14. Februar 2026
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Glasfaser-Bautrupps buddeln angeblich blindlings drauflos
Quelle: Shutterstock / CDuschinger
GASNETZ.  Einer der großen ostdeutschen Gasnetzbetreiber hat jetzt genug von Glasfaser-Tiefbaufirmen, die angeblich grob fahrlässig sein Netz angraben: Er will sie in Regress nehmen.
Laut einer eigenen Schadensstatistik, aus der der große ostdeutsche Gas-Verteilnetzbetreiber NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg jetzt zitiert, geht angeblich hervor: Nicht einmal die Hälfte der Tiefbau-Unternehmen ist ihrer gesetzlichen Pflicht nachgekommen, vor Beginn der Planungen und Tiefbau-Arbeiten eine Leitungsauskunft einzuholen.
// VON Georg Eble  MEHR...

Dies sei umso unverständlicher, so die NBB, als deren Tochter Infrest Infrastruktur E-Straße kostenfrei über das Portal „Leico – Leitungs-check-online“ Informationen über zahlreiche deutsche Leitungs- und Infrastrukturbetreiber zur Verfügung stellt, oberirdische Schilder auf Gasleitungen hinweisen; und als die NBB interessierte Firmen bei größeren Breitband-Projekten ebenfalls kostenlos an der vorgesehenen Baustelle einweist − auf Anforderung, wenn sie denn kommt.

Laut der Unternehmensstatistik beläuft sich der Schaden durch unsachgemäße Tiefbauarbeiten von Firmen und Privatleuten am Gasnetz der Gasag-Tochter NBB auf knapp 900.000 Euro. Und er hat sich dem jüngsten Bauschadensbericht der VHV-Versicherungen zufolge zwischen 2015 und 2023 erhöht. Das NBB-Netz erstreckt sich nicht nur über Berlin und Teile Brandenburgs, sondern auch Teile Sachsens und Sachsen-Anhalts.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr 242 Rohrleitungsschäden zusammen. Häufigste Auslöser sind immer noch Baggerzugriffe, die in den NBB-Netzen in Berlin und in der Region jeweils über 135 Mal zu Störungen geführt haben und Kosten von gut 450.000 Euro verursachten.

Schadensursache Nummer zwei: „Erdraketen“

Mit 33 Vorfällen sind aber sogenannte „Erdraketen“, die vor allem in der Region beim Breitbandausbau verwendet werden, zweithäufigste Ursache für kostenintensive Schäden am Gasnetz. Die dadurch entstandenen Kosten beliefen sich 2025 auf mehr als 162.000 Euro.
 
 
Erdraketen heißen offiziell „pneumatisch betriebener Verdrängungshammer“. Sie werden häufiger im Tiefbau eingesetzt, weil sie effektiv sind und die Vegetation schonen. Zur Leitungsverlegung müssen keine kompletten Baugräben mehr ausgehoben werden. Von der Startgrube ausgehend wird die Erdrakete bis zu 15 Meter durch das Erdreich getrieben, so dass eine Röhre entsteht, in die Leitungen in einem Arbeitsgang mit eingezogen werden.

Besteht vor dem Einsatz von Erdraketen keine ausreichende Kenntnis über die Lage vorhandener Infrastrukturleitungen im Erdreich oder werden die Arbeiten von unzureichend qualifiziertem Personal durchgeführt, kommt es oftmals zu Schäden.

So hatte in der Gemeinde Schönwalde/Glien im Landkreis Havelland der Einsatz einer Erdrakete beim Glasfaserausbau im März 2024 eine Kettenreaktion ausgelöst: Da die beschädigte Versorgungsleitung für Gas im Kreuzungsbereich dreier Straßen lag, musste die NBB zur Schadensbeseitigung an mehreren Stellen Baugruben ausheben lassen, um die Gasausfuhr zu stoppen und die Leitung zu reparieren. Das hatte unter anderem eine mehrtägige Beeinträchtigung des Straßenverkehrs zur Folge.

Eine Firma meinte, mit Panzertape sei es getan

In einem der jüngsten Fälle hatte die mit dem Glasfaserausbau beauftragte Firma den durch sie verursachten Gasaustritt sogar zu verschleiern versucht, indem sie das in der Leitung entstandene Loch mit Panzertape abdichtete. „Ein solches Verhalten ist nicht nur unprofessionell, sondern vor allem unverantwortlich“, betont Maik Wortmeier, Vorsitzender der NBB-Geschäftsführung. Da die NBB das Gasnetz rund um die Uhr digital und physisch überwacht, wurde der Schaden schnell entdeckt und behoben. Inzwischen hat die NBB juristische Schritte gegen die Verursacherfirmen eingeleitet.

Weitere Gründe, die zu Störungen in der Gasnetzinfrastruktur führen, sind Schacht- und Abrissarbeiten sowie der unsachgemäße Einsatz von handgeführten Werkzeugen wie Bohrhammer oder Trennschleifer.

„Die Häufigkeit von Leitungsschäden lässt sich vor allem mit der stetig steigenden Verdichtung der Leitungsinfrastruktur im Baugrund erklären“, steht im Bauschadensbericht der VHV-Versicherungen. Die unsachgemäße Bedienung von Baggern sei noch immer die führende Ursache bei Tiefbauschäden.
// VON Georg Eble
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  POLITIK & RECHT
Quelle: Pixabay / Simon
Bayern definiert Flächenziele
WINDKRAFT ONSHORE. Der bayerische Freistaat hat „Orientierungswerte“ für die Flächen zur Windkraftnutzung ausgewiesen. Im Bundesrat macht sich die Staatsregierung für das Ziel der ehemaligen Ampel stark.
„Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“ Diesen Satz, der Konrad Adenauer zugeschrieben wird, kann man sich aus dem Mund von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), dessen Vorbild Franz-Josef Strauß ist, freilich nicht vorstellen. Gleichwohl vermag auch die bayerische Spitzenpolitik sich anders zu besinnen. Die Ziele des Windenergieflächenbedarfsgesetzes (WindBG) für das Jahr 2032 „evaluieren wir“, heißt es im Koalitionsvertrag der Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD.
 // VON Manfred Fischer MEHR...

Nun stellt die weiß-blaue Landesregierung fest: „Aktuell wird im Bund darüber diskutiert, vom 2-Prozent-Ziel abzuweichen. Das entwertet laufende Planungen und schafft Rechts- und Investitionsunsicherheit“, wird Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in einer Mitteilung der Staatsregierung zitiert.

Bayern sei das einzige Bundesland, das das Flächenziel des WindBG für 2032 noch nicht in eine landesrechtliche Regelung überführt hat, erklärt Jürgen Quentin, Referent Energiewirtschaft und EEG bei der Fachagentur Wind und Solar. Hintergrund: Die Flächenausweisung obliegt in Bayern 18 Regionen, per Landesgesetz erhalten sie die Verantwortung dafür, dass die Ziele erreicht werden.

Große Unterschiede zwischen weiß-blauen Regionen

Nach dem WindBG müssen in Bayern bis Ende 2027 1,1 Prozent der Landesfläche für Windenergieanlagen ausgewiesen werden, bis Ende 2032 müssen es bayernweit 1,8 Prozent sein. Derzeit sind laut Aufstellung des Wirtschaftsministeriums vom Februar dieses Jahres etwa 0,9 Prozent der Fläche Bayerns in den Regionalplänen als Vorrang- oder Vorbehaltsgebiete ausgewiesen. Weitere 0,2 Prozent der Landesfläche seien bauleitplanerisch für die Windenergienutzung gesichert.

Zwischen den Planungsregionen zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. In einigen ist das 1,1-Prozent-Ziel bereits erreicht oder sogar übertroffen, in anderen sind die Fortschreibungsverfahren noch nicht abgeschlossen, wie aus dem Papier des Ministeriums hervorgeht.

Nun schiebt der Freistaat an. Am 13. Februar hat das Wirtschaftsministerium Orientierungswerte für die Windenergie-Teilflächenziele bis 2032 veröffentlicht. Da das Potenzial für Windenergie in einigen Regionen begrenzt ist, habe man eine „Modellverteilung“ entwickelt, teilt das Haus mit. Grundlage hierfür sei eine Potenzialanalyse des Ökoenergie-Instituts Bayern am Landesamt für Umwelt. Das Modell definiert 2032er-Teilflächenziele, die zwischen 1,3 und 2,1 Prozent der jeweiligen Regionsfläche ausmachen.

So sind etwa für die Regionen Allgäu und Oberland, die alpine Gebiete einschließen, 1,4 Prozent als Teilflächenziel bis 2032 vorgeschlagen. Für Oberfranken und die nördliche Oberpfalz sind es 2,1 Prozent. Die Werte seien „als unverbindliche Orientierungs- und empfohlene Mindestwerte zu verstehen, bis sie endgültig im Landesentwicklungsprogramm (LEP) festgeschrieben werden“, betont das Staatsministerium.

Planungen laufen oft direkt auf das Jahr 2032 hin

Wirtschaftsminister Aiwanger verweist darauf, „dass inzwischen die Mehrheit der Regionen in Bayern – trotz der noch ausstehenden Bestätigung des Flächenziels 2032 durch den Bund – die Windenergiesteuerung erfolgreich umgesetzt hat“. Und er fügt hinzu: „Mit unseren richtungsweisenden Orientierungswerten konnten wir in einigen Regionen die Spannungen vor Ort reduzieren.“

Jürgen Quentin sieht den bayerischen Schwenk positiv: „Hier findet erfreulicherweise ein Umdenken statt“, sagt er. In der letzten bundesweiten Auswertung der Fachagentur Ende Dezember 2024 lag die „anrechenbare Fläche“ in Bayern bei 0,6 Prozent. Die Differenz zum 2027er-Ziel betrug demnach 0,5 Prozent, zum 2032er-Ziel 1,2 Prozent. Andernorts war man schon weiter. In Hessen war das Flächenziel für 2027 sogar 0,1 Prozent überschritten, zum 2032er-Ziel fehlten noch 0,2 Prozent. Nordrhein-Westfalen lag 0,1 Prozent unter dem Soll für 2027, aber noch 0,8 Prozent unter dem für 2032.

Viele Landkreise planten direkt auf das 2032er-Ziel, berichtet Quentin. Weil die Verfahren sehr aufwändig seien, wolle man das in einem Schritt erledigen und nach 2027 nicht noch einmal beginnen. Aufs Tempo drückt vor allem Baden-Württemberg. Quentin hebt das dortige Landesgesetz hervor, wonach die Planung auf das 1,8-Prozent-Ziel hin bis Herbst 2026 abgeschlossen sein soll.
 // VON Manfred Fischer
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Frankreich setzt verstärkt auf Kernenergie, weniger auf Erneuerbare
Quelle: Fotolia / daboost
FRANKREICH. Frankreich setzt künftig noch mehr auf Atomenergie: Geplant sind neue Kraftwerke und längere Laufzeiten. Bei Windrädern tritt Paris hingegen auf die Bremse. Warum?
Frankreich will den Ausbau der Atomenergie verstärkt vorantreiben. Die neue Strategie zur Energieversorgung des Landes sieht den Bau von sechs neuen Atomkraftwerken ab 2038 sowie die Option zum Bau von acht weiteren AKW vor. Um alle 57 bestehenden Atomkraftwerke am Netz zu halten, wird auf eine Verlängerung der Laufzeit auf 50 oder 60 Jahre gesetzt. Die in der vorherigen Mehrjahresplanung noch vorgesehene Stilllegung älterer Atommeiler ist damit vom Tisch.
 // VON dpa MEHR...

Die Produktion von Atomstrom, der rund zwei Drittel der französischen Elektrizitätsversorgung abdeckt, soll bis 2030 erhöht werden, erklärte Frankreichs Premier Sebastien Lecornu bei der Vorlage der neuen Strategie. Frankreich ist nach den USA der zweitgrößte Atomstromproduzent und exportiert diesen unter anderem auch nach Deutschland. Der Ausbau erneuerbarer Energien soll nach der neuen Strategieplanung eine zweite Säule der französischen Energieversorgung bleiben, teils aber langsamer als bisher geplant erfolgen.

Weniger neue Windkraftanlagen

Dies ist bei Offshore-Windparks der Fall, wo es bei geplanten Projekten teils an Kandidaten mangelt und die Anbindung an die Stromnetze gewährleistet werden muss. Auch bei Windkraftanlagen an Land, wogegen sich in Frankreich häufig Widerstand regt, werden die Ausbauziele nach unten korrigiert. Der Schwerpunkt soll auf die Modernisierung bereits bestehender Windkraftanlagen gelegt werden, auch um die Beeinträchtigung der Landschaft zu reduzieren.

Die Neuauflage von Frankreichs Energiestrategie hatte sich wegen eines politischen Streits um deren Ausrichtung jahrelang verzögert. Konservative und Rechte wollen im Wesentlichen auf Kernkraft setzen und halten nicht viel von Investitionen in erneuerbare Energien, wie sie aus dem linken und grünen Lager gefordert werden. Angesichts unklarer Machtverhältnisse im Parlament galt es für Premier Lecornu, die unterschiedlichen Sichtweisen abzuwägen. Ziel der neuen Strategie ist es, den Anteil fossiler Energiequellen an Frankreichs Versorgung von 58 Prozent im Jahr 2023 auf 40 Prozent bis 2030 zu senken.
 // VON dpa
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  HANDEL & MARKT
37.000 Fachbesucher trafen auf der E-world 2026 auf rund 1150 Aussteller. Quelle: E-world GmbH
Branchentreffen mit Rekordzahlen
E-WORLD 2026. Mehr Hallen, mehr Aussteller, mehr Besucher: Im Jubiläumsjahr verzeichnet die E-world energy & water Rekordzahlen − mal wieder.
Schon bei der Eröffnungskonferenz der E-world 2026 am 10. Februar hatte Kerstin Andreae, die Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW, mit lobenden Worten nicht gespart: „Kompliment, Herr Dr. Ellwanger, ich glaube Sie fangen jedes Jahr die Pressekonferenz damit an, dass es größer ist als letztes Jahr. Wirklich klasse“, sagte sie zu Conenergy Vorstand Niels Ellwanger, der als Mitveranstalter zuvor den offiziellen Startschuss für die 25. E-world gegeben hatte − und tatsächlich Rekord über Rekord im Jubiläumsjahr vermeldete. 
 // VON Katia Meyer-Tien MEHR...

Von einer halben Halle Drei im Jahr 2021 sei die Messe stetig gewachsen: Erstmals belegte sie in diesem Jahr sechs Hallen auf dem Essener Messegelände, die mit knapp 1.150 Ausstellern − rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr − vollständig ausgebucht waren. Insbesondere der Bereich „Innovationen“ habe durch die Neubelegung der Halle um 40 Prozent wachsen können, auch hätten viele Aussteller die Möglichkeit genutzt, ihre Stände zu vergrößern, sagte Ellwanger. 

Zwei Tage später ist in der Abschlusspressemitteilung der Veranstalter von weiteren Rekorden zu lesen: 37.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher haben die Messe besucht, so viele wie nie zuvor. Mehr als 30 Prozent der Unternehmen kamen aus dem Ausland, bei den Gästen lag der internationale Anteil ebenfalls bei rund 30 Prozent: Auch das ein neuer Rekordwert. Insgesamt waren Teilnehmende aus 126 Nationen vertreten, 50 mehr als im Vorjahr. Besonders stark repräsentiert waren Großbritannien, die Niederlande, die Schweiz, Italien und Belgien. 

Zusätzliche Hallen für 2027 geplant​ 

„Diese intensiven drei E-world-Tage haben einmal mehr gezeigt, welchen Stellenwert der persönliche Austausch für die Energiewirtschaft hat. Volle Messehallen und Gespräche auf allen Ebenen, auch zwischen Politik und Wirtschaft, sowie die Tatsache, dass sieben von zehn Gästen Entscheider mit hoher Einkaufs- und Beschaffungskompetenz sind, sprechen eine klare Sprache: Die E-world ist der Ort, an dem die Energiewende konkret wird“, lässt sich Stefanie Hamm, Geschäftsführerin der E-world GmbH, zitieren. 

Thematisch dominierten die Versorgungssicherheit, die kürzlich verabschiedete Kraftwerksstrategie und der diskutierte Kapazitätsmechanismus. Hinzu kamen Anwendungen von Künstlicher Intelligenz zur Steuerung erneuerbarer Erzeugung und Nachfrage, Speicherlösungen, Photovoltaik-Anlagen für Parkflächen und Lagerplätze sowie Konzepte für Kommunen. Auch Technologien zum Schutz kritischer Infrastrukturen und rund um den Smart-Meter-Rollout waren stark vertreten. 

Mit dem Tag der Konsulate und dem neuen Tag der Kommunen setzte die Messe zusätzliche Schwerpunkte auf internationalen Austausch und kommunale Praxis. Zum Career Day waren mehr als 1.500 Teilnehmende angemeldet. 

Die nächste E-world findet vom 16. bis 18. Februar 2027 in Essen statt. Niels Ellwanger lässt schon jetzt neue Rekordzahlen erahnen: „Wir werden unseren Wachstumskurs weiter fortsetzen: In 2027 öffnen wir zusätzlich die Hallen sieben und acht und werden dann das gesamte Messegelände besetzen“. Das Rebooking ist bereits gestartet.
 // VON Katia Meyer-Tien
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Zahl der Gebote bei PV-Freiflächen zeigt wieder nach oben
Quelle: Shutterstock / Bilanol
PHOTOVOLTAIK. Nach mehr als zwei Monaten sind die Ergebnisse von der PV-Freiflächenausschreibung vom 1. Dezember veröffentlicht. Es wurden mehr als zweimal so viele Gebote eingereicht als im Juli.
Die Bundesnetzagentur hat am 13. Februar endlich die Ergebnisse für die Ausschreibungsrunde vom 1. Dezember 2025 bekanntgegeben. Diese betreffen PV-Freiflächenanlagen und Solaranlagen, die auf baulichen Anlagen errichtet werden, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind. Es wurden laut Bundesnetzagentur mehr als doppelt so viele Gebote wie in der Vorrunde im Juli eingreicht. Die Zuschlagswerte liegen im Durchschnitt leicht über dem Niveau der vorherigen Runde.
 // VON Heidi Roider MEHR...

Die Ausschreibungsrunde zum Gebotstermin 1. Dezember 2025 ist damit deutlich überzeichnet. Die ausgeschriebene Menge betrug 2.328 MW. Von den 634 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 5.247 MW erhielten 262 Gebote in einem Umfang von 2.341 MW einen Zuschlag.

Im Juli 2025 waren von 313 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 2.820 MW 258 Gebote mit einem Umfang von 2.271 MW bezuschlagt worden. 

„Nach zwei Ausschreibungen mit einer rückläufigen Anzahl an Geboten wurden in dieser Runde mehr als doppelt so viele Gebote wie in der Vorrunde eingereicht. Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Rahmenbedingungen in den Ausschreibungen attraktiv sind“, mit diesen Worten kommentierte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, die Ergebnisse.

​Bayern erneut mit größtem Zuschlagsvolumen

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte schwanken zwischen 4,4 Cent/kWh und 5,3 Cent/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt in dieser Runde bei 5 Cent/kWh - und damit leicht oberhalb des Niveaus der Vorrunde mit 4,84 Cent/kWh. 

Regional entfiel das größte Zuschlagsvolumen erneut auf Bayern: Dort gingen 112 Zuschläge mit insgesamt 901 MW an Projekte. Es folgten Sachsen-Anhalt mit 282 MW aus 24 Zuschlägen sowie Brandenburg mit 216 MW aus 16 Zuschlägen.

Die meisten erfolgreichen Gebote betrafen Standorte entlang von Autobahnen oder Schienenwegen. 125 Zuschläge mit 1.150 MW entfielen auf diese Flächenkategorie. Das zweithöchste Zuschlagsvolumen mit 874 MW entfällt auf 88 Projekte auf Acker- oder Grünlandflächen in benachteiligten, also für die Landwirtschaft nur eingeschränkt nutzbaren Gebieten.

Darauf folgen 30 Zuschläge für besondere Solaranlagen, die mit 204 MW fast 9 Prozent des eingereichten Gebotsvolumens ausmachen. Bei diesen Projekten wird dieselbe Fläche neben der Stromerzeugung für einen weiteren Zweck, wie etwa zur Landwirtschaft, genutzt.

Weitere Informationen zu dem Gebotstermin finden Interessierte unter bundesnetzagentur.de/1077148. Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des ersten Segments findet am 1. März 2026 statt.
 // VON Heidi Roider
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Gasmarktgebiet bekommt außerordentliche Regelenergie
Quelle: Shutterstock
GASNETZ. Die außerordentliche Ausschreibung von Einspeiseleistung, um das deutsche Gasnetz im Falle eines Kälteeinbruchs in den nächsten vier Wochen auszuregeln, ist erfolgreich verlaufen.
Der deutsche Gas-Marktgebietsbetreiber Trading Hub Europe (THE) veröffentlichte am 12. Februar die Ergebnisse seiner außerordentlichen, zusätzlichen Ausschreibung von Regelenergie für die zweite Februar- und die erste Märzhälfte. Demnach vermochte er alle ausgeschriebenen Einspeiseleistungen vertraglich unter Dach und Fach bekommen.
 // VON Georg Eble MEHR...

Zum einen handelte es sich um unterschiedlich große Lose mit insgesamt 12.000 MW zur Ausspeicherung von Erdgas aus Speichern in Österreich und Bayern, die ans bayerische Ferngasnetz angeschlossen sind. Zum anderen ging es um zusammen 9.300 MW und 6.500 MW in die H-Gas-Netze der Ferngasnetzbetreiber Gascade und Ontras.

Die Ausschreibung zusätzlich zu der ordentlichen Ausschreibung vom Herbst 2025 war ein ungewöhnlicher Vorgang, bei dem sich THE mit der Netzagentur und dem Energieministerium (BMWE) absprechen musste. Sie war den historisch niedrigen Füllständen der Gasspeicher bei gleichzeitigem Risiko einer Kältewelle geschuldet, die nun offenbar doch nicht in dem prognostizierten Ausmaß kommt. Die deutschen Speicher waren am Beginn des Gastages 12. Februar um 6 Uhr laut Gas Infrastructure Europe nur noch zu wenig mehr als 25 Prozent befüllt.
 // VON Georg Eble
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CO2-Preis fundamental nicht gerechtfertigt
Quelle: Fotolia / frenta
KLIMASCHUTZ. Eine extrem große Unsicherheit des CO2-Marktes sieht Marcus Ferdinand, Chief Analyst Officer beim norwegischen Datendienstleister Veyt.
Es seien vor allem politische Impulse, die den CO2-Preis aktuell beeinflussen, wie Marcus Ferdinant erklärt. Zuletzt hatte Bundeskanzler Friedrich Merz eine Überarbeitung oder Verschiebung des europäischen CO2-Handelssystems ins Spiel gebracht, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu erhöhen (wir berichteten).
 // VON Silvia Rausch-Becker MEHR...

Aus Sicht von Ferdinand überbewertet der Markt allerdings die jüngsten politischen Aussagen. Der Analyst erklärt: „Die Unsicherheit treibt den Preis nach unten. Wir brauchen eine rationalere Politikdebatte, um den Markt nach vorne zu bringen.“ Die Versuche von Industrie-Stakeholdern, den Emissionshandel zu verwässern, seien nicht vereinbar mit dem Klimaziel für 2040. Fundamental sei der aktuelle Preis nicht gerechtfertigt. „Der Markt ist extrem eng und eigentlich bullish“, sagte Ferdinand. Allerdings habe zurzeit das kurzfristige bearishe Sentiment die Oberhand.
 // VON Silvia Rausch-Becker
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  TECHNIK
Das Kraftwerksgelände auf der Ingelheimer Aue. Quelle: Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG
Mainz verfolgt 54-MW-Plan weiter und legt 250 MW auf Eis
KWK. Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) plant ein hochflexibles Kraftwerk auf der Ingelheimer Aue. Kürzlich ist die öffentliche Beteiligung zum Genehmigungsverfahren angelaufen. 
Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) plant auf der Ingelheimer Aue ein 54-MW-Gaskraftwerk − als flexible und netzdienliche Ergänzung zur bestehenden KWK-Anlage. Das Genehmigungsverfahren läuft, seit 9. Februar auch die öffentliche Beteiligung, teilten die KMW mit. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen. 
 // VON Heidi Roider MEHR...

Die neue Anlage soll künftig auch das Rechenzentrum Green Rocks mit Strom versorgen – selbst bei einem Netzausfall. Das Green Rocks Rechenzentrum, ein Joint Venture zwischen KMW und dem norwegischer Partnen Green Mountain, wird derzeit ebenfalls auf dem Gelände errichtet. 

Das Projekt zählt für den Energieversorger zu den „zentralen Infrastrukturvorhaben am Standort Mainz“. Ein weiteres Prestigeprojekt des Unternehmens am selben Standort, ein deutlich größeres wasserstofffähiges Gaskraftwerk, genannt Zukunftskraftwerk (ZKW), wurde hingegen erstmals gestoppt.

KMW hatte im Oktober 2025 bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd den Antrag für Errichtung und Betrieb der Anlage auf der Ingelheimer Aue eingereicht. An dem Standort erzeugen derzeit BHKW-Motoren mit 100 MW elektrischer und rund 90 MW thermischer Leistung Strom sowie Abwärme für das bestehende Fernwärmenetz. Die Ingelheimer Aue ist eine ehemalige Rheininsel, die heute als Industrie- und Gewerbegebiet genutzt wird. Sie liegt am linken Rheinufer nördlich der Stadt Mainz. 

Technische Auslegung und Betriebskonzept

Die geplante Anlage soll eine elektrische Gesamtleistung von rund 54 MW erreichen. Zwölf Jenbacher-Gasmotoren mit jeweils etwa 4,5 MW, modular aufgebaut, sollen eine bedarfsgerechte Fahrweise ermöglichen. Modular heißt: KMW kann einzelne Motoren zu- oder abschalten und die Leistung an die aktuelle Lastsituation anpassen. Das Kraftwerk soll Grund-, Mittel- und Spitzenlast abdecken und auf schwankende Einspeisung aus Wind- und Solaranlagen reagieren.

Das neue Kraftwerk springt außerdem dann an, wenn das öffentliche Stromnetz ausfällt – und hält so das Rechenzentrum am Laufen. „Das neue Gasmotorenkraftwerk ist ein strategischer Meilenstein für die Energieversorgung in Mainz. Es verbindet Effizienz mit Zukunftsfähigkeit und sichert den Betrieb unseres Rechenzentrums auch im Schwarzfall ab“, erklärte Oliver Malerius, KMW-Vorstand.

Den Bauvertrag unterzeichnete KMW am 15. September 2025 gemeinsam mit der Innio Group. Als Brennstoff wird zunächst Erdgas genutzt, teilte KMW dazu weiter mit. Die Jenbacher-Anlagen seien jedoch „ready for H2“, das heißt, sie können bei entsprechender Verfügbarkeit und Umrüstung mit Wasserstoff betrieben werden. Auch die spätere Wärmeauskopplung ist laut KMW bereits berücksichtigt – das Kraftwerk ist sozusagen „Fernwärme-ready“.

Aktueller Status: Projekt pausiert

Nicht ganz so planmäßig verläuft hingegen ein Bauprojekt, das sich ebenfalls auf der Ingelheimer Au befindet. Neben dem aktuell im Genehmigungsverfahren befindlichen Motorenkraftwerk plant die KMW langfristig auch die Errichtung eines wasserstofffähigen Groß-Gaskraftwerks. KMW nennt es das „Zukunftskraftwerk“ (ZKW).

Das ZKW-Projekt befindet sich derzeit allerdings in einer „Wartephase“, teilte der Versorger ebenfalls Anfang Februar dieses Jahres mit. „Grund dafür sind die noch laufenden politischen Abstimmungsprozesse auf Bundesebene“, schreibt dazu die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG.

Im Frühjahr 2024 war das Projekt vorgestellt worden (wir berichteten). Geplant war bislang ein Kraftwerk mit 250 MW elektrischer und 100 MW thermischer Leistung. KMW hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Anlage, ebenfalls auf der Ingelheimer Aue in Mainz, von 2035 an vollständig mit Wasserstoff zu betreiben. Der Versorger zieht hier nun aber die Notbremse − wegen der Berliner Politik. 

„Damit KMW die finale Investitionsentscheidung für das Zukunftskraftwerk treffen kann, sind noch konkrete Ausgestaltungen der Kraftwerksstrategie und eine Abstimmung mit den Gremien notwendig“, so Oliver Malerius. Das Unternehmen ist mit der Sanierung des Baugrundstücks sowie der Ausführungs- und Genehmigungsplanung bereits in Vorleistung gegangen und steht in engem Austausch mit den politischen Entscheidungsträgern.

KMW bleibe aber auch bei diesem Projekt „engagiert und bereit, sobald die regulatorischen Rahmenbedingungen dies ermöglichen, in die klimaneutrale Energiezukunft der Region zu investieren“.
 // VON Heidi Roider
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CO2-Einlagerung kostet bis zu 300 Euro je Tonne
Quelle: Fotolia / Minerva Studio
STUDIEN. Agora Industrie und das Öko-Institut haben eine Analyse zur CO2-Einlagerung vorgelegt. Demnach liegen CCS-Kosten deutlich über dem ETS-Preis, es fehlen Förder- und Investitionsanreize.
Der Thinktank Agora Industrie und das Öko-Institut in Freiburg beziffern die Kosten für das Abscheiden, den Transport und die Speicherung von Kohlendioxid (Carbon Capture and Storage, CCS) auf 150 bis 300 Euro je Tonne. Die beiden Organisationen veröffentlichten ihre Analyse am 12. Februar in Berlin. Die EU strebt an, die Emissionen von CO2 bis 2050 auf null zu senken.
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Laut den Berechnungen liegen die Kosten bestehender oder geplanter CO2-Speicherprojekte mindestens 50 Prozent höher als frühere Prognosen. Grundlage ist die Auswertung aktueller Projektdaten aus dem Europäischen Wirtschaftsraum und dem Vereinigten Königreich. Damit übersteigen die ermittelten Kosten deutlich den CO2-Preis im Europäischen Emissionshandel ETS I, der derzeit bei rund 85 Euro je Tonne liegt. Unter diesen Bedingungen seien Investitionen in eine vollständige CCS-Prozesskette wirtschaftlich nicht darstellbar.

Einsatz nur für schwer vermeidbare Emissionen

Hinzu kommen lange Vorlaufzeiten. Für den Bau von CO2-Speichern unter dem Meeresboden veranschlagen die Autoren sechs bis 13 Jahre. Entsprechend wächst das verfügbare Speicherangebot nur langsam. Julia Metz, Direktorin von Agora Industrie, sieht dennoch eine Rolle für die Technologie. Erste Projekte zeigten, dass es für schwer vermeidbare Emissionen eine klimaneutrale Perspektive gibt.

Zugleich betont sie, CCS sei „noch teuer“. Damit der Hochlauf in Deutschland und Europa gelinge, müsse die Politik die Lücke zwischen CO2-Preis und tatsächlichen Kosten schließen und Investitionen in Infrastruktur absichern. Metz verweist dabei insbesondere auf Branchen ohne technische Alternativen zur Emissionsminderung wie die Zement- und Kalkindustrie sowie die Abfallwirtschaft.

Die Bundesregierung hat mit der jüngsten Novelle des Kohlenstoffdioxidspeichergesetzes die rechtliche Grundlage für einen kommerziellen Einsatz von CCS geschaffen. Nach Einschätzung der Autoren reicht das jedoch nicht aus. Für einen funktionierenden Markt brauche es eine industriepolitische Strategie für den gezielten Einsatz der Technologie, einen verlässlichen CO2-Preis sowie planerische und finanzielle Instrumente für Transport- und Speicherinfrastruktur.

Politik muss Rahmen schaffen

Felix Matthes, Forschungskoordinator für Energie- und Klimapolitik am Öko-Institut, fordert einen umfassenden „Policy-Mix“ für die kommenden zwei Jahrzehnte. CCS könne nur dann rechtzeitig verfügbar sein, wenn der Staat beim Aufbau der CO2-Infrastruktur, bei der Finanzierung und bei der Marktinitiierung eine aktive Rolle übernehme. Förderinstrumente und staatliche Absicherungsgarantien könnten Unternehmen in der Hochlaufphase helfen, die Differenz zwischen ETS-Preis und tatsächlichen Kosten zu überbrücken.

Die Analyse kommt zudem zu dem Ergebnis, dass die verfügbaren Speicherkapazitäten in Europa hinter den politischen Zielsetzungen zurückbleiben. Bestehende Projekte in der EU und Norwegen erwarten für Anfang der 2030er Jahre eine jährliche Einspeicherleistung von rund 10 Millionen Tonnen CO2. Das entspreche lediglich einem Fünftel des EU-Ziels von 50 Millionen Tonnen bis 2030.

Speicherbau beschleunigen

Um den Bedarf bis 2050 zu decken, müssten nach Berechnungen der Autoren künftig jedes Jahr zwei Großspeicher mit jeweils fünf Millionen Tonnen CO2 Einspeicherleistung in Betrieb gehen. Angesichts der langen Projektlaufzeiten halten die Organisationen eine Beschleunigung des Ausbaus für erforderlich.

Metz fordert deshalb, Deutschland und die EU sollten die begrenzten Speicherkapazitäten prioritär für Emissionen reservieren, die sich technisch nicht vermeiden lassen. Parallel müsse die Bundesregierung verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen entlang der gesamten CCS-Wertschöpfungskette schaffen. Diese Fragen stellten sich auch mit Blick auf das für Herbst 2026 angekündigte CO2-Infrastrukturpaket der EU-Kommission.

Die 72-seitige Analyse von Agora Industrie und der Öko-Institut Consult GmbH untersucht Kapazitäten und Kosten bestehender und geplanter Speicherprojekte in Europa sowie verschiedene Transportoptionen für CO2. Zudem formulieren die Autoren Empfehlungen für regulatorische und finanzielle Rahmenbedingungen, die den Markthochlauf der Technologie unterstützen sollen.

Die CCS-Analyse von Agora und Ökoinstitut steht als PDF zum Download bereit.
 // VON Susanne Harmsen
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Mindelheim setzt auf klimaschonende Wärmeversorgung
Quelle: Fotolia / fefufoto
WÄRMENETZ. Energie Schwaben betreibt das Wärmenetz von Mindelheim auch für die nächsten 20 Jahre und will in den Ausbau sowie in innovative Technologien investieren. 
Klimaschonende Wärmeversorgung für die Stadt Mindelheim im bayerischen Landkreis Unterallgäu, das hat sich die Energie Schwaben zum Ziel gesetzt. Jetzt unterzeichneten Bürgermeister Stephan Winter und Markus Last, Geschäftsführer Energie Schwaben, den Vertrag über die Verlängerung der Zusammenarbeit um weitere 20 Jahre. 
 // VON Günter Drewnitzky MEHR...

„Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt bekommen damit eine langfristige Perspektive für die zuverlässige und nachhaltige Wärmeversorgung“, erklärte Winter. Auch kommunale Einrichtungen und Gewerbebetriebe, die angeschlossen werden können, würden davon profitieren. 

Mit der Vertragsverlängerung schaffe Energie Schwaben zugleich die Grundlage, die Wärmeerzeugung in den kommenden Jahren schrittweise weiter zu transformieren, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Geplant ist demnach, das Wärmenetz kontinuierlich auszubauen und dabei auch neue Technologien wie Wärmepumpen sowie weitere erneuerbare Wärmequellen in die Versorgung zu integrieren.

Geschäftsführer Last: „Unsere Kundinnen und Kunden sind damit bestens für die Energiezukunft gerüstet, denn unsere Wärmenetze schonen das Klima. Um den Betrieb und die Einhaltung der relevanten gesetzlichen Anforderungen kümmern wir uns.“ Sowohl Häuslebauer als auch Eigentümerinnen und Eigentümer von Bestandsbauten seien damit auf der sicheren Seite.

Die Wärme für das Netz wird in Mindelheim hocheffizient in Blockheizkraftwerken erzeugt. Zwei der Anlagen werden mit CO2-neutralem Biogas betrieben.

Ergänzend sind ein weiteres Blockheizkraftwerk und zusätzliche Gaskessel im Einsatz, die perspektivisch auf grüne Gase umgestellt werden können. Der gleichzeitig erzeugte Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Blockheizkraftwerke haben eine elektrische Leistung von rund 3.500 kW, thermisch 3.600 kW, der Gaskessel bringt eine thermische Leistung von 10.500 kW.
 
Am 11. Februar unterzeichneten Stephan Winter, 1. Bürgermeister in Mindelheim (r.), und Markus Last, Geschäftsführer energie schwaben (l.), den Vertrag offiziell im Rathaus. Hinten von links: Walid Karaallel, Vertriebsingenieur Energie Schwaben, Helmut Kaumeier, Leiter Kommunalkundenmanagement Energie Schwaben, und Michael Schindler, Kämmerer in Mindelheim.
Quelle: Energie Schwaben
 // VON Günter Drewnitzky
 WENIGER
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  UNTERNEHMEN
Die Innio-Jenbacher-Zentrale im tirolischen Jenbach. Quelle: Innio
Innio liefert 300 Jenbacher-Gasmotoren an einen US-Kunden
KWK. Die „INNIO Group“ und Voltagrid haben eine Vereinbarung zur Lieferung von 300 Jenbacher-Gasmotoren unterzeichnet. Sie sollen den Aufbau von Rechenzentren absichern. 
Insgesamt 300 Jenbacher-Gasmotoren mit einer Gesamtleistung von 1.500 MW sollen künftig zur Versorgung von KI- und High Performance Computing Data Center auf dem amerikanischen Markt eingesetzt werden. Einen entsprechenden Vertrag hat der BHWK-Hersteller Innio mit dem US-amerikanisches Voltagrid unterzeichnet, teilte Innio mit.
 // VON Heidi Roider MEHR...

Voltagrid ist ein US-amerikanisches Unternehmen und liefert unter anderem Erdgasstromlösungen für Data Center, industrielle Anwendungen und die Netzstabilisierung. 

Damit bauen Innio und die Amerikaner ihre Zusammenarbeit im Bereich der Behind-the-Meter-Energieerzeugung, also der kundenseitigen Energieerzeugungsanlagen, für KI- und High-Performance-Computing-Infrastrukturen weiter aus.

Nach Angaben des Unternehmens umfasst der Auftrag Motoren der Typen J624 und J620. Die Auslieferung ist bis 2028 vorgesehen. Beide Unternehmen erweitern damit ihre bestehende Zusammenarbeit im Segment dezentraler Data-Center-Versorgung.

Im Oktober 2025 lieferte Innio für ein Energieinfrastrukturprojekt von Voltagrid erstmals 92 Power-Pack-Einheiten in die USA mit jeweils 25 MW – insgesamt 2.300 MW. Die mobile Energielösung ist für ein Datenzentrum in Houston (USA) vorgesehen (wir berichteten). 

Data Center als Wachstumstreiber für dezentrale Erzeugung

Der nun akquirierte Großauftrag unterstreicht laut Innio die wachsende Bedeutung dezentraler Erzeugungslösungen für digitale Infrastrukturen. Vor allem KI-Anwendungen treiben den Bedarf an kurzfristig verfügbarer Leistung im Gigawatt-Maßstab.

Für Innio erweitert das Projekt zudem die Position im nordamerikanischen Data-Center-Markt. Voltagrid erhält im Gegenzug mit den standardisierten Motorpaketen eine skalierbare Erzeugungsbasis für Projekte, bei denen Betreiber hohe Verfügbarkeit und kurze Realisierungszeiten verlangen. 

Die bestellten Motoren will Voltagrid zu standardisierten 25-MW-Modulen bündeln. Dieses Konzept soll eine zügige Projektierung und Umsetzung von Data-Center-Projekten ermöglichen. „Gemeinsam mit Innio realisieren wir eine skalierbare, netztaugliche Lösung, die ohne Batteriespeicher auskommt und schnell auf Laständerungen reagiert. Damit schaffen wir die Grundlage für leistungsfähige, zuverlässige und nachhaltige Data Center der nächsten Generation“, lässt sich Nathan Ough, CEO von Voltagrid, in der Mitteilung zitieren. 

Versorgung von Grund-, Spitzen- und Notlast

Die modulare Struktur richtet sich an Betreiber von KI- und HPC-Infrastrukturen mit hohem Leistungsbedarf. Die Einheiten lassen sich nach Unternehmensangaben schrittweise erweitern und an unterschiedliche Lastprofile anpassen. Der Fokus liegt auf Projekten, bei denen Netzanschlüsse kurzfristig nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Die gemeinsam entwickelte Lösung deckt nach Auskunft von Voltagrid Grund-, Spitzen- und Notlast in einem System ab. Die Motoren reagieren auf stark schwankende Lastanforderungen, wie sie beim Betrieb von Motorenclustern für KI-Anwendungen auftreten. 

Nach Unternehmensangaben erreicht das System auch bei hohen Außentemperaturen die volle Nennleistung. Voltagrid setzt die Power-Pack-Einheiten sowohl in mobilen als auch in stationären Versorgungskonzepten ein. Die Integration erfolgt in groß angelegte Stromversorgungssysteme für Data Center.
 // VON Heidi Roider
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Rolls-Royce setzt auf vorkonfigurierte Kraftwerksmodule
Rolls-Royce bringt eine modulare Lösung für Gasmotoren-Kraftwerke auf den Markt. Quelle: Rolls-Royce
GASKRAFTWERK. Modulare Gasmotoren-Kraftwerke sollen die Kraftwerksstrategie stützen und kurzfristig gesicherte Leistung liefern. Rolls-Royce stellte das Konzept auf der E-world in Essen vor.
Das Anlagenkonzept ist standardisiert und basiert auf Leistungseinheiten mit 10 MW, 20 MW oder 30 MW. Betreiber können mehrere dieser Module kombinieren und so Anlagen ab 10 MW bis in den dreistelligen MW-Bereich skalieren. Rolls-Royce fertigt und testet die Aggregate werksseitig und liefert sie anschlussfertig auf die Baustelle.
 // VON Davina Spohn MEHR...

Das Unternehmen mit Sitz in Friedrichshafen am Bodensee (Baden-Württemberg) gehört zum britischen Rolls-Royce-Konzern und entwickelt unter der Marke „mtu“ Energie- und Antriebssysteme für stationäre und mobile Anwendungen. Mit den vorkonfigurierten Modulen will der Anbieter nach eigenen Angaben Projekte schneller realisieren und gezielt auf die Anforderungen der geplanten Kraftwerksstrategie reagieren. Nach Unternehmensangaben können Betreiber ein Kraftwerk innerhalb von zwölf bis 18 Monaten nach Bestellung ans Netz bringen.

Tobias Ostermaier, President Stationary Power Solutions bei Rolls-Royce Power Systems, ordnet das Angebot klar energiepolitisch ein. „Mit unseren modularen Gasmotoren-Kraftwerken setzen wir die Kraftwerksstrategie schnell und wirtschaftlich um“, sagt er. Die installierte Basis der eigenen Gasmotoren liege weltweit bei mehr als 17.000 MW, so Ostermaier. Zudem untestütze ein Partnernetzwerk Planung, Bau und Service vor Ort.

​Flexible Leistung für Dunkelflauten

Rolls-Royce richtet die Lösung vor allem auf flexible Einsätze als Backup für erneuerbare Energien aus. Die Gasmotoren gleichen laut Unternehmen Schwankungen aus Wind- und Solarenergie aus und überbrücken Dunkelflauten, die von mehreren Stunden bis zu einigen Wochen dauern können. Betreiber fahren einzelne Module je nach Bedarf hoch oder herunter und passen die Einspeisung kurzfristig an.

Neben dem Einsatz im Verbundnetz adressiert das Unternehmen auch Projekte im Inselbetrieb. Industrieanlagen, Rechenzentren oder abgelegene Standorte versorgen die Module zunächst autark mit Strom, bis ein Netzanschluss entsteht. Anschließend können Betreiber die Aggregate in den Notstrombetrieb integrieren.

Die Vorteile verteilter Erzeugungsstrukturen unterstreicht Michael Stipa. Der Senior Vice President Strategie, Geschäfts- und Produktentwicklung Stationäre Energielösungen im Geschäftsbereich Power Systems ist überzeugt: „Wahre Resilienz entsteht durch Dezentralität, nicht durch Zentralisierung.“ Viele kleinere Einheiten verteilten Risiken breiter im Netz und erhöhten nach seiner Einschätzung die Stabilität gegenüber dem Ausfall einzelner Großanlagen.

Zugleich hebt Rolls-Royce hervor, dass sich die Motoren perspektivisch auch mit Wasserstoff betreiben lassen. Damit positioniert das Unternehmen die Module nicht nur als kurzfristige Reserve, sondern auch als wasserstofffähige Option im künftigen Kraftwerkspark.

 // VON Davina Spohn
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„Die fossile Wirtschaft wird enden“
Quelle: Elisabeth Redlig
WIRTSCHAFT. Vattenfall-Chefin Anna Borg kündigt den Abschied von fossilen Energien bis 2040 an. Der Konzern investiert Milliarden in Wind und Netze und setzt auf Rentabilität im Umbau.
Vattenfall-Chefin Anna Borg geht nach eigener Aussage davon aus, dass der Energiekonzern 2040 nicht länger zum Klimawandel beitragen wird. „Ich glaube ans Erreichen unserer Klimaziele, denn wir sind bereits auf dem Weg dorthin“, sagte Borg im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Vattenfall habe verglichen zu 2017 seine CO2-Emissionen „mehr als halbiert“.
 // VON dpa MEHR...

„Die fossile Wirtschaft wird enden“, sagte Borg. „Die Frage ist nur, in welchem Tempo.“ Ihre Aufgabe sei, während der Umstellung darauf zu achten, dass Vattenfall profitabel bleibe. Denn ein Unternehmen ohne Geld könne auch nicht in den Klimaschutz investieren. Vattenfall plant, bis 2030 annähernd 15 Milliarden Euro zu investieren − etwa in Windparks und Netze. 

Vattenfall hat das Ziel, die eigenen Treibhausgas-Emissionen bis 2040 verglichen zu 2017 um mindestens 90 Prozent zu reduzieren − auf 4,7 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalenten. Die verbleibenden bis zu zehn Prozent der Emissionen, die sich schwerlich einsparen lassen, sollen ausgeglichen werden. Wenn Vattenfall dieses Ziel erreicht, würde der Konzern nicht länger das Klima schädigen. 

Vorgezogener Gas-Ausstieg „herausfordernd“

Vattenfall bezieht nach eigenen Angaben seit Mai 2024 keine Kohle mehr und erzeugt demnach keinen Strom und keine Wärme aus dem fossilen Energieträger. Gefragt nach einem vorgezogenen Erdgas-Ausstieg des Unternehmens bis 2040 in Deutschland sagte die Vattenfall-Vorstandsvorsitzende, im Fall der Haushaltskunden halte sie das für sehr herausfordernd. „In der Industrie hängt ein Ausstieg von der Branche ab.“ 

Vattenfall hatte laut einer eigenen Übersicht 2024 konzernweit annähernd 2,4 Millionen Gaskunden und rund 7,7 Millionen Stromkunden. Strom erzeugte das Unternehmen in dem Jahr aus Kernenergie (38 Prozent), Wasserkraft (35 Prozent) und Windenergie (18 Prozent). Auf klimaschädliche fossile Energieträger entfielen 9 Prozent der Erzeugung. 

Klimaschutz auch als Mittel zum Zweck

Die Klimaschutzbemühungen des staatlichen schwedischen Unternehmens stünden im Einklang zur Geschäftsstrategie, sagte Borg. Es gehe dabei nicht allein um Nachhaltigkeit. „Wir glauben, dass unser Vorgehen auch aus Sicht der Rentabilität der erfolgreichste Weg ist.“ Treibhausgas-Emissionen verursachten Kosten, sei es in Form von Zertifikaten, Steuern oder Folgeschäden.

Schweden strebt wie Deutschland Klimaneutralität bis 2045 an − und damit fünf Jahre früher als die EU insgesamt.
 // VON dpa
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Strompreise für Haushalte in Deutschland bis 2025
Quelle: E&M / Pixabay
STATISTIK DES TAGES. Ein Schaubild sagt mehr als tausend Worte: In einer aktuellen Infografik beleuchten wir regelmäßig Zahlen aus dem energiewirtschaftlichen Bereich.
 
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Quelle: Statista

Laut Zahlen von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt zahlten Haushaltskunden in Deutschland im Grundversorgungstarif durchschnittlich 44,93 Cent pro Kilowattstunde Strom zum 1. April 2025. Die angegebenen Preise entsprechen ab 2016 einer jährlichen Stromabnahme zwischen 2.500 und 5.000 Kilowattstunden.
 // VON Redaktion MEHR...

Bei einem Jahresverbrauch von 2.500 bis 5.000 Kilowattstunden stand Deutschland im EU-Vergleich in Bezug auf die Haushaltsstrompreise an erster Stelle. Am günstigsten war der Strom in portugiesischen Haushalten. Auch im weltweiten Vergleich war Deutschland eines der Länder mit den höchsten Strompreisen für Haushalte. Ebenso wird bei der Betrachtung der Indexwerte zur Entwicklung der Haushaltsstrompreise deutlich, dass die Strompreise in Deutschland immer weiter steigen.
 // VON Redaktion
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MARKTBERICHTE

STROM
GAS
CO2 setzt Abwärtskurs mit geringerer Dynamik fort
Quelle: E&M
MARKTKOMMENTAR. Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
Zumeist schwächer haben sich die Energiemärkte zum Wochenausklang präsentiert. Am Strommarkt gerieten sowohl die kurzfristigen Kontrakte als auch das lange Ende deutlich unter Druck. Auch am CO2-Markt setzte sich die Abwärtsbewegung fort, wenn auch mit geringerer Dynamik. Politische Schlagzeilen sorgten in den vergangenen Tagen für eine erhöhte Nervosität am Markt und haben den Benchmark-Kontrakt insgesamt kräftig fallen lassen. Erdgas zeigte sich leicht schwächer, angesichts sehr niedriger Speicherstände bleiben Marktteilnehmer aber auch hier vorsichtig. Kohle und Öl konnten sich dem negativen Trend entziehen und leicht zulegen, wobei die Aufwärtsbewegung beim Öl durch Nachfragesorgen gedeckelt blieb. Insgesamt dominierten zum Wochenschluss Korrektur und Zurückhaltung.
 // VON Marie Pfefferkorn MEHR...

Strom: Fast durch die Bank schwächer hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Freitag gezeigt. Der Montag kostete an der Börse im Base 98,00 Euro je Megawattstunde. Am Donnerstag war der Freitag selbst im außerbörslichen Handel mit 107,00 Euro in der Grundlast und 116,25 Euro in der Spitzenlast bewertet worden.

Die Einspeiseleistung der Erneuerbaren dürfte am Montag mit 23,9 Gigawatt etwas höher ausfallen als noch am Freitag, für den 20,5 Gigawatt in Aussicht gestellt worden waren. Für den Dienstag wird ein weiterer Anstieg der Einspeiseleistung prognostiziert, bevor die Werte ab Mittwoch dann wieder fallen dürften.

Das US-Wettermodell geht bis Ende Februar davon aus, dass die Wind-Einspeiseleistung um den saisonüblichen Durchschnitt herum schwankt. Die Temperaturen dürften in diesem Zeitraum weitgehend unterdurchschnittlich ausfallen, lediglich zwischen dem 19. und dem 22. Februar dürfte es leicht überdurchschnittliche Werte geben.

Am langen Ende des Strommarktes verzeichnete das Cal 27 deutliche Abgaben und verlor bis zum Nachmittag 2,52 auf 77,50 Euro je Megawattstunde.

CO2: Der CO2-Markt hat seine Abgaben am Freitag fortgesetzt, wenn auch in deutlich geringerem Ausmaß als am Vortag. Bis gegen 14.00 Uhr gab der Dec 26 um 0,58 auf 71,96 Euro je Tonne nach. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 38,8 Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 74,26 Euro, das Tief bei 71,02 Euro.

Nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) das EU ETS am Vortag infrage gestellt hatte, war er beim EU-Gipfel am Donnerstagabend zurückgerudert. „Es gibt Kollegen, die das sehr kritisch sehen. Diese Kritik teile ich in dieser Form nicht. Das ETS-System, das es nun seit 20 Jahren gibt, hat dafür gesorgt, dass wir in Europa ein wirksames Instrument umgesetzt haben, das Wachstum ermöglicht, ohne zugleich zusätzliche CO2-Emissionen zu verursachen“, sagte Merz im Anschluss an den Gipfel am Donnerstag laut einem Reuters-Bericht.

Auf seine Äußerungen vom Mittwoch angesprochen, erklärte Merz, der Zweck des ETS bestehe darin, durch die Bepreisung von CO2-Emissionen Innovationen zu fördern. „Dieser Zweck muss selbstverständlich regelmäßig überprüft werden. Wenn wir diesen Zweck erreicht haben, können wir das System weiterentwickeln, und genau das habe ich gesagt“, fügte er hinzu.

Erdgas: Etwas leichter haben sich die europäischen Gaspreise am Freitag präsentiert. Der Frontmonat am niederländischen TTF verlor bis gegen 14.00 Uhr 0,100 Euro auf 32,575 Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE gab der Day-ahead um 0,700 Euro auf 35,300 Euro je Megawattstunde nach.

Marktteilnehmer sehen jedoch angesichts der niedrigen Füllstände der europäischen Gasspeicher nur ein begrenztes Abwärtspotenzial für die Gaspreise. „Bei noch rund sechs Wochen bis zum Ende der Heizsaison werden die europäischen Speicher diesen Winter voraussichtlich noch leerer verlassen als 2025“, schreiben Analysten der ANZ. Erschwerend komme hinzu, dass es für Käufer kaum Anreize gebe, Gas für die Einspeicherung zu erwerben, da die Preise für den kommenden Sommer und den kommenden Winter in etwa auf dem gleichen Niveau liegen. Die Speicherstände in der EU liegen derzeit bei rund 35 Prozent der Kapazität und damit deutlich unter dem Fünfjahresdurchschnit (Deutschland: unter 25 Prozent; siehe auch separaten Bericht über die erfolgreiche Ausschreibung von Regelenergie).
 // VON Marie Pfefferkorn
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