„Die große Nachfrage bestätigt, dass die E-world für die Energiewirtschaft eine unverzichtbare Plattform ist“, sagt Stefanie Hamm. Die Zahlen unterstreichen diesen Anspruch. Zum Jubiläumsjahr erwartet die Geschäftsführerin der E-world GmbH rund 1.000 Aussteller aus mehr als 30 Nationen.
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Die Messe wächst damit weiter und bleibt eines der größten europäischen Branchentreffen der Energie- und Wasserwirtschaft. Für die drei Messetage prognostizieren die Veranstalter bis zu 35.000 Fachbesucher. Der Fachbesucheranteil liegt traditionell bei weit über 90 Prozent.
Das Ausstellungsangebot deckt die gesamte energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette ab. Schwerpunkte sind Strom, Gas und Wasser, ergänzt um erneuerbare Energien, Wasserstoff, Speichertechnologien sowie Digitalisierung und Smart-Energy-Lösungen. Stark vertreten sind außerdem Anbieter aus den Bereichen Energiedienstleistungen, Energiehandel, Netze, IT, Abrechnungssysteme und Beratung.
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| Quelle: E-world energy & water GmbH |
Bereits am 9. Februar, einem Tag vor dem offiziellen Messebeginn, fand im Hotel Atlantic in Essen das „Führungstreffen Energie 2026“ statt. Die Konferenz richtet sich an Vorstände, Geschäftsführer und Bereichsleiter aus Versorgungsunternehmen, Stadtwerken und Industrie. Im Mittelpunkt stehen strategische Fragen zur Transformation der Energiesysteme, zur Investitionssicherheit sowie zu regulatorischen und geopolitischen Rahmenbedingungen.
Parallel zur Ausstellung bietet die E-world ein umfangreiches Konferenz- und Forenprogramm. Das Gesamtprogramm ist mehrsprachig ausgelegt, Vorträge und Diskussionsrunden werden in Deutsch und Englisch angeboten, häufig mit simultaner Übersetzung. Der Besuch der Fachforen ist im regulären Messeticket inkludiert.
Über die E-world Community, eine digitale Plattform, kann das Programm bereits vorab eingesehen und ergänzt werden. Wer sich orientieren will, kann sich grob merken: Das „Change Forum“ steht für Innovation und neue Arbeitswelten, „Future Forum“ und „New Energy Systems Forum“ bündeln Fragen rund die Politik, Märkte und Systemfragen, das „Climate Solutions Forum“ behandelt Netze und Wärme.
Change Forum, Halle 4Im Change Forum geht es über alle drei Tage um die „Maschinenräume“ der Transformation: Start-ups, Skalierung, neue Technologien, aber auch ganz handfest um Prozesse und Anwendungspraxis. Der erste Tag ist als „Transforming the Energy Sector“ angekündigt und zielt auf die Frage, welche Technologien und Akteure die Umstellung im Energiesektor treiben.
Konkreter wird es mit Themen wie intelligenten Energiehubs und dem Umgang mit Netzengpässen, außerdem tauchen digitale Werkzeuge und Robotik regelmäßig als Hebel auf. Am dritten Tag rücken mit dem „Career Day“ zudem Karriere und Einstieg in die Branche stärker in den Fokus, eingebettet in das Forumprogramm.
Future Forum, Halle 5Das Future Forum ist die Bühne für Leitplanken und Gegenwind: Politik, Regulierung, Resilienz und die Frage, wie das System stabil bleibt, wenn es gleichzeitig schneller umgebaut werden soll. Im Programm finden sich etwa Panels zum Übergang vom nationalen Emissionshandelssystem (nEHS) in Richtung EU ETS2, zur Rolle von Carbon Management und zu Resilienz kritischer Infrastrukturen. Dazu passt, dass Flexibilität und Speicher als Querschnittsthema auftauchen, weil sie sowohl Markt- als auch Netzfragen berühren.
New Energy Systems Forum, Halle 5Direkt nebenan setzt das New Energy Systems Forum stärker auf Marktdesign, Handel und die Praxis der Integration: Hier geht es um Trading, Finanzierung und um die Frage, wie aus technischen Optionen tragfähige Betriebs- und Geschäftsmodelle werden. Ein Beispiel aus dem Programm ist die Diskussion, wie künstliche Intelligenz die Nachhandelsabwicklung im Energiehandel verändern könnte.
Ein weiteres Motiv ist die „Brücke“ zwischen Großhandels- und Endkundenwelt: Wenn neue Akteure, Plattformen und Aggregatoren mitmischen, verschieben sich die Rollen bei der Preisbildung und Systemverantwortung.
Climate Solutions Forum, Halle 6Im Climate Solutions Forum wird es technologisch und infrastrukturell: Gasmarktfragen, Stromnetze, Wärme und Gebäude sind als große Blöcke im Programm erkennbar. Gleich zu Beginn steht die Debatte, welche Rolle Erdgas im europäischen Energiesystem zwischen Versorgungssicherheit, Marktmechanismen und Klimazielen spielen kann. Dazu kommen Themen wie Netzausbau, Digitalisierung der Netze und Wärmewende, die im Forum über mehrere Formate hinweg aufgegriffen werden.
// VON Stefan Sagmeister WENIGER