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| Am 11. Februar unterzeichneten Stephan Winter, 1. Bürgermeister in Mindelheim (r.), und Markus Last, Geschäftsführer energie schwaben (l.), den Vertrag offiziell im Rathaus. Hinten von links: Walid Karaallel, Vertriebsingenieur Energie Schwaben, Helmut Kaumeier, Leiter Kommunalkundenmanagement Energie Schwaben, und Michael Schindler, Kämmerer in Mindelheim. Quelle: Energie Schwaben |



Tobias Ostermaier, President Stationary Power Solutions bei Rolls-Royce Power Systems, ordnet das Angebot klar energiepolitisch ein. „Mit unseren modularen Gasmotoren-Kraftwerken setzen wir die Kraftwerksstrategie schnell und wirtschaftlich um“, sagt er. Die installierte Basis der eigenen Gasmotoren liege weltweit bei mehr als 17.000 MW, so Ostermaier. Zudem untestütze ein Partnernetzwerk Planung, Bau und Service vor Ort.
Flexible Leistung für Dunkelflauten
Rolls-Royce richtet die Lösung vor allem auf flexible Einsätze als Backup für erneuerbare Energien aus. Die Gasmotoren gleichen laut Unternehmen Schwankungen aus Wind- und Solarenergie aus und überbrücken Dunkelflauten, die von mehreren Stunden bis zu einigen Wochen dauern können. Betreiber fahren einzelne Module je nach Bedarf hoch oder herunter und passen die Einspeisung kurzfristig an.
Neben dem Einsatz im Verbundnetz adressiert das Unternehmen auch Projekte im Inselbetrieb. Industrieanlagen, Rechenzentren oder abgelegene Standorte versorgen die Module zunächst autark mit Strom, bis ein Netzanschluss entsteht. Anschließend können Betreiber die Aggregate in den Notstrombetrieb integrieren.
Die Vorteile verteilter Erzeugungsstrukturen unterstreicht Michael Stipa. Der Senior Vice President Strategie, Geschäfts- und Produktentwicklung Stationäre Energielösungen im Geschäftsbereich Power Systems ist überzeugt: „Wahre Resilienz entsteht durch Dezentralität, nicht durch Zentralisierung.“ Viele kleinere Einheiten verteilten Risiken breiter im Netz und erhöhten nach seiner Einschätzung die Stabilität gegenüber dem Ausfall einzelner Großanlagen.
Zugleich hebt Rolls-Royce hervor, dass sich die Motoren perspektivisch auch mit Wasserstoff betreiben lassen. Damit positioniert das Unternehmen die Module nicht nur als kurzfristige Reserve, sondern auch als wasserstofffähige Option im künftigen Kraftwerkspark.


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