5. Mai 2026
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Baustart für 120-MW-Tauchsieder in Berlin
Power-to-Heat für Berlin. Quelle: 50 Hertz
WäRME.  BEW, 50 Hertz und Stromnetz Berlin haben in Berlin den Bau einer 120-MW-Power-to-Heat-Anlage am Heizkraftwerk Mitte gestartet. Sie nutzt Überschussstrom für das Fernwärmenetz.
Die landeseigene Berliner Energie und Wärme (BEW) hat am 4. Mai den Bau einer Power-to-Heat-Anlage (PtH) am Heizkraftwerk Berlin-Mitte begonnen. Sie entsteht
gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz und dem Verteilnetzbetreiber Stromnetz Berlin, der am selben Tag seine Bilanz 2025 vorlegte (siehe separate Meldung).
// VON Susanne Harmsen  MEHR...

Die Anlage soll eine Leistung von 120 MW erreichen und bis Ende 2028 in Betrieb gehen. Laut den beteiligten Unternehmen wandelt sie Strom aus Wind- und Solaranlagen bei hoher Einspeisung innerhalb weniger Minuten in Fernwärme um.

Die BEW übernimmt Bau und Betrieb der Anlage. 50 Hertz finanziert das Projekt mit bis zu 75 Millionen Euro und erhält im Rahmen eines Redispatch-Vertrags für fünf Jahre Zugriff auf die Steuerung. Der Anschluss erfolgt über das Hochspannungsnetz (110 kV) von Stromnetz Berlin. Nach Angaben von 50 Hertz amortisieren sich die Investitionen nach rund fünf Betriebsjahren.

Überschussstrom nutzen statt abregeln

Die Anlage kommt vor allem im Engpassmanagement zum Einsatz. Wenn im Osten Deutschlands mehr erneuerbarer Strom erzeugt wird, als verbraucht werden kann, nimmt die PtH-Anlage diesen Strom auf. Laut den Projektpartnern soll dadurch das Abregeln von Wind- und Photovoltaikanlagen reduziert werden. Gleichzeitig sinkt der Einsatz fossiler Brennstoffe in der Wärmeversorgung.

Nach Angaben der BEW kann die Anlage im Winter perspektivisch mehr als 30.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen. Im Sommer soll sie Warmwasser für rund 360.000 Haushalte bereitstellen. In den ersten fünf Betriebsjahren rechnet das Unternehmen mit einer jährlichen Einsparung von rund 76.000 Tonnen CO2 durch einen geringeren Erdgaseinsatz im Heizkraftwerk Mitte.
 
 
Severin Fischer, Energiestaatssekretär des Landes Berlin, erklärte, das Projekt zeige das Zusammenspiel von Strom- und Wärmesystemen. Die Nutzung von erneuerbarem Strom statt Abregelung stärke laut Fischer Versorgungssicherheit und Klimaschutz.
 
Spatenstich für Power to Heat in Berlin (v.l.): Severin Fischer (SPD-Wirtschaftsstaatssekretär), Kerstin Busch (CTO BEW), Dirk Biermann (COO 50 Hertz) und Bernhard Büllmann (CFO Stromnetz Berlin)
Quelle: Susanne Harmsen

Für die BEW betonte CTO Kerstin Busch, die Anlage ermögliche es, Strom aus erneuerbaren Quellen direkt für Fernwärmekunden zu nutzen und Emissionen zu senken. Die Wärmewende erfolge dabei im laufenden Betrieb, mit dem Ziel einer klimaneutralen Fernwärmeversorgung bis 2045.

Auch 50 Hertz verweist auf die Systemwirkung. Vorstand Dirk Biermann erklärte, flexible Verbraucher wie Power-to-Heat-Anlagen könnten kurzfristig Strom aufnehmen und so Netzengpässe reduzieren. Bernhard Büllmann, Geschäftsführer von Stromnetz Berlin, kündigte an, den bestehenden Netzanschluss am Standort entsprechend umzurüsten.

Umstellung im laufenden Heizbetrieb

Technisch umfasst das Projekt laut BEW drei Elektrodenkessel mit jeweils 40 MW thermischer Leistung, zwei Netztransformatoren 110 kV / 22 kV sowie eine neue Schaltanlage. Zudem wird die bestehende Fernwärme-Pumpstation erweitert, um die hydraulische Kapazität zu erhöhen. Auf dem Neubau geplant ist ein sogenanntes Retentionsdach, das Regenwasser zurückhält, in Kombination mit einer Photovoltaikanlage.

Die Anlage ist Teil der Strategie zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Berlin. Laut BEW erfolgt der Umbau der Infrastruktur schrittweise und ohne Unterbrechung der Versorgung. Perspektivisch plant das Unternehmen am Standort zusätzlich den Einsatz einer Flusswasser-Wärmepumpe an der angrenzenden Spree.
// VON Susanne Harmsen
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  POLITIK & RECHT
Quelle: Pixabay / Sang Hyun Cho
EU: Entweder Komponenten aus China oder Förderung
RECHT. Blackout durch einen Drittstaat? Die EU-Kommission sieht die kritische Infrastruktur in Europa durch Lieferanten aus Drittstaaten in Gefahr. Vor allem in der Solarbranche.
Solaranlagen und andere neue Projekte im Energiesektor sollen nur noch EU-Förderung erhalten, wenn sie ohne bestimmte elektrische Bauteile aus Ländern wie China auskommen. Konkret geht es um smarte Wechselrichter zur Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom, wie die EU-Kommission mitteilte. Laut Brüssel stellen sie eine Gefahr für die Stromnetze der EU dar. In der Praxis könnten sie zu einer Fernabschaltung der Netze der Mitgliedstaaten dienen und landesweite Stromausfälle herbeiführen, sagte die Sprecherin. 
 // VON dpa MEHR...

Betroffen sind vor allem Lieferanten aus China, das einen globalen Marktanteil von rund 80 Prozent bei Wechselrichtern hält - der Huawei-Konzern ist bei Solaranlagen Weltmarktführer.

Das Verbot basiert laut Beamten auf einer Entscheidung der EU-Kommission von Anfang April und gilt für alle EU-Mittel, die direkt von der Kommission oder über Partnerbanken vergeben werden. Es gilt für Projekte, die die kritische Infrastruktur betreffen. Daher ist auch die deutsche Förderbank KFW angehalten, die neuen Regel zu beachten. 

Für Vorhaben, die bereits weit fortgeschritten sind, gilt eine Übergangsfrist - sie können unter Auflage strengerer Sicherheitsvorkehrungen noch bis November genehmigt werden. Neben China sind theoretisch auch Lieferanten aus Russland, Nordkorea und dem Iran von der Maßnahme betroffen.
 // VON dpa
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Heim- und Gewerbesegment bremsen PV-Zubau
Quelle: Fotolia / Sallenbuscher
PHOTOVOLTAIK. Der Ausbau der Photovoltaik in Deutschland hat im ersten Quartal 2026 leicht nachgelassen. Vor allem im Heim- und Gewerbesektor ging die Nachfrage laut Branchenverband deutlich zurück.
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat für das erste Quartal 2026 einen Zubau neuer Photovoltaikanlagen von 3.510 MW gemeldet. Dies entspreche einem Rückgang der Ausbauleistung von etwa 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 
 // VON Fritz Wilhelm MEHR...

Besonders deutlich sei die Entwicklung im kleineren Anlagensegment ausgefallen. Im Heimsegment mit Anlagen unter 30 kW habe der Zubau bei 850 MW gelegen, was einem Minus des Zubaus von 21 Prozent entspreche. Im Gewerbedachsegment oberhalb von 30 kW sei sogar ein Rückgang des Ausbaus um 33 Prozent auf etwa 600 MW registriert worden. Steckersolargeräte hätten mit etwa +90 MW ein Minus von 6 Prozent verzeichnet. Demgegenüber habe der Zubau von Freiflächenanlagen inklusive sonstiger Anlagen um 20 Prozent auf 1.970 MW zugelegt.

Der Fachverband hat in seine Auswertung die rund 143.000 PV-Anlagen einbezogen, die mit Inbetriebnahmedatum im ersten Quartal im Stammdatenregister der Bundesnetzagentur verzeichnet waren. In und von dem Register muss so gut wie jede Erneuerbaren-Anlage an- und abgemeldet werden.

Vor dem Hintergrund der rückläufigen Nachfrage im Gebäudesegment warnt der BSW-Solar erneut vor dem Stopp der Förderung von 2027 an vor allem für Dachanlagen, wie sie von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) geplant seien. Bereits das sogenannte Solarspitzengesetz habe Anfang 2025 die Bedingungen verschlechtert. Mit Wirkung vom Februar 2025 an mussten Neuanlagen fernabschaltbar sein und bekommen bei negativen Strompreisen keine Förderung mehr.

Fachverband befürchtet Torschlusspanik

Für die kommenden Wochen rechnet die Branche mit einer leichten Belebung der Nachfrage. Als Gründe nennt der Verband sowohl die jüngste Energiekrise als auch mögliche Vorzieheffekte angesichts erwarteter Förderänderungen. Eine solche „Sonderkonjuktur“ könne jedoch keine stabilen Investitionsbedingungen ersetzen, erklärt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Die aktuelle Lage unterstreiche vielmehr die Bedeutung eines beschleunigten Ausbaus erneuerbarer Energien und von Speichern, um die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern. „Wer bei der Solarenergie jetzt auf die Bremse tritt, schadet dem Wirtschaftsstandort und drosselt den in der Bevölkerung beliebtesten Energiepreisdämpfer“, so Körnig.
 // VON Fritz Wilhelm
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  HANDEL & MARKT
Quelle: Pixabay / congerdesign
Extreme und langanhaltende Negativpreise am 1. Mai
PHOTOVOLTAIK. Viel Sonnenstrom, wenig Nachfrage - am Tag der Arbeit ist zu viel elektrische Arbeit im deutschen Stromnetz gewesen. Professor Lion Hirth appellierte schon, PV freiwillig abzuschalten.
Das lange 1.-Mai-Wochenende war wegen geringer Nachfrage bei sonnigem Wetter, das die PV-Anlagen auf Leistungshochs trieb, ein Feuerwerk negativer Day-ahead-Strompreise. 
 // VON Georg Eble MEHR...

Über den Umgang mit diesen Preisen, die das EEG-Konto doppelt mit Müllgebühren für überschüssigen Strom sowie mit Fördersätzen belasten, gab es, je nach ideologischer Prägung, unterschiedliche Ansätze: Bereits am 30. April, an dem die Day-ahead-Auktion für den 1. Mai um 12 Uhr stattfand, appellierte Lion Hirth, Energieökonomie-Professor an der Hertie School in Berlin, Chef der Beratungsgesellschaft Neon und durchaus Befürworter eines weiteren Ausbaus der Photovoltaik, auf Linkedin an die 5 Millionen Besitzer von Solaranlagen in Deutschland wörtlich: „Wenn ihr etwas Gutes für die Versorgungssicherheit und die Energiewende (und dem Bundeshaushalt) tun wollt, dann schaltet morgen eure PV-Anlage ab. Ehrlich gesagt, am besten gleich bis Montag auslassen.“

Zur Begründung führte Hirth aus: „Es kann passieren, dass wir in Deutschland morgen mehr Strom ins Netz einspeisen als wir abnehmen können. Viele kleine PV-Anlagen lassen sich nicht vom Netzbetreiber abschalten (so genau weiß es leider niemand), deswegen am besten selbst ausschalten.“ Die Betreiber sollten also nach dem Aufruf Hirths, wenn ihre Anlagen zu klein für die Direktvermarktungspflicht sind und vor dem Februar 2025 installiert wurden, Gemeinnutz vor Eigennutz stellen, denn wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten sie trotzdem weiter den für sie geltenden gesetzlichen Einspeiseförder-Satz.

Ähnlicher Appell, anderer Schuldiger

Einen ähnlichen Appell richtete Philipp Schröder, Gründungschef von Einskommafünfgrad, auf demselben Portal an die PV-Anlagenbetreiber: ebenfalls abschalten, aber zusätzlich Steuerbox zum Fernabschalten, Batterie und intelligentes Messsystem installieren.
 
 
Die Schuld für die Negativpreise sieht Schröder freilich nicht in der installierten PV-Leistung von 120.000 MW, die bei starkem Sonnenwetter angenähert wird und der eine Wochenendlast von grob nur 80.000 MW gegenübersteht, sondern im schleppenden Ausbau des Strom-Verteilnetzes. „Es ist eine Schande, wie günstiger, sauberer Strom im Überschuss mitten in der Energiekrise weggeschmissen wird, weil die nötige Infrastruktur an Smart Metern und Steuerungsboxen fehlt, um Erzeugung und Verbrauch zu synchronisieren! So wird der Allgemeineheit günstiger und sauberer Strom im Überfluss vorenthalten!“, postete Schröder.

So drastisch waren die Negativpreise am langen Wochenende

Am 1. Mai, einem Freitag, kamen die sieben Viertelstunden von 12.45 bis 14.30 Uhr am technischen unteren Limit der Börse Epex Spot an, nämlich bei minus 499,99 Euro/MWh. Zuletzt hatte es diese Preise im Juni 2023 gegeben. Am Wochenende zuvor waren minus 480 Euro erreicht worden.

Im Intraday-Markt ging es am 1. Mai sogar bis minus 855 Euro/MWh hinunter, so das Portal Cleanthinking.

Am Abend, als die Ausflügler zurückkehrten, das Abendessen zubereiteten und die Unterhaltungselektronik einschalteten, fehlte dann absehbar der PV-Strom, sodass der Day-ahead-Preis für 19:45 Uhr auf +232,99 Euro/MWh ins Positive stieg. 

Das extrem volatile Preismuster setzte sich in abgeschwächter Form am eigentlichen Wochenende 2./3. Mai fort. Am 2. Mai reichte es für Peakload (8 bis 20 Uhr) nur zu +2,32 Euro/MWh. Zwischen 9.45 und 16.30 Uhr waren die Day-ahead-Preise negativ, in der Spitze bis in den niedrigen dreistelligen Euro-Bereich.

Morgens und abends dagegen herrschten unter verkehrten Vorzeichen bis zu dreistellige positive Preise, mit +251,09 Euro/MWh für 19.45 bis 20 Uhr in der Spitze.

Am 3. Mai, dem Sonntag, beschränkten sich die negativen Preise auf 10.30 bis 16.30 Uhr und kamen nicht unter minus 15,15 Euro/MWh. Die traditionell teuerste Viertelstunde am Abend erzielte nur noch +153 Euro/MWh, Peakload schaffte es auf +34,45 Euro und Baseload auf +74,97 Euro.
 // VON Georg Eble
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Höchste Investitionen in Batteriespeicher 
Quelle: Shutterstock, Vladimir Koletic
STROMSPEICHER. Bei Investitionen in Batteriespeicher in Deutschland ist nach Angaben des Bundesverbands BSW-Solar im ersten Quartal 2026 ein neuer Höchststand erreicht worden.
Von Januar bis März seien mehr als zwei Gigawattstunden (GWh) neue Speicherkapazität in Betrieb genommen worden, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Der Zubau stationärer Batteriespeicher lag demnach rund 67 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.
 // VON Christine Büttner MEHR...

BSW-Solar beruft sich auf eine eigene Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur.

Demnach ist der Batteriespeicher-Bestand in Deutschland auf insgesamt 28 Millionen kWh gewachsen, verteilt auf 2,5 Millionen Anlagen.
 
 
Diese Speicherkapazität reiche rechnerisch aus, um den durchschnittlichen Tagesstromverbrauch von drei Millionen Privathaushalten in Deutschland zu speichern. „Batteriespeicher können den Bedarf an teuren Reserve-Gaskraftwerken deutlich reduzieren“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, Carsten Körnig. Der bereits installierte Bestand stationärer Batteriespeicher entspreche der Tagesstromproduktion von mehr als zwei der von der Bundesregierung geplanten neuen Reserve-Gaskraftwerke. Diese sollen einen Ausgleich wetterbedingter Schwankungen bei der Produktion von Solar- und Windstrom ermöglichen.

BSW: Benachteiligung gegenüber Gaskraftwerken droht
Körnig warnte vor Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die fossile Gaskraftwerke zum Nachteil von Batteriespeichern bevorzugen würden. „Batteriespeicher dürfen in den kommenden Kraftwerksauktionen nicht durch ungeeignete Ausschreibungskriterien gegenüber Gaskraftwerken benachteiligt werden“, forderte der BSW-Solar-Hauptgeschäftsführer. „Stattdessen sollten Speicher gezielt gestärkt werden.“

Körnig bezog sich auf den Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums für ein Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz. „Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein für ein kosteneffizientes, resilientes und klimaneutrales Energiesystem“, hob er hervor. „Im Vergleich zu Erdgaskraftwerken sind sie schneller errichtet, verursachen keine direkten CO2-Emissionen und senken Systemkosten, indem sie erneuerbare Energien effizient integrieren und Netzengpässe reduzieren.“

Dafür müssten weiter Marktbarrieren abgebaut werden, forderte BSW-Solar weiter. Dazu zählten Vereinfachungen für Speicher, die an Standorten von Solar- oder Windkraftanlagen errichtet werden, beschleunigte Netzanschlussverfahren sowie Netzentgeltregelungen, die den Batteriespeicher-Betrieb nicht verteuern. Bei Netzengpässen und negativen Strompreisen sollten Solaranlagen nicht mehr abgeregelt werden, sondern die Speicherung des Stroms in lokalen Batterien ermöglicht werden, verlangte der Verband.

Am 2. Mai hatte BSW-Solar mitgeteilt, dass der Ausbau der Solarenergie in Deutschland sich im ersten Quartal 2026 deutlich verlangsamt habe (siehe separate Meldung).
 // VON Christine Büttner
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Gestehungskosten konstant unter 10 Euro
Quelle: E&M / Shutterstock, wanpatsorn
H2-PREISINDEX. Grüner Wasserstoff ist noch nicht marktreif. Wie sich der Preisvergleich zum grauen Wasserstoff darstellt, zeigt der H2-Preisindex von Enervis und E&M alle zwei Wochen.
 
Wasserstoffpreisindex in den Kalenderwochen 17 und 18
(Zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)
Quelle enervis energy advisors GmbH EEX

Die Gestehungskosten für strommarktbasierten grünen Wasserstoff sind in der vergangenen zwei Wochen konstant unter 10 Euro pro Kilogramm geblieben. Das Zweiwochenhoch lag bei 9,13 Euro/Kilogramm, das Zweiwochentief bei 3,74 Euro/Kilogramm. Im Wochenmittel ist der Preis von 7,02 auf 7,18 Euro/Kilogramm leicht gestiegen.
 // VON Redaktion MEHR...

Die Gestehungskosten für grauen Wasserstoff bewegten sich im Wochenverlauf zwischen 3,05 und 3,39 Euro pro Kilogramm. Das Preisniveau lag damit weiterhin konstant unterhalb des strommarktbasierten Wasserstoffs sowie der Insellösung aus Erneuerbaren-Energie-Anlage und Elektrolyseur.

Legende zum H2-Preisindex

  • Grüner Wasserstoff: Gestehungskosten auf Basis von Strompreisen am Spotmarkt, Herkunftsnachweisen für die jeweiligen Strommengen sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Elektrolyseanlage
  • Grüner Wasserstoff (Direktverbindung): Gestehungskosten als Benchmark auf Basis von grünem Bezugsstrom einer netzentkoppelten Erneuerbaren-Anlage sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Elektrolyseanlage
  • Grauer Wasserstoff: Gestehungskosten auf Basis von Erdgaspreisen am Spotmarkt, Preisen für CO2-Zertifikate sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Erdgas-Dampfreformierungsanlage
 // VON Redaktion
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  TECHNIK
Quelle: Shutterstock / Kjetil Kolbjornsrud
SAP übernimmt zwei KI-Spezialisten
IT. Die deutsche Softwareschmiede SAP hat zwei Übernahmen zur Stärkung seiner Fähigkeiten in der künstlichen Intelligenz angekündigt.
Wie der Walldorfer Software-Konzern mitteilte, übernimmt er das Unternehmen Prior Labs mit Sitz in Freiburg und will es mit Investitionen von mehr als 1 Milliarde Euro in den kommenden vier Jahren zu einem führenden KI-Labor für strukturierte Daten ausbauen.
 // VON Jesko Neeb MEHR...

Zudem kauft SAP den Anbieter Dremio, der Datenplattformen speziell für KI-Agenten entwickelt. Der Dremio-Zukauf soll zu einer besseren Integration von Daten aus SAP-eigenen und anderen Systemen beitragen. Die Kaufpreise beider Übernahmen wurden nicht genannt.

Prior Labs ist laut SAP ein Pionier für sogenannte „Tabellarische Foundation Models (TFM)“, einer KI, die speziell für strukturierte Daten entwickelt wurde. Anders als Große Sprachmodelle (LLM) können sie auf der Grundlage tabellarischer Daten etwa Zahlungsverzögerungen, Lieferantenrisiken, Upselling-Möglichkeiten und das Risiko von Kundenabwanderung genau vorhersagen. „SAP hat schon früh erkannt, dass die größte ungenutzte Chance in der Unternehmens-KI nicht in Großen Sprachmodellen liegt, sondern in KI, die für die strukturierten Daten entwickelt wurde, auf denen die Unternehmen weltweit basieren,“ erklärte SAP-CTO Philipp Herzig.

Prior Labs soll auch nach Abschluss der Übernahme als eigenständige Einheit agieren. Der Abschluss beider Transaktionen wird für das dritte Quartal erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
 // VON Jesko Neeb
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Speicherhersteller „CMBlu“ wird zum Unicorn
Quelle: CMBlu
STROMSPEICHER. CM Blu Energy hat mit einer Series-C-Finanzierung den Unternehmenswert von 1 Milliarde Euro überschritten. Das Unternehmen entwickelt Langzeit-Speicher ohne Lithium.
Der Batteriehersteller CM Blu Energy aus Alzenau im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg hat das Closing seiner Series-C-Finanzierungsrunde bekannt gegeben. Dabei seien dem Unternehmen 50 Millionen Euro zugeflossen. Laut einer Mitteilung von CM Blu haben sich neben Samsung Ventures alle bisherigen Investoren wieder beteiligt. Weiter heißt es, die Bewertung des Unternehmens habe nun Unicorn-Niveau, also die Marke von 1 Milliarde Euro, erreicht.
 // VON Fritz Wilhelm MEHR...

CMBlu entwickelt sogenannte Solid-Flow-Batterien. Die Technologie kombiniere nicht entflammbare, wasserbasierte Elektrolyte mit proprietären festen Speichermaterialien, entkoppele Leistung von Energiekapazität und ermögliche so eine kosteneffiziente Skalierung, hieß es. Die Sonderstellung als Hersteller von Batterien, der nicht auf Lithium angewiesen ist, wird vom Unternehmen immer wieder betont.

CEO Constantin Eis erklärt, die Solid-Flow-Technologie kombiniere inhärente Sicherheit mit vereinfachten Genehmigungsprozessen und ermögliche dadurch schnellere sowie besser planbare Installationen im großen Maßstab. Die Kombination aus schneller Bereitstellung und resilienten, regional ausgerichteten Lieferketten sei entscheidend, um den steigenden Energiebedarf von Rechenzentren und Industrie zu decken.

Vereinbarung mit Uniper

Die Mittel aus der aktuellen Finanzierungsrunde sollen vor allem in den Ausbau der Produktionskapazitäten sowie in erste kommerzielle Anlagen in Europa und den USA fließen. Parallel habe das Unternehmen eine Rahmenvereinbarung mit dem Energieversorger Uniper über 5 Millionen kWh abgeschlossen. Diese Größenordnung entspreche unter anderem der Versorgung eines 1.000-MW-Rechenzentrums über fünf Stunden oder eines 500-MW-Standorts über zehn Stunden.

Samsung Ventures sieht in der Technologie einen möglichen Baustein für eine resilientere Energieinfrastruktur. Ein Sprecher erklärte, CM Blu positioniere sich mit seinem Ansatz als relevanter Anbieter für die Skalierung nachhaltiger Langzeit-Speicher und als Enabler der Energiewende, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Stromnachfrage durch KI-Anwendungen und Elektrifizierung.
 // VON Fritz Wilhelm
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  UNTERNEHMEN
Jahresbilanz der Stromnetz Berlin für 2025 (v.l.): CEO Erik Landeck und Aufsichtsratschef Staatssekretär Severin Fischer (SPD). Quelle: Susanne Harmsen
Stromnetz Berlin will Netzkapazität verdoppeln
BILANZ. Trotz Millionenschäden wegen Anschlägen hat Stromnetz Berlin 2025 den Gewinn gesteigert und kündigt verdoppelte Investitionen in Netzausbau, Digitalisierung und Resilienz bis 2030 an.
Der landeseigene Verteilungsnetzbetreiber Stromnetz Berlin hat im Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn nach Steuern von 209 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 151 Millionen Euro ausgewiesen, wie es am 4. Mai mitteilte. Laut Unternehmen resultiert die Ergebnissteigerung vor allem aus geringeren Kosten für die Beschaffung von Netzverlustenergie infolge niedrigerer Preise sowie aus Effekten der Differenzbilanzkreis-Abrechnung und höheren aktivierten Eigenleistungen.
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Die Umsatzerlöse stiegen zeitgleich von 1,5 Milliarden Euro auf 1,6 Milliarden Euro. Die Investitionen erhöhten sich auf 452 Millionen Euro und erreichten damit erneut einen Höchstwert. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen nach eigenen Angaben eine weitere Steigerung: 597 Millionen Euro sollen in den Erhalt und Ausbau der Netzinfrastruktur, in Digitalisierung sowie in Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz fließen. In den kommenden fünf Jahren rechnet Stromnetz Berlin mit Gesamtinvestitionen von deutlich mehr als 3,6 Milliarden Euro.

Der transportierte Strom lag 2025 mit rund 12 Milliarden kWh auf einem ähnlichen Niveau wie 2024. Gleichzeitig sieht das Unternehmen perspektivisch einen deutlich steigenden Bedarf. In den kommenden zehn Jahren sei eine Verdopplung der Netzkapazität erforderlich, um zusätzliche Lasten aus Industrie, Rechenzentren und Energiespeichern sowie E-Mobilität und Wärmepumpen zu integrieren.

Auch beim Personal setzte Stromnetz Berlin seinen Wachstumskurs fort. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen 2.164 Mitarbeitende sowie 147 Auszubildende. Rund 200 Neueinstellungen kamen im Jahresverlauf hinzu. Nach Angaben des Unternehmens wurden alle Ausbildungsplätze besetzt. 

Eigenes Verfahren für Netzanschlüsse erprobt

Ein Schwerpunkt lag 2025 zudem auf neuen Verfahren für große Netzanschlüsse. Stromnetz Berlin führte ein Zuteilungsverfahren für Anschlussleistungen ab 3,5 MW ein. Grundlage ist die aktuell verfügbare Kapazität in den Teilnetzen, die anteilig auf Antragsteller verteilt wird. Im ersten Durchlauf standen 365 MW zur Verfügung, während Anfragen über insgesamt rund 2.300 MW eingingen. Laut Unternehmen unterzeichneten 20 Unternehmen entsprechende Verträge.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Severin Fischer erklärte, das Verfahren schaffe Transparenz und gleiche Wettbewerbsbedingungen für Großkunden wie Wärmeversorger, Ladeinfrastrukturbetreiber oder Rechenzentrumsunternehmen. Es solle dazu beitragen, Berlin als Wirtschaftsstandort attraktiv zu halten.
 
Geplante Investionen ins Berliner Stromnetz -
Für die Vollansicht bitte auf die Grafik klicken
Quelle: SNB

Zweistelliger Millionenbetrag für die Sicherheit

Neben wirtschaftlichen Kennzahlen prägten Sicherheitsfragen das Geschäftsjahr. Zwei Brandanschläge innerhalb von vier Monaten führten zu längeren Stromausfällen in der Hauptstadt. Laut Stromnetz Berlin entstand beim ersten Vorfall im September 2025 ein Schaden von 3 Millionen Euro, beim zweiten im Januar 2026 ein weiterer Schaden in Millionenhöhe. Geschäftsführer Erik Landeck erklärte, welche zusätzlichen Maßnahmen unternommen werden, um dies künftig zu vereiteln.

So installierte das Unternehmen mehr als 200 Kameras und setzte 130 Sicherheitskräfte ein. Zudem wurden etwa 20 Kilometer Zaun verstärkt. Weitere technische Maßnahmen, etwa Sensoren zur Überwachung von Anlagen, befinden sich in Erprobung. Für zusätzliche Sicherheits- und Resilienzmaßnahmen plant das Unternehmen Ausgaben im zweistelligen Millionenbereich.

Kunden sensibilisieren

Aufsichtsratschef Staatssekretär Severin Fischer (SPD) sagte vor den Medien, neben technischen Maßnahmen gehe es auch darum, Unternehmen und Verbraucher für Vorsorge und den Umgang mit Krisensituationen zu sensibilisieren. „Mit Netztrennschaltern für PV-Anlagen mit Speicher könnten Kunden eine Eigenversorgung herstellen, was bisher nur bei fünf Prozent der Anlagen verbaut ist“, so Landeck.

Parallel treibt Stromnetz Berlin den Ausbau digitaler Infrastruktur voran. Dazu zählt unter anderem der Rollout intelligenter Messsysteme. Nach Unternehmensangaben sollen perspektivisch mehrere Hunderttausend Geräte installiert werden, um flexiblen Verbrauch und dezentrale Erzeugung besser zu steuern.

Die Entwicklung des Unternehmens steht im Kontext der energiepolitischen Ziele des Landes Berlin. Der Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze gelten als zentrale Voraussetzung für die Dekarbonisierung der Energieversorgung sowie für die Integration neuer Verbrauchs- und Erzeugungsstrukturen.
 // VON Susanne Harmsen
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Deutscher Solarmodul-Hersteller in Schieflage
Quelle: Pixabay / Steve Buissinne
WIRTSCHAFT. Der Solarmodulhersteller Soluxtec hat Insolvenz angemeldet. Das deutsche Unternehmen will sich neu aufstellen.
„Soluxtec glänzt auf der Intersolar.“ Bald zwei Jahre ist es her, dass das Bitburger Unternehmen sich so überschwänglich äußerte. Es ist der Titel einer Pressemitteilung vom Sommer 2024 – der jüngsten, die sich auf der Website des Solarmodul-Herstellers findet. Die bis dato letzte Mitteilung verschickte eine Wirtschaftsprüfer- und Rechtsanwaltskanzlei vor einigen Tagen: „Soluxtec strebt Neuausrichtung durch Insolvenz an“, heißt es darin.
 // VON Manfred Fischer MEHR...

Nach 15 Jahren am Markt hat der Modulhersteller - einer der wenigen, der in Deutschland produziert - am 29. April einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt. Jakob Joeres, Rechtsanwalt bei der Trierer Prüfungs- und Beratungsgesellschaft DHPG, ist vom Amtsgericht Bitburg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt worden. Gemeinsame Aufgabe mit der Soluxtec-Geschäftsführung sei nun, „den fortlaufenden Geschäftsbetrieb zu stabilisieren“, teilt Joeres mit. Gesucht: ein Investor. 

„Gespräche mit möglichen Investoren sind bereits aufgenommen, die hoffentlich zeitnah zu einem guten Abschluss gebracht werden“, wird Firmenchef Tim Leukert der Mitteilung der Kanzlei zitiert. Ziel sei der Erhalt aller Arbeitsplätze und das unveränderte Beliefern der Kunden mit Solarmodulen. 70 Mitarbeitende stehen in Lohn und Brot. Standorte hat das Unternehmen in Bitburg und in Föhren nordöstlich von Trier, produziert wird dem Vernehmen nach nur noch Föhren. Die Verwaltung von Soluxtec sitzt jenseits der Grenze in Wasserbillig im Großherzogtum Luxemburg.
 
 
Warum auch der Insolvenzverwalter zuversichtlich ist

Der vorläufige Insolvenzverwalter weist auf die Preisschlacht auf dem Modulmarkt hin: „Trotz steigender Nachfrage ist der Markt von einem hohen internationalen Wettbewerb und damit verbundenen sinkenden Modulpreisen geprägt.“ Joeres gibt sich aber zuversichtlich, was Solarmodule made in Germany angeht: „Die Branche hat eine bedeutende Rolle in der nachhaltigen Energiezukunft des Landes.“ Und in der Tat: Das Auslaufen chinesischer Staatssubventionen für Exportmodule könnte den europäischen Markt stabilisieren helfen. Noch kommen mindestens 85 Prozent der Module für Deutschland aus China.

Soluxtec produziert nach eigene Angaben Module mit besonders hoher Energieeffizienz und Widerstandsfähigkeit gegen lichtinduzierte Degradation (LID) sowie gegen potenzialinduzierte Degradation (PID). „Bei Soluxtec sind wir stolz auf unser Erbe der überlegenen deutschen Ingenieurskunst“, schreibt das Unternehmen.

Die Ingenieurskunst bescherte in den Jahren 2022 und 2023 noch schwarze Zahlen. 2023 stand ein Rohergebnis von 9,1 Millionen Euro und ein Jahresüberschuss von rund 219.000 Euro zu Buche. Im Jahr davor waren es 12 Millionen und 276.000 Euro. Für die Jahre 2024 und 2025 finden sich keine Jahresabschlüsse von Soluxtec im Bundesanzeiger.
 // VON Manfred Fischer
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Orsted Onshore wird zu Perigus Energy
Quelle: Windpark Schiederhof im Landkreis Straubing-Bogen, unweit des Unternehmenssitzes in Regensburg. Quelle: Perigus Energy
WINDKRAFT. Die Übernahme des Onshorewind-Geschäfts von Orsted durch Copenhagen Infrastructure Partners ist abgeschlossen. 
Nach Abschluss der Übernahme des europäischen Onshore-Geschäfts der dänischen Orsted durch Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) firmiert das Unternehmen nun unter dem Namen Perigus Energy. Das geht aus einer Mitteilung des Unternehmens hervor.
 // VON Katia Meyer-Tien MEHR...

Die Transaktion hat ein Volumen von 1,44 Milliarden Euro und wurde über den Fonds „CI V“ umgesetzt. Sie ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung des dänischen Orsted-Energiekonzerns, der sich künftig auf das Offshorewind-Geschäfft fokussieren will. Insgesamt hat Orsted in den Jahren 2025 und 2026 Transaktionen im Umfang von rund 6,17 Milliarden Euro vereinbart und damit eigene Zielmarken übertroffen (wir berichteten). 

Das jüngst veräußerte Onshore-Geschäft umfasst Aktivitäten in Deutschland, Irland, Spanien und dem Vereinigten Königreich. Zum Portfolio zählen 578 MW in Betrieb sowie 248 MW im Bau. Auch eine Projektpipeline im Umfang mehrerer tausend MW in den Bereichen Onshorewind, Photovoltaik und Batteriespeicher sei Teil des Geschäfts, teilt Perigus Energy mit. Fünf Projekte befinden sich derzeit in Deutschland und Irland im Bau. 

Mit der Übernahme gehen sämtliche Mitarbeitenden, Projekte und bestehenden Verträge unverändert auf Perigus Energy über. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 200 Mitarbeitende, davon rund 80 in Deutschland. Hauptsitz ist Cork, weitere Standorte befinden sich unter anderem in Regensburg (die vormalige Ostwind vor dem Kauf durch Orsted), London und Madrid. 

Orsted will sich künftig auf Offshorewind in europäischen Kernmärkten konzentrieren, wo eine hohe Ausschreibungsdynamik erwartet wird. Das Onshore-Geschäft in den USA bleibt davon unberührt und wird separat weitergeführt. 

Copenhagen Infrastructure Partners plant, die bestehende Projektpipeline weiterzuentwickeln und zusätzliche Kapazitäten in den europäischen Strommärkten zu realisieren.
 // VON Katia Meyer-Tien
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Steag Iqony Group mit neuem Führungsteam
Gundolf Schweppe und Verena Sievers. Quelle: Steag Iqony Group
PERSONALIE. Die Spitze der Steag Iqony ist wieder komplett: Gundolf Schweppe ist der neue CEO, Verena Sievers übernimmt den Posten der Arbeitsdirektorin (CHRO). 
Die Steag Iqony Group mit Hauptsitz in Essen und Schwerpunkt auf flexibler Stromerzeugung sowie Fernwärme hat ihre Führungsebene neu geordnet. Gundolf Schweppe ist seit 1. Mai CEO des Unternehmens, Verena Sievers ist die neue Arbeitsdirektorin (CHRO), teilte die Steag Iqony Group am 4. Mai mit. 
 // VON Heidi Roider MEHR...

Wie das Unternehmens bereits im November 2025, folgte Schweppe auf Dr. Andreas Reichel, der seinen Vertrag regulär auslaufen ließ und in den Ruhestand gegangen ist (wir berichteten). Schweppe bringt rund 20 Jahre Erfahrung aus der Energiewirtschaft mit und wechselte vom Uniper-Konzern zur Steag, wo er zuletzt das Downstream‑Geschäft mit Industriekunden und Stadtwerken verantwortete. 

Verena Sievers leitet seit dem Jahr 2019 den HR‑Bereich des Konzerns. Zuvor war sie unter anderem Leiterin des Commodity Risk Managements und des Energiehandels der Steag und ist ebenfalls seit mehr als 20 Jahren in der Energiewirtschaft zuhause. 

Zum Führungsteam der Steag Iqony Group gehören bereits Antonio Haya als COO und der CFO Dieter Dehlke.
 // VON Heidi Roider
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Thüga verlängert mit Finanzvorständin
Anne Rethmann. Quelle: Thüga AG
PERSONALIE. Anne Rethmann verantwortet weiterhin die kaufmännischen Belange des Stadtwerke-Netzwerks Thüga Aktiengesellschaft.
Der Aufsichtsrat der Thüga AG hat Anne Rethmann jetzt bis 2031 ein weiteres Mal zur Finanzvorständin bestellt. Die 57-Jährige war im Januar 2024 in den Vorstand berufen worden und verantwortet seither die kaufmännische Steuerung der interkommunalen Holding.
 // VON Manfred Fischer MEHR...

Ein Fokus ihrer Arbeit liege auf der Entwicklung neuer Finanzierungsansätze sowie der qualifizierten Finanzierungsberatung für die Thüga-Partnerunternehmen, heißt es aus der Konzernzentrale in München.

Vor ihrem Wechsel zur Thüga war Rethmann für die Autobahn GmbH des Bundes in Berlin tätig. Von 2019 an zeichnete sie dort als Geschäftsführerin verantwortlich für Finanzen, IT, Recht, Risikomanagement und Informationssicherheit. In München trat sie die Nachfolge von Dr. Christof Schulte an, der das Finanzressort zwölf Jahre geleitet hatte.

Vorstandsvorsitzender Dr. Constantin Alsheimer, der wie die Rethmann Anfang 2024 zur Thüga kam, hebt den „offenen und konstruktiven Austausch“ mit seiner Kollegin im Vorstand hervor. Rethmann verweist auf das Ziel, „tragfähige finanzielle Lösungen für die Energie- und Wärmewende in den Kommunen sowie digitale Plattformen für unsere Partnerunternehmen zu entwickeln“. Dafür will sie sich „weiterhin mit voller Kraft einsetzen“.
 // VON Manfred Fischer
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Französische Spie-Gruppe mit neuem CEO
Markus Holzke. Quelle: SPIE
PERSONALIE. Markus Holzke, bislang bei Spie Chef der Einheit „Germany Switzerland Austria“, übernimmt als CEO die Führung des Gesamtkonzerns. Die deutsche Spie-Einheit führt nun Rainer Hollang.
Markus Holzke ist seit 1. Mai CEO der Spie Gruppe, teilte der französische Multitechnik-Konzern mit. Damit habe Spie auf seiner Hauptversammlung in Paris den Wechsel an der Unternehmensspitze vollzogen. Der Deutsche folgt auf den langjährigen Vorstandsvorsitzenden und CEO Gauthier Louette, der aus Altersgründen Ende April ausgeschieden ist, wie Louette selbst auf seinem Linkedin-Account veröffentlichte. „Ich freue mich sehr, dass die Wahl des Vorstands auf Markus Holzke gefallen ist“, teilte Louette weiter mit.
 // VON Heidi Roider MEHR...

Die Rolle als Vorstandsvorsitzender wird künftig von Patrick Jeantet übernommen, der seit 2021 dem Vorstand von Spie angehört und nun „nicht-geschäftsführender Vorstandsvorsitzender“ ist, teilte der Konzern dazu weiter mit.

Markus Holzke studierte als Offizier der Bundeswehr an der Universität der Bundeswehr in München und schloss als Diplom-Kaufmann ab. Seit 2006 war er in verschiedenen Führungspositionen bei der TÜV Süd AG und der Hochtief AG tätig. Als CFO des Segments Service Solutions der Hochtief Solutions begleitete er bereits den Verkauf des Segments an Spie. 

Die Einheit „SPIE Germany Switzerland Austria“ wurde im Jahr 2013 unter der Führung von Holzke gegründet. Die Belegschaft wuchs seitdem von 300 auf derzeit 20.700 Beschäftigte. Damit ist sie mittlerweile die größte Einheit der gesamten Spie Gruppe. Holzke bleibt der Gruppe Spie Germany Switzerland Austria als Aufsichtsratsvorsitzender erhalten.

Die Geschäftsführung dort hat zum 1. Mai Rainer Hollang übernommen. Hollang ist Diplom-Ingenieur und studierte an der TU Berlin. Er begann seine Karriere in einem Ingenieurbüro, bevor er 2005 zu Hochtief Service Solutions wechselte. Nach der Integration in Spie im Jahr 2013 übernahm er unterschiedliche Managementfunktionen als Mitglied der Geschäftsleitung.
 // VON Heidi Roider
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Konstanz in Krefeld
Kerstin Abraham. Quelle: SWK
PERSONALIE. Kerstin Abraham ist als Vorständin und Arbeitsdirektorin der Stadtwerke Krefeld vorzeitig wiederbestellt worden.
Vorzeitige Vertragsverlängerung an der Spitze der SWK AG: Der Aufsichtsrat des kommunalen Unternehmens hat Kerstin Abraham bis 2031 ein weiteres Mal als Vorständin und Arbeitsdirektorin bestellt. Die 59-Jährige gehört dem Vorstand seit Mai 2012 an.
 // VON Manfred Fischer MEHR...

Bevor sie nach Krefeld kam, war sie Geschäftsführerin der USB Umweltservice Bochum GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der Stadtwerke Bochum Holding GmbH. 

Im Vorstand verantwortet sie die Geschäftsfelder Entsorgung und Wasser. Außerdem ist sie Geschäftsführerin der Tochter SWK Energie. Als Arbeitsdirektorin ist sie obendrein im SWK-Konzern für Personal verantwortlich. Abraham arbeitet an der Seite von Carsten Liedtke, der 56-Jährige ist seit 2007 Vorstand und Sprecher des Führungsduos. 

Mit der vorzeitigen Verlängerung will der Aufsichtsrat ein „Zeichen für Kontinuität und Vertrauen“ in die Konzernspitze setzen. „Kerstin Abraham hat in den vergangenen Jahren den nachhaltigen, bundesweiten Wachstumskurs entscheidend mitgeprägt. Gemeinsam mit Vorstandssprecher Carsten Liedtke trägt sie große Anteile an dem Erfolg des Konzerns“, wird Aufsichtsratsvorsitzender und Ratsmitglied Jürgen Hengst (parteilos) in einer Mitteilung zitiert.

Karnevalistin aus dem kühlen Norden

Die rheinländische Lebenslust sagt der gebürtigen Norddeutschen – Abraham stammt aus Glückstadt in Schleswig-Holstein – offenbar zu. Dem Vernehmen nach ist sie gesellschaftlich vielseitig engagiert, so etwa im Karneval oder bei den „Leading Ladies in Town“.
 // VON Manfred Fischer
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Neuer Finanzchef bei IT-Schmiede Vivavis
Quelle: Shutterstock / Andrii Yalansky
PERSONALIE. Nach einem Jahr gibt Joachim Müller seinen Posten als Chief Finance Officer beim infrastrukturnahen Software-Haus Vivavis auf. 
Beim Softwarehaus Vivavis AG gibt es einen neuen Finanzvorstand. Mit Wirkung zum 4. Mai 2026 wurde Dr. Karl Ludwig Kley zum Chief Finance Officer (CFO) des Unternehmens mit Sitz in Ettlingen (Baden-Württemberg) bestellt. Er folgt auf Joachim Müller der nach rund zwölf Monaten den Posten wieder abgibt. Vorstand und Aufsichtsrat dankten ihm „ausdrücklich“, teilte das Unternehmen mit. 
 // VON Stefan Sagmeister MEHR...

Karl Ludwig Kley verfügt laut Unternehmen über Erfahrung in der Finanzführung mittelständischer Unternehmen sowie im Beteiligungs- und Transformationsumfeld. Zuletzt gründete er die Corporate-Finance-Beratung Kley & Cie in der Schweiz und begleitete Transaktionen sowie Transformationsprojekte. Frühere Stationen umfassen Tätigkeiten als CFO im Private-Equity-Bereich sowie beim Baukonzern Bilfinger AG, wo er zuletzt eine Venture-Capital-Beteiligungsgesellschaft verantwortete.

Anfang des Jahres hatte Vivavis den Vorstand um die Position des Chief Digital Officer (CDO) erweitert (wir berichteten). Andre Kreuzer übernahm diese Funktion zum 15. Januar 2026 und ergänzt seitdem das Führungsgremium um CEO Luis Goncalves und den damaligen CFO Joachim Müller. Mit dem zusätzlichen Ressort will das Unternehmen die digitale Transformation stärker vorantreiben.

Die Vivavis AG entwickelt Software- und Digitalisierungslösungen für die Energiewirtschaft und angrenzende Infrastruktursektoren. Zum Portfolio gehören Anwendungen für Netzbetrieb, Steuerung und Datenmanagement. Kunden sind vor allem Energieversorger und Netzbetreiber.
 
Dr. Karl Ludwig Kley
Quelle: Vivavis
 // VON Stefan Sagmeister
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Neuer COO für bundeseigene LNG-Terminals
Dr. Martin Meurers wechselt aus dem Bundeswirtschaftsministerium zur DET. Quelle: DET / Jochen Rolfes
PERSONALIE. Die Deutsche Energy Terminal GmbH erweitert ihre Geschäftsführung: Dr. Martin Meurers übernimmt zum ersten Mai 2026 die Rolle des Chief Operating Officer. Er kommt vom BMWE.
Die Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) hat Dr. Martin Meurers zum 1. Mai 2026 als ersten Chief Operating Officer (COO) berufen. Das geht aus einer Mitteilung der bundeseigenen Gesellschaft hervor. Meurers soll künftig an der Seite von Dr. Peter Röttgen, CEO und Sprecher der Geschäftsführung, insbesondere die Kapazitätsvermarktung und den Betrieb der staatlichen LNG-Terminals verantworten. 
 // VON Katia Meyer-Tien MEHR...

Meurers (54) wechselt aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWE), wo er seit 2022 das Referat für Grundsatzfragen der Energiesicherheit leitete. In seiner neuen Funktion bei der DET soll er den Einsatz der bundeseigenen Terminals mit Blick auf die Versorgungssicherheit steuern. 

Die DET wurde während der Energiekrise 2022 gegründet. Sie betreibt die staatlich initiierten LNG-Terminals in Deutschland. Dazu zählen der Standort Brunsbüttel (Schleswig-Holstein), zwei Anlagen in Wilhelmshaven und das noch unvollendete Projekt in Stade (beide in Niedersachsen). Aufgabe der Terminals ist es, verflüssigtes Erdgas (LNG) als Importgut zu regasifizieren, in das deutsche Gasnetz einzuspeisen und so weggefallene russische Mengen auszugleichen. 

Meurers war zuvor in verschiedenen Funktionen im BMWE tätig, unter anderem in den Bereichen Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie internationale Wirtschaftsbeziehungen. Darüber hinaus war er im Bundeskanzleramt im G8/G20-Sherpa-Stab sowie beim Deutschlandreferat der OECD in Paris tätig.
 // VON Katia Meyer-Tien
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Windkraft führt erneuerbare Stromerzeugung an
Quelle: E&M / Pixabay
STATISTIK DES TAGES. Ein Schaubild sagt mehr als tausend Worte: In einer aktuellen Infografik beleuchten wir regelmäßig Zahlen aus dem energiewirtschaftlichen Bereich. 
 
Zur Vollansicht auf die Grafik klicken
Quelle: Statista

Im Jahr 2025 lag der Anteil der Stromerzeugung aus Windkraft an Land bei rund 39,5 Prozent an der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern in Deutschland. Aus Sonnenlicht stammten 26,8 Prozent des erneuerbaren Stroms. Bezogen auf alle Energiequellen, also auch die konventionellen, lag der Beitrag von Onshore-Windenergie an der Bruttostromerzeugung im Jahr 2025 bei rund 21,4 Prozent, wie der BDEW ermittelte. 
 // VON Redaktion MEHR...

Erneuerbarer Energien erzeugen aktuell in Deutschland über die Hälfte des gesamten Stroms. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nahm in den vergangenen knapp 30 Jahren kontinuierlich zu. In Bezug auf die Windenergie war Deutschland im Jahr 2024 neben China und den USA eines der wichtigsten Länder weltweit nach installierter Windenergieanlagenleistung.
 // VON Redaktion
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MARKTBERICHTE

STROM
GAS
Unsicherheit um US-Geleitschutz stützt Öl und Gas
Quelle: E&M
MARKTKOMMENTAR. Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
Die Energiepreise werden am Montag erneut von der diffusen und verunsichernden Nachrichtenlage im Irankrieg in Atem gehalten. Insbesondere Öl, aber auch Kohle, Gas und Strom legten zu. CO2 zeigt sich dagegen mit Abgaben. Zum einen wollen die USA nun Schiffe, die in der Straße von Hormus festliegen, herausleiten, wobei allerdings Details fehlen, wie dies geschehen soll. Der Iran hatte daraufhin angekündigt, dass eine Durchfahrt ohne offizielle Genehmigung nicht möglich sei, und dass jede Missachtung eine entschlossene Reaktion der Streitkräfte nach sich ziehen würde. Später hieß es dann laut iranischen Medien, ein Schiff der US-Marine sei mit zwei Raketen getroffen worden, nachdem es Warnungen ignoriert habe. Das Schiff sei darauf gezwungen gewesen, umzukehren. 
 // VON Claus-Detlef Großmann MEHR...

Strom: Überwiegend fester hat sich am Montag der deutsche OTC-Strommarkt gezeigt. Der Day-ahead kostete im Base 129,00 Euro je Megawattstunde und im Peak 121,25 Euro je Megawattstunde. Börslich wurden am Montag für die Grundlast 128,73 Euro ermittelt und für die Spitzenlast 120,85 Euro. Der Montag selbst war am Donnerstag der Vorwoche börslich in der Grundlast mit 103,25 Euro je Megawattstunde bewertet worden. Händler verweisen als Grund für den Preisanstieg von Montag auf Dienstag auf die geringere Erneuerbaren-Einspeiseleistung, die für den zweiten Wochentag erwartet wird. Die Meteorologen von Eurowind prognostizieren für den Dienstag Beiträge von Wind und Solar im Umfang von 13,8 Gigawatt nach 19,6 Gigawatt am Berichtstag. Für den Mittwoch wird eine deutlich höhere Einspeiseleistung erwartet. Für Donnerstag und Freitag rechnet Eurowind wieder mit recht wenig Einspeiseleistung.

Am langen Ende gewann das Frontjahr wegen der steigenden Preise für Gas und Kohle 0,87 auf 94,42 Euro.

Erdöl: Bis gegen 13.39 Uhr gewann Juli-Brent 3,49 auf 111,66 US-Dollar je Barrel. Juni-Gasöl verteuerte sich um 2,00 auf 1.224,25 US-Dollar je Tonne. Die Ölpreise waren zunächst etwas gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, Handelsschiffe aus der Straße von Hormus zu geleiten. Allerdings war nicht klar, wie dies „Project Freedom“ genannte Vorhaben ablaufen soll. Die US-Streitkräfte unterstützen laut eigenen Angaben das Projekt Freedom. Unterdessen wies das US-Zentralkommando Behauptungen zurück, wonach ein US-Kriegsschiff vom Iran getroffen worden sei. Dies hatte zu einem kräftigen Anstieg der Preise geführt. „Die Rohöl-Futures werden sich der langwierigen Schließung der Straße von Hormus bewusst“, so Sparta Commodities. „Die Chancen auf eine starke Erholung der Durchfahrten scheinen weiterhin gering. Die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation des Konflikts nimmt zu.“ 

CO2: Ein wenig leichter haben sich die CO2-Preise am Montag präsentiert. Der Dec 26 notierte gegen 13.39 Uhr mit einem Minus von 0,62 auf 73,32 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt schwache 7,3 Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 74,57 Euro, das Tief bei 73,08 Euro. CO2 reagierte damit wie schon häufig gegenläufig zur Entwicklung bei Öl und Gas, die durch eine mögliche Eskalation im Irankrieg nach oben getrieben werden. Unterdessen wurden am Wochenende nahezu endgültige Referenzwerte für den CO2-Markt publiziert. Diese sind laut dem Analysehaus Vertis so gestaltet, dass der Markt voraussichtlich bis 2026/2027 strukturell angespannt bleiben wird. Dies trägt dazu bei, Bedenken hinsichtlich eines möglichen Angebotsanstiegs zu zerstreuen.

Erdgas: Etwas fester zeigte sich am Montag der europäische Erdgasmarkt. Der Frontmonat Juni am niederländischen TTF legte bis 13.35 Uhr um 0,400 auf 46,855 Euro je Megawattstunde zu. Händler verweisen auf die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus und die drohende Eskalation in Zusammenhang mit dem Versuch der USA, vom Iran blockierte Handelsschiffe aus dem Seegebiet zu geleiten. Bearishe Impulse dürften indessen von der Witterung in Deutschland und Nordwesteuropa ausgehen. Das US-Wettermodell rechnet über die gesamte Vorhersageperiode hinweg bis zum Ende der zweiten Maidekade mit einer Temperaturkurve, die um den steigenden Mittelwert schwingt.
 // VON Claus-Detlef Großmann
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