermittelt das Studium sowohl technisches als auch systemisches Know-how für die Windenergiebranche.

Inhaltlich deckt der Studiengang laut Unikims mehrere zentrale Themenfelder ab. Dazu gehören das elektrische Gesamtsystem von Windkraftanlagen und Stromnetzen, konstruktive und bautechnische Aspekte sowie computergestützte Methoden zur Auslegung und Berechnung von Windenergieanlagen. Alle Lehrveranstaltungen finden online statt, was die Teilnahme auch für internationale Studierende und Berufstätige ermöglichen soll.

Dozierende aus Wissenschaft und Praxis

Unikims setzt bei der Lehre auf Dozierende aus Wissenschaft und Praxis. Ein Teil der Module wird von Lehrenden der Universität Kassel gestaltet, die sich nach eigenen Angaben seit Jahren mit nachhaltigen Energiesystemen befassen. Weitere Inhalte sollen Fachleute aus der Wirtschaft sowie Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) übernehmen. Diese Kombination soll, so Unikims, sicherstellen, dass die Studierenden sowohl aktuelle Forschungsergebnisse als auch praxisnahe Anwendungen kennenlernen.

Neben dem vollständigen Masterstudium bietet Unikims acht „Diploma-Programme“ an. Diese konzentrieren sich auf einzelne Fachthemen innerhalb der Windenergie und lassen sich laut dem Unternehmen separat belegen. Die Module sind zugleich Bestandteil des Master of Science und werden ebenfalls online angeboten. Damit richtet sich das Angebot auch an Fachkräfte, die sich gezielt in bestimmten Bereichen weiterbilden möchten, ohne ein komplettes Studium aufzunehmen.
 // VON Davina Spohn
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Großes Potenzial für BHKW wegen KI
Quelle: Shutterstock / Kjetil Kolbjornsrud
IT. KI-Rechenzentren haben oft einen Energieverbrauch von mehreren Hundert MW und erreichen teilweise sogar GW-Werte. Deshalb sind die USA auch der größte Markt für BHKW.
Umso wichtiger ist es, die Stromversorgung oder Wärmeabfuhr von Datenzentren so zu steuern, dass sie zu intelligenten Systemen werden, die Energie auch effizient nutzen und bedarfsgerecht verteilen. Dafür braucht es eine Reihe ergänzender Technologien, die in jüngster Zeit vermehrt aus Tschechien zugeliefert werden. So ist etwa die Entwicklungsabteilung von Europas größter Chipherstellerin, der schweizerischen ST Microelectronics, in Prag angesiedelt. 
 // VON Karin Rogalska MEHR...

Das derzeit wertvollste Unternehmen der Welt, die US-amerikanische Nvidia, hat vor wenigen Tagen dem US-Unternehmen Onsemi einen Großauftrag erteilt, der im Werk in Roznov pod Radhostem unweit von Ostrava (Mährisch Ostrau im Nordosten des Landes) realisiert wird.

Konkret kooperieren die Unternehmen bei der Umstellung von KI-Rechenzentren auf eine 800-V-DC-Gleichstromversorgung. Dabei werden Leistungswandlungen wie die Hochspannungs-Wechselstrom-Gleichstrom-Wandlung im Umspannwerk bis hin zur präzisen Spannungsregelung auf Prozessorebene abgedeckt, um beispielsweise Verluste bei der Energieübertragung und -umwandlung zu vermindern. 

Auch ist die Lieferung von Halbleitern auf Basis von Siliziumkarbid (SiC) vereinbart, die im Vergleich zu herkömmlichem Silizium effizienter sind und es ermöglichen, bei KI-Servern Strom zu sparen. Onsemi wird Chip- und Halbleitertechnologien für Vera Rubin herstellen, dank derer es beispielsweise möglich sein wird, energiehungrige KI-Chips mit der erforderlichen Energiemenge zu versorgen.

Vera Rubin ist eine neue Generation von KI-Chips und KI-Systemen, die in der zweiten Hälfte 2026 auf den Markt kommen und Nachfolger der Blackwell-Generation sein soll, die im vergangenen Jahr den größten Teil des Umsatzes von Nvidia ausmachte.

2JCP: USA wegen KI-Rechenzentren größter Markt für BHKW

Auch das Unternehmen 2JCP im südtschechischen Trebic profitiert vom Boom bei Projekten zur Stromversorgung von KI-Rechenzentren in den USA. Seit Jahresbeginn 2025 produziert das Unternehmen Materialien für Gasturbinen in den USA. Dabei machen sich die Tschechen zunutze, dass KI-Rechenzentren viel Energie verbrauchen, jedoch selten auf stabile Energiequellen zurückgreifen können. Investoren errichten daher neben den Rechenzentren auch dezentrale Stromerzeugungsanlagen, zumeist in Form von Gaskraftwerken.

Der Energiebedarf in den USA wachse enorm, beobachtet 2JCP-Chef Vojtech Krenovsky. Seinen Angaben zufolge müssten jährlich Kraftwerke mit einer installierten Leistung von 80.000 MW installiert werden, um den künftigen US-Bedarf zu decken. 

Außer 2JCP expandieren auch andere tschechische Energieunternehmen wie beispielsweise der Blockheizkraftwerke-Hersteller Gentec in den US-Markt. Man arbeite schon lange daran, die Position auf dem amerikanischen Markt zu stärken, und erlebe seit einem halben Jahr einen regelrechten Boom, so Geschäftsführer Vaclav Klein. Die USA seien im Zusammenhang mit den KI-Rechenzentren zum weltweit größten Markt für Blockheizkraftwerke geworden.

Tschechien in Sachen KI hoch gerankt

Tschechien lässt seit Beginn dieses Jahrzehnts immer wieder mit guten Platzierungen in Rankings zu den Themen Digitalisierung oder KI aufhorchen. 2023 war es nach Einschätzung der Europäischen Kommission das innovationsfreudigste EU-Mitglied. Dem Europäischen Digital-Resilienz-Index 2025 zufolge ist es derzeit die europäische Nummer zwei, wenn es um die digitale Widerstandsfähigkeit im privaten und öffentlichen Sektor geht. Und laut AI Readiness Index von 2024/2025 rangiert das Land weltweit auf Platz 30 beziehungsweise in Mittelosteuropa hinter Estland auf dem zweiten Platz, wenn die Bereitschaft von Unternehmern zu Investitionen in KI analysiert wird.
 // VON Karin Rogalska
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Investitionen ins Stromverteilnetz bis 2025
Quelle: E&M / Pixabay
STATISTIK DES TAGES. Ein Schaubild sagt mehr als tausend Worte: In einer aktuellen Infografik beleuchten wir regelmäßig Zahlen aus dem energiewirtschaftlichen Bereich.
 // VON Redaktion MEHR...

 
Zur Vollansicht auf die Grafik klicken Quelle: Statista

Die Statistik zeigt die Entwicklung der Investitionen und Aufwendungen für die Netzinfrastruktur der Verteilnetzbetreiber in Deutschland in den Jahren 2015 bis 2025. Im Jahr 2025 planten die deutschen Verteilnetzbetreiber rund 11 Milliarden Euro in die Netzinfrastruktur zu investieren, inklusive Mess-/Steuereinrichtungen und Kommunikationsinfrastruktur. Die Werte basieren auf Angaben von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt.
 // VON Redaktion
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  TECHNIK
Quelle: Fotolia / XtravaganT
13,6 Milliarden Euro für Klimaschutz in Berlin
BIOMASSE. Der Berliner Senat und Landesunternehmen haben ihren Klimapakt unterzeichnet. Die BEW erhält eine Eigenkapitalspritze für Investitionen – auch in das umstrittene Holzheizkraftwerk.
Der „Klimapakt 2025-2030“ in Berlin ist unter Dach und Fach. Wie die Senatskanzlei am 27. Januar mitteilte, haben Politik und die landeseigenen Unternehmen das Papier vom November vergangenen Jahres unterschrieben. Die landeseigenen Unternehmen haben sich damit zu CO2-Einsparzielen verpflichtet. Nach dem Berliner Klimaschutz- und Energiewendegesetz soll der Ausstoß von Kohlendioxid bis zum Jahr 2030 um 70 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken. Bis zum Jahr 2030 investieren die 22 Unternehmen rund 13,6 Milliarden Euro in den Klimaschutz, heißt es. Das Land Berlin als Gesellschafterin stellt dafür 2,3 Milliarden Euro bis Ende des Jahrzehnts zur Verfügung.
 // VON Manfred Fischer MEHR...

„Wir investieren gezielt in ein leistungsfähiges Stromnetz, die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, den Ausbau von Photovoltaik auf unseren Dächern und die Elektrifizierung auf unseren Straßen“, wird Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) in einer Mitteilung zitiert. „Mit den milliardenschweren Investitionen aus dem Klimapakt sorgen wir für Innovation, Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit für unsere Landesunternehmen.“

Die BEW Berliner Energie und Wärme GmbH begrüßt den Pakt als wichtigen Schritt für die Umsetzung der Wärmewende. Bis 2030 sind Ausgaben in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro für die Dekarbonisierung der Fernwärme vorgesehen, schreibt das rekommunalisierte Unternehmen, das bis Mai 2024 zum Vattenfall-Konzern gehörte. Im Zuge des Klimapakts erhält die BEW vom Land nach eigenen Angaben 550 Millionen Euro in Form einer Eigenkapitalzuführung.

Geld, das die langfristige Finanzierungsfähigkeit der BEW absichern soll. Und damit auch das in Kritik geratene Projekt „Reuter“. „Bis 2030 planen wir eine weitere Reduktion unserer jährlichen Emissionen um rund 2,3 Millionen Tonnen CO2, insbesondere durch den Ausstieg aus der Kohle, den Ausbau erneuerbarer Wärmequellen, die Nutzung unvermeidbarer Abwärme sowie Power-to-Heat-Anlagen“, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Redaktion. „Hierbei hat auch die geplante Altholz- und Biomasse-KWK-Anlage am Standort Reuter einen Anteil.“ 

Holzindustrie und Umweltschützer kritisieren Pläne für Heizkraftwerk

Die Anlage befindet sich im Genehmigungsprozess. Zum Investitionsvolumen will die BEW derzeit noch keine Angaben machen. Von Umweltverbänden und auch aus der Holzindustrie kommt starke Kritik. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der BUND Berlin, Robin Wood und andere einschlägige Organisationen haben die BEW aufgefordert, den Antrag zurückzuziehen. Sie haben Bedenken wegen des Holzverbrauchs. „Pro Jahr sollen mindestens 250.000 Tonnen Frischholz beziehungsweise 130.000 Tonnen des trockeneren und damit leichteren Altholzes verbrannt werden“, monierten die Umweltschützer (wir berichteten).

Der Verband der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie (VHI) nannte „großmaßstäbliche Holzverbrennung“ einen Irrweg und warnte vor den Folgen für die Holzwirtschaft. Die für den Standort Reuter-West projektierten Einsatzdimensionen seien kein „moderater Einsatz von Biomasse“, „sondern mit Blick auf die Anfallmengen von Biomasse im Raum Berlin/Brandenburg und die bereits vorhandenen/in Projektierung befindlichen Verbrennungskapazitäten im Berliner Raum ein massiver Ausbau“. Bei den geplanten Brennstoffsortimenten handle es sich „nahezu ausschließlich um stofflich verwertbare Hölzer“, monierte der VHI und verwies auf die Antragsunterlagen.

Die BEW weist die Kritik zurück. „Wir setzen überwiegend auf Altholz, das am Ende einer nachhaltigen Nutzungskaskade energetisch verwertet wird. Ergänzend können Agrarholz aus Kurzumtriebsplantagen, Waldrestholz und Landschaftspflegematerial eingesetzt werden“, erklärt die Unternehmensprecherin. Die Anlage in Reuter sei „bewusst so ausgelegt, dass sie unterschiedliche holzartige Biomasse verarbeiten kann“.

Derzeit verbrenne man dort 700.000 Tonnen Steinkohle pro Jahr. Diese soll durch einen breiten Energiemix ersetzt werden. „Im Rahmen dieses Gesamtenergiemixes wird Biomasse in moderatem Umfang zum Einsatz kommen“, so der BEW-Sprecher. „Mit dem Ausstieg aus der Steinkohle 2030 wird unser Bedarf an Biomasse (vorrangig Altholz) voraussichtlich bei 150.000 Tonnen (atro) pro Jahr liegen.“

Auch im Berliner Senat setzt man auf Biomasse: „Die Verwendung von Biomasse dient als Brücke zu einer klimaneutralen Fernwärmeversorgung. Derzeit ist jedoch ein vollständiger Verzicht auf die Verwertung von Biomasse noch nicht möglich“, betont eine Sprecherin der Senatsverwaltung gegenüber der Redaktion. „Unser Landesunternehmen Berliner Energie und Wärme arbeitet derzeit weiter intensiv an der Dekarbonisierung der Wärmegewinnung und wird nach der zweiten Befassung im Aufsichtsrat im Frühjahr 2026 seinen neuen Dekarbonisierungsfahrplan öffentlich vorstellen.“
 // VON Manfred Fischer
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Projekt fördert Know-how über Smart Meter
Quelle: Shutterstock / Proxima Studio
SMART METER. Ein Projekt, an dem unter anderem die Asew, das Effizienznetzwerk für Stadtwerke, beteiligt war, hat den Nutzen intelligenter Messsysteme für kleine und mittlere Unternehmen untersucht.
Unter dem Dach des Virtuellen Instituts Smart Energy (Vise) sind die Partner des Projekts „Smart Metering in KMU“ der Frage nachgegangen, wie kleine und mittlere Unternehmen von Mehrwertdiensten im intelligenten Messwesen profitieren können.
 // VON Fritz Wilhelm MEHR...

Einer dieser Partner ist die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (Asew). Laut einer Mitteilung des Effizienznetzwerks für Stadtwerke wurde das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen.

Ziel des Projekts sei es gewesen, ein besseres Verständnis über Nutzen und Mehrwerte intelligenter Messsysteme für kleine und mittlere Unternehmen zu entwickeln. Damit soll es Anwendern möglich werden, die Systeme effektiv zur Hebung von Energieeffizienz-, Kostenreduktions- und Energiemanagementpotenzialen einzusetzen.

„Das Forschungsprojekt hat so einen Beitrag zur nutzerorientierten Gestaltung des Smart-Meter-Rollouts geleistet. Es hat darüber hinaus geholfen, die damit verbundenen positiven ökologischen Effekte zu optimieren“, sagt Stefan Schulze-Sturm, Leiter Forschungsprojekte bei der Asew.

Im Rahmen des Projekts wurden Anwendungstests mit ausgewählten Unternehmen durchgeführt. Dabei sollen unterschiedliche Versuchsgruppen betrachtet werden: Ein Teil der KMU hat zusätzlich zum intelligenten Messsystem eine kommerzielle Energiemanagementsoftware, die von Green Pocket bereitgestellt wurde, zur Visualisierung und Analyse der Energie- und Lastflüsse erhalten. Außerdem wurde mit einigen Unternehmen ein Ansatz des Vise-Instituts zur Visualisierung der Energieflüsse getestet. Darüber hinaus ist eine Video-Weiterbildungsreihe „Smart Meter verstehen und anwenden“ entstanden.
 

Neben der Asew gehören Green Pocket, die Universität Duisburg-Essen und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie zum Kreis der Projektpartner. Mit „VISE4KMU“ ist angesichts der Bedeutung von Smart-Energy-Themen bereits ein Nachfolgeprojekt in der Pipeline.

Das Vise ist eine Plattform für alle Themen rund um „Smart Energy“ und bringt Energieversorger und -dienstleister mit Forschungseinrichtungen und Verbänden zusammen. Die technische Leitung des virtuellen Instituts hat die TH Köln inne. Die ökonomische Leitung liegt bei der Ruhr-Universität Bochum. Das Vise legt den Fokus auf Projekte in Nordrhein-Westfalen.

Mehr Informationen zu „Smart Metering in KMU“, etwa die Ergebnisse einer Umfrage zum intelligenten Energiemanagement, stehen auf der Internetseite des Vise zur Verfügung.
 // VON Fritz Wilhelm
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Schleupen integriert KI-gestützte Serviceprozesse
Quelle: Pixabay / Aberrant Realities
IT. Schleupen setzt beim Kundenportal „CS.IT“ neu entwickelte KI-unterstützte Serviceprozesse ein, die konkrete Aufgaben im Kundenservice bearbeiten. Dazu wurde ein KI-Hub integriert. 
Die Schleupen SE weitet den Einsatz künstlicher Intelligenz aus und macht entsprechende Funktionen erstmals direkt für Anwender ihrer Softwareplattform „Schleupen.CS“ verfügbar. Im Mittelpunkt steht das Kundenportal CS.IT, das KI-unterstützte Serviceprozesse erhält. Die Anwendungen bearbeiten konkrete Aufgaben im Kundenservice von Versorgungsunternehmen.
 // VON Heidi Roider MEHR...

Dazu wurde in das Portal ein KI-Hub integriert, der die datenschutzkonforme Anbindung verschiedener Sprachmodelle ermöglicht, etwa Open AI, Google Gemini, Mistral AI, Perplexity oder auch lokale Large Language Models (LLMs), teilte Schleupen mit.

Bisher sind laut dem IT-Anbieter entsprechende Technologien im eigenen Kundenservice des Unternehmens eingesetzt worden. Studien zum Einsatz von KI in der Qualitätssicherung der Softwareentwicklung seien ebenfalls kürzlich erfolgreich abgeschlossen worden.

Web-Assistent für das Schleupens Kundenportal 

Als erste Anwendung stellt Schleupen einen Web-Assistenten für das Online-Kundenportal CS.IT vor, das gemeinsam mit dem Partner ITC AG entwickelt wurde. Der KI-basierte Chatbot unterstützt die Bearbeitung typischer Kundenanliegen und arbeitet vollständig mehrsprachig. Versorgungsunternehmen können damit auch fremdsprachige Kundengruppen automatisiert ansprechen.

Der Assistent steht rund um die Uhr zur Verfügung und lässt sich ohne Anmeldung im Kundenportal nutzen. Für die Unternehmen reduziert sich der Implementierungsaufwand durch vorgefertigte KI-Templates. Schleupen sieht Einsparpotenziale vor allem bei standardisierten Serviceprozessen. Der Assistent ist in die Plattform Schleupen.CS integriert und kann so beispielsweise auf Kunden-, Vertrags- und Zählerdaten zugreifen. Das System wird als SaaS-Lösung angeboten.

Nach Angaben des Unternehmens gewährleistet die Architektur eine datenschutzkonforme Verarbeitung personenbezogener Daten, unabhängig vom eingesetzten Sprachmodell. Der KI-Hub fungiert dabei als zentrale Schnittstelle zwischen Portal und Modellen. Weitere KI-gestützte Prozesse für zusätzliche Anwendungsfälle sollen folgen. Parallel nutzt Schleupen KI bereits im eigenen Kundenservice. 

KI in der Softwareentwicklung

Auch in der Softwareentwicklung baut Schleupen den KI-Einsatz aus. Kürzlich schloss das Unternehmen Studien zur Qualitätssicherung in der Softwareanalyse ab. Dabei prüft KI neue Funktionsbeschreibungen gegen bestehende Beschreibungen und identifiziert mögliche Inkonsistenzen.

Nach den abgeschlossenen Tests arbeitet Schleupen daran, diese Prüfmechanismen in den regulären Entwicklungsprozess zu integrieren. Ziel ist es, neue Funktionen frühzeitig in den Gesamtkontext der Software einzuordnen und den Abstimmungsaufwand in der Entwicklung zu reduzieren.
 // VON Heidi Roider
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Tesvolt bringt cybersicheren Großspeicher auf den Markt
Großspeicher Tallon ist kompatibel mit europäischen Wechselrichtern. Quelle: Tesvolt
SPEICHER. Der Batteriespeichersystem-Hersteller Tesvolt bringt einen 5.000-kWh-Speichercontainer auf den Markt. Der Speicher soll durch seine Steuerung besonders sicher gegen Cyberangriffe sein.
Das neue Produkt richtet sich explizit an Stadtwerke: Projektierer und Batteriespeicher-Hersteller Tesvolt aus der Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt) hat einen neuen Großspeicher mit dem Namen „Tallon“ im Portfolio. Zentrales Merkmal des Containers ist eine eigene Batterieparksteuerung. Sie soll Batterieparks robuster gegen Cyberangriffe machen, teilte der Hersteller mit. 
 // VON Heidi Roider MEHR...

„Viele Batteriecontainer unterscheiden sich heute kaum noch voneinander und fast alle kommen aus Asien. Wir kaufen sie auch dort, suchen solide, leistungsfähige Speicher aus – und machen dann etwas anders als viele andere: Wir integrieren unsere eigene Batterieparksteuerung, die für eine deutlich höhere Sicherheit gegenüber Cyberangriffen sorgt“, erklärt Simon Schandert, CTO und Co-Founder von Tesvolt. 

Alle Datenverbindungen des Batterieparkreglers „TESVOLT Energy Controller EZA pro L“ erfolgen nach Auskunft des Unternehmens ausschließlich über spezifische VPN-Tunnel, die Manipulationen von außen abhalten. Zusätzlich sind Datenverbindungen nach außen nur als Einbahnstraße ausgelegt und der Anlagencontroller sei durch eine spezielle Hardware vor direkten Zugriffen aus dem Internet geschützt. Tesvolt will damit typische Angriffspunkte bei vernetzten Großspeichern reduzieren.

Beim Thema Wechselrichter setzt der Hersteller nach eigenen Angaben auf europäische Hersteller. Hintergrund sind aktuelle Diskussionen auf EU-Ebene über die Sicherheit von Komponenten in kritischer Infrastruktur. Der Tallon ist unter anderem mit Wechselrichtern aus Deutschland und Spanien kompatibel. Das Unternehmen sieht in der Auswahl der Wechselrichter einen weiteren Beitrag zur Absicherung von Speicherprojekten. Betreiber sollen so Abhängigkeiten von einzelnen Herstellern verringern und regulatorische Risiken begrenzen können.

Service- und Vermarktungsmodell für Stadtwerke

Zudem bietet Tesvolt Stadtwerken und Versorgern ein One-Stop-Shop-Modell an. Es umfasst Projektplanung, Installation, Betrieb, Monitoring und die Vermarktung des gespeicherten Stroms. Alle Leistungen sollen digital aufeinander abgestimmt sein und aus einer Hand kommen. „Wir stellen Stadtwerken nicht nur den Batteriecontainer hin, sondern begleiten sie auf dem gesamten Weg zum wirtschaftlichen Batteriepark, auch beim Betrieb. Das klingt gar nicht so besonders, aber das macht bisher niemand sonst“, erklärte Sebastian Jänig, Leiter des Bereichs Großspeicherprojekte bei Testvolt.

Die Stromvermarktung übernimmt die Tochtergesellschaft „TESVOLT ENERGY“. Das Unternehmen arbeitet dabei mit mehreren Stromhändlern zusammen, die im Wettbewerb um die Vermarktungserlöse stehen. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit von Batterieparks für kommunale und gewerbliche Kunden zu steigern.

Der Speichercontainer Tallon hat einen modularen Aufbau. Betreiber können zwischen einem oder mehreren DC-Abgängen pro Container wählen und die Batterien auf verschiedene Wechselrichter verteilen. Dadurch lassen sich Leistung und Kapazität getrennt dimensionieren und später anpassen. Aufgrund des Brandschutzkonzepts erlaubt der Hersteller eine enge Aufstellung mehrerer Container.
 // VON Heidi Roider
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Protest vor den Stadtwerken Münster gegen einen Nottulner Windpark. Quelle: Volker Stephan
Stadtwerke Münster werten Protest als Rufschädigung
WINDKRAFT ONSHORE. Die Stadtwerke Münster sehen beim Protest gegen eines ihrer Windkraft-Projekte eine Grenze überschritten. Eine Initiative aus Nottuln versuche, den Ruf des Unternehmens zu schädigen.
Kein willkommener Besuch: Am Stammsitz der Stadtwerke Münster (SWM) hielten mehrere Dutzend Gegnerinnen und Gegner am 27. Januar eine Protestveranstaltung ab. Die als „Mahnwache“ gegen den geplanten Windpark Nottuln-Stockum bezeichnete Aktion fand am Tag der konstituierenden Sitzung des neuen SWM-Aufsichtsrats statt.
 // VON Volker Stephan MEHR...

Die Atmosphäre zwischen den Parteien scheint vergiftet. Die Initiative namens Windsinn-Nottuln hatte flankierend zu einer Klage gegen den Kreis Coesfeld (wegen dessen positiven Vorbescheids für den Windpark) einen offenen Brief an die Mitglieder des Aufsichtsrats geschickt. Die Stadtwerke selbst reagieren pikiert auf das Schreiben. Der Versorger werte Teile des Briefes „als den Versuch, unseren Ruf zu schädigen“, sagte eine Sprecherin der Stadtwerke auf Anfrage dieser Redaktion.

In dem offenen Brief, der der Redaktion vorliegt, spricht die Initiative davon, dass es in dem bewaldeten Planungsgebiet zu „Aktivitäten“ gekommen sei, „die möglicherweise auf die Vergrämung oder Tötung geschützter Tierarten schließen lassen – vielleicht als eine besondere Art der Vorbereitung auf notwendige Gutachten zur Erlangung einer Baugenehmigung“. An den Aufsichtsrat ging die Frage, ob er sich sicher sei, „dass die Stadtwerke Münster von solchen vermuteten Aktivitäten nichts wissen und weder direkt noch indirekt daran beteiligt sind“.

Initiative hatte Särge aufgestellt

Die Stadtwerke sehen darin ebenso eine Rufschädigung wie in mehreren Passagen, die „unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit“ infrage stellten. In dem Brief hatte die Initiative suggeriert, die Mitglieder des Aufsichtsrats müssten ohne entsprechende Versicherung („D&O“) für ein mögliches Scheitern des Millionen-Projekts mit ihrem Privatvermögen haften.
 

Den Brief werten die Stadtwerke insgesamt nicht als Beitrag zu einer „fairen und respektvollen Diskussion“, für die das Unternehmen grundsätzlich zur Verfügung stehe. Vielmehr arbeite die Initiative mit „Desinformation“ und setze dabei „vereinzelt bewusst unsachliche und grenzüberschreitende Mittel“ ein.

Auf einer Windmesse der Gemeinde Ende November hatte die Initiative Särge aufgestellt, auf denen laut Stadtwerken „geldgierige Ratten“ montiert waren. Eine solche Bildsprache empfinde das Unternehmen „nicht nur als polemisch und entmenschlichend, sondern sie ist auch historisch hoch belastet“.

Die Basis für eine weitere Auseinandersetzung um den sieben Anlagen großen Windpark sieht der Versorger angesichts der Entwicklung eher im Rahmen des regulären Genehmigungsverfahrens. Hier seien Fragen „sachlich und strukturiert“ zu klären. Zum jetzigen Zeitpunkt erwäge das Unternehmen nicht, rechtliche Schritte wegen Rufschädigung zu unternehmen, so die Sprecherin.
 // VON Volker Stephan
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Vielversprechendes Pilotprojekt zum Recruiting
Azubis bei EVM. Quelle: Lunnebach Media
PERSONAL. Die Energieversorgung Mittelrhein hat gute Erfahrungen mit der Integration ausländischer Fachkräfte gemacht. Diese haben den Weg für ein Pilotprojekt geebnet.
Die Energieversorgung Mittelrhein hat ihr Netzgebiet um 50.000 Zählpunkte im Zuge neuer Konzessionen erweitert. Den daraus resultierenden zusätzlichen Bedarf an Fachkräften und den sich aus verschiedenen Energiewende-Projekten ergebenden Bedarf an neuen Mitarbeitern, konnte der regionale Energieversorger 2024 mit Bewerbern aus dem Inland decken. Insgesamt 90 Vollzeitäquivalente – dies entspricht etwa 100 neuen Beschäftigten – umfasste der Bedarf.
 // VON Fritz Wilhelm MEHR...

Mittel- und langfristig hält es Mithun Basu allerdings für erforderlich, den Blick auch ins Ausland zu richten. „Die strukturelle Rezession in der Automobil- und Chemieindustrie spielt uns derzeit in die Karten“, sagt der EVM-Vorstand. Der allgemeine demografische Wandel, ein allgemein geringes Interesse für die MINT-Berufe, also Berufe mit technischen und naturwissenschaftlichen Inhalten, sowie die Tendenz junger Abiturienten, eher ein Studium als eine Berufsausbildung zu beginnen, seien drei Makrotrends, die den Unternehmen in der Energiewirtschaft jedoch weiter zusetzen werden.

„In vielen Ländern gibt es einen Fachkräftepool mit Menschen, die bereit sind, nach Deutschland zu kommen“, sagt Basu. Dieses Potenzial wolle man erschließen, wenn in der Region oder bundesweit nicht die passenden Kandidaten zu finden, zu haben oder zu halten sind.

Maßgeblich dafür seien die Erfahrungen mit einem Mitarbeiter, der vor rund zehn Jahren als Flüchtling aus dem Iran nach Deutschland gekommen war. In Koblenz wurde er dann zum Elektroniker für Betriebstechnik in der Wasserversorgung ausgebildet und machte anschließend seinen Meister.

Fachkräfte-Suche über spezialisierte Agenturen

„Die guten Erfahrungen, die wir mit ihm gemacht haben, und der Nachweis einer erfolgreichen Integration in ein bestehendes Team und ins Unternehmen, haben uns dann bestärkt, im Rahmen eines Pilotprojekts das Recruiting im Ausland anzugehen“, so Basu.

Über die beiden Agenturen „4EIGN Talents“ und „GloreSoft“ kam es auch zu erfolgreichen Abschlüssen. So arbeitet sich nun ein 33-jähriger Mann aus Marokko, der in seiner Heimat eine Ausbildung zum Industrieelektriker absolviert hat, als Stromnetzmonteur ein. Und zwei 21-jährige Männer aus Indien, die beide einen dem Abitur vergleichbaren Schulabschluss haben, haben ihre Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik begonnen. Sie sollen später einmal als Monteure im Bereich Rohrnetze tätig sein.

Gerade für die Gassparte sei es hierzulande relativ schwierig, junge Leute zu begeistern. Erfahrungsgemäß sei in deren Augen das Gasnetz meist kein zukunftsfähiges Betätigungsfeld, selbst wenn man die Umwidmung der Leitungen für den Wasserstofftransport in Betracht ziehe. Vor diesem Hintergrund sei es sehr hilfreich, den Blick ins Ausland zu richten. Basu betont allerdings: „Wir gehen Schritt für Schritt vor: Wir suchen erst hierzulande und erst, wenn wir nicht fündig werden, geben wir einen Suchauftrag an die Agenturen.“
 

Grundvoraussetzung für den Einstieg bei der EVM ist die Sprache. Alle neuen Mitarbeiter müssen mindestens das Sprachniveau B1 mitbringen, am besten B2, wie die drei neuen Mitarbeiter aus Marokko und Indien. Die zweite Grundvoraussetzung ist die Bereitschaft, sich in Deutschland zu integrieren − ins Unternehmen und in die Gesellschaft. „Bei Menschen, die in ihrem Heimatland schon mit Erfolg Deutsch gelernt haben und sich für eine qualifizierte Ausbildung in Deutschland interessieren, kann man sicherlich von einer Offenheit gegenüber der deutschen Kultur und einer gewissen Integrationsbereitschaft ausgehen“, meint der EVM-Vorstand und weist darauf hin, dass das Unternehmen natürlich auch dabei hilft, in Deutschland „anzukommen“. Schließlich ist den Verantwortlichen der EVM durchaus bewusst, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Deshalb werden Kollegen und Führungskräfte auch interkulturell sensibilisiert und geschult.

Aktuell läuft das Recruiting-Pilotprojekt noch. Mitte des laufenden Jahres soll dann über neue Suchaufträge entschieden werden.

Einen ausführlichen Beitrag zum Recruiting bei EVM lesen Sie in der Printausgabe von Energie & Management vom 1. Februar.
 // VON Fritz Wilhelm
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Geschäftsführerwechsel bei den Stadtwerken Güstrow
Quelle: Shutterstock / Nep0
PERSONALIE. Winfried Bentke übernimmt die Geschäftsführung bei den Stadtwerken Güstrow. Sein Vorgänger Jonas Graßhoff wechselt zu den Stadtwerken im baden-württembergischen Nürtingen. 
Bei den Stadtwerken Güstrow im Landkreis Rostock übergibt Jonas Graßhoff zum 1. März die Leitung an Winfried Bentke. Dies teilte der Versorger am 28. Januar mit. Im Herbst vergangenen Jahres hatten die Stadtwerke bekannt gegeben, dass Graßhoff nach vier Jahren seinen Posten abgibt, um im baden-württembergischen Nürtingen die Position des Geschäftsführers des dortigen Versorger zu übernehmen (wir berichteten).
 // VON Heidi Roider MEHR...

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Stadtwerke Güstrow, Torsten Renz, dankte Graßhoff für die gute Zusammenarbeit. Graßhoff habe die Stadtwerke Güstrow in anspruchsvollen Zeiten „sehr umsichtig geführt und wichtige strategische Weichenstellungen vorgenommen“. Renz: „Er hinterlässt ein gut aufgestelltes Unternehmen.“ 

Die Übergabe in Güstrow beginnt bereits am 15. Februar und „stellt sicher, dass alle laufenden Projekte und strategischen Initiativen nahtlos fortgeführt werden können“, teilte der Versorger dazu weiter mit. Mit Bentke übernimmt nun ebenfalls ein Manager mit Erfahrung im Energie- und Versorgungssektor die Geschäftsführung. 

In Nürtingen übernimmt Jonas Graßhoff die Geschäfte vom langjährigen Chef Volkmar Klaußer. Dieser hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen seit längerer Zeit nicht mehr ausüben können, woraufhin die Stadt als Mutterunternehmen eine Nachfolgelösung anstreben musstze (wir berichteten).
 // VON Heidi Roider
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Chefwechsel bei der Windkraft Bodensee-Oberschwaben
Katharina Schneider ist neue Geschäftsführerin der Windkraft Bodensee-Oberschwaben und folgt auf Helmut Hertle. Quelle: WKBO
PERSONALIE. Katharina Schneider ist die neue Geschäftsführerin der Windkraft Bodensee-Oberschwaben GmbH & Co. KG (WKBO) mit Sitz in Ravensburg. 
Die Windkraft Bodensee-Oberschwaben GmbH & Co. KG (WKBO) mit Sitz in Ravensburg hat mit Katharina Schneider seit 1. Januar eine zweite Geschäftsführerin. Das teilte der Windparkprojektierer am 28. Januar mit. Dabei handelt es sich um eine Gesellschaft der Technischen Werke Schussental (45 %), des Stadtwerks am See (45 %) sowie der Stadtwerke Bad Saulgau (10 %) . 
 // VON Heidi Roider MEHR...

Die Doppelspitze ist jedoch nur vorübergehend. Mit der offiziellen Inbetriebnahme des Windparks Röschenwald, die planmäßig im Frühjahr 2026 stattfinden soll, wird Helmut Hertle sein Amt bei der WKBO abgeben und sich von da an ausschließlich seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der TWS Netz GmbH widmen. 

„Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, den Staffelstab zu übergeben, damit Katharina Schneider die künftigen Projekte von Anfang an betreuen kann“, sagte Helmut Hertle. Der 63-Jährige hat die WKBO seit ihrer Gründung im Juli 2012 als Geschäftsführer geleitet.

Aktuell realisiert die WKBO gemeinsam mit der Alterric Deutschland GmbH insgesamt vier Windkraftanlagen im Röschenwald auf der Gemarkung der Gemeinde Wolpertswende. Aufgabe der WKBO ist die Entwicklung von Windkraftprojekten in der Region Bodensee-Oberschwaben.
 // VON Heidi Roider
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Neuer CCO bei Hansen Technologies
Quelle: Shutterstock / Jirsak
PERSONALIE. Die kommerzielle Steuerung der Abrechnungssoftware „powercloud“ wird neu organisiert. Ab 1. März bündelt Hansen Technologies Germany Markt- und Kundenverantwortung.
Zum 1. März wird Ulrich Redmann die neu geschaffene Position des Chief Commercial Officer (CCO) übernehmen und den Bereich Market and Commercial Operations in Deutschland verantworten. Redmann übernimmt damit die Gesamtverantwortung für sämtliche Kunden von Hansen Technologies Germany. Das Unternehmen firmierte früher unter dem Namen „powercloud“ und gehört heute zum internationalen Hansen-Konzern. Ziel der Neustrukturierung ist es laut Unternehmen, Markt-, Vertriebs- und Kundenverantwortung enger zusammenzuführen und klarer zu steuern. Unverändert bleibt die Geschäftsführung von Hansen Technologies Germany. Geschäftsführer ist weiterhin John May.
 // VON Davina Spohn MEHR...

Hansen verweist in einer Mitteilung vom 28. Januar auf 25 Jahre Branchenerfahrung, die Redmann mitbringe. Stationen seiner Laufbahn lagen unter anderem bei Vattenfall, Siemens, Adesso sowie der „msgGruppe“ mit der Beratungseinheit „m3 management consulting“. Zuletzt arbeitete Redmann als Executive Advisor und unterstützte Energieversorger und Stadtwerke in Deutschland bei Wachstums- und Transformationsstrategien sowie bei digitalen Projekten.
 

Hansen Technologies bezeichnet sich als globaler Anbieter von Software und Dienstleistungen für die Energie-, Versorgungs- und Telekommunikationsbranche. Zum Leistungsspektrum zählen unter anderem Abrechnungs- und Kundenmanagementsysteme, die Entwicklung und Bereitstellung digitaler Produkte sowie Dienstleistungen rund um Ertragsmanagement, Datenanalyse und Kundensupport.
 // VON Davina Spohn
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MARKTBERICHTE

STROM
GAS
Energienotierungen zeigen sich uneinheitlich
Quelle: E&M
MARKTKOMMENTAR. Ein Schaubild sagt mehr als tausend Worte: In einer aktuellen Infografik beleuchten wir regelmäßig Zahlen aus dem energiewirtschaftlichen Bereich.
Uneinheitlich haben sich die Energiemärkte am Mittwoch gezeigt. Der deutsche Strommarkt wies keine klare Tendenz auf, Gas gab nach. Entspannend auf die Märkte wirken Wettervorhersagen, die für die erste Februardekade von leicht überdurchschnittlichen Temperaturen in Deutschland und Nordwesteuropa ausgehen. Unsicherheit geht indessen weiterhin von der Geopolitik aus. Im Mittleren Osten ziehen die USA eine Flotte zusammen, die einen Angriff auf Iran ausüben könnte, sollte US-Präsident Donald Trump glauben, mit dem Mullah-Regime noch eine Rechnung offen zu haben. Dies könnte bald wieder für steigende Risikoprämien bei Öl und Gas sorgen.
 // VON Claus-Detlef Großmann MEHR...

Strom: Uneinheitlich hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Mittwoch gezeigt. Der Day-Ahead verlor im Base 4,25 auf 132,75 Euro/MWh und im Peak 6 auf 154 Euro/MWh. An der Börse kostete der Donnerstag 132,40 Euro in der Grundlast und 163,62 Euro in der Spitzenlast. Der Preisrückgang beim Day-Ahead ist laut Händlern die Folge höherer Stromimporte. Diese dürften sich am Donnerstag auf 3 GW belaufen gegenüber nur 0,2 GW am Berichtstag. Die Einspeiseleistung der Erneuerbaren soll dagegen laut Eurowind auf 21,8 GW von 24 GW zurückgehen. Für die Folgetage wird mit tendenziell höheren Werten gerechnet. Am Dienstag der kommenden Woche soll die Einspeiseleistung der Erneuerbaren bei über 40 GW liegen.

Am langen Ende des Strommarktes zeigte sich das Cal 27 trotz der Abgaben am Gas- und CO2-Markt mit einem Aufschlag von 0,38 auf 85,38 Euro/MWh.

CO2: Die CO2-Preise haben sich am Mittwoch mit Abgaben gezeigt. Bis gegen 13.44 Uhr verlor die Benchmark Dec 26 um 0,93 auf 87,44 Euro/Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 12,4 Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 88,54 Euro, das Tief bei 87,26 Euro. Bis zum Freitag vergangener Woche haben spekulative Anleger ihre Nettolongpositionen um 13,5 Millionen auf 112,5 Millionen Tonnen ausgebaut. Das ist der größte Rückgang innerhalb von neun Monaten und ein Indiz, dass spekulativ orientierte Anleger den CO2-Markt nunmehr minder bullish einstufen als zuvor.
 

Erdgas: Schwächer haben sich die europäischen Gaspreise am Berichtstag gezeigt. Der Frontmonat Februar am niederländischen TTF verlor bis 13.48 Uhr 1,25 auf 37,48 Euro/MWh. Am deutschen THE sank die Notierung für den Day-Ahead um 0,92 auf 40,10 Euro/MWh. Nach einer mehrtägigen Rallye sind die Erdgas-Notierungen deutlich zurückgegangen. Händler sehen markttechnische Gründe für die Abgaben, zudem scheinen Wetterprognosen einer fortgesetzten Kältewelle in Deutschland und Nordwesteuropa zunächst vom Tisch zu sein. Das US-Wettermodell rechnet für die gesamte erste Februardekade mit leicht überdurchschnittlichen Temperaturen und einem zunächst durchschnittlichen Windaufkommen.

Der Wintersturm „Fern“ hat in den USA den Gasflow zu den Exportterminals von LNG zwar deutlich reduziert, doch gehen Analysten davon aus, dass sich die Lieferungen bald wieder erholen werden. Der Gasflow aus Norwegen beträgt aktuell 328,2 Millionen Kubikmeter und liegt damit infolge von Wartungsarbeiten etwas unter dem Niveau der vergangenen Wochen, als zwischen 340 Millionen und 350 Millionen Kubikmeter exportiert wurden.
 // VON Claus-Detlef Großmann
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