Der Gewinn (Konzernergebnis) des österreichischen Stromkonzerns Verbund belief sich im ersten Quartal 2026 auf 269,8
Millionen Euro. Er war damit um rund 32
Prozent niedriger als im ersten Quartal des Jahres 2025. Der Umsatz sank um 15,5
Prozent auf 1,94
Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) verringerte sich um 26,1
Prozent auf 534,6
Millionen Euro.
// VON Klaus Fischer MEHR...
Begründet wurden diese Zahlen seitens des Verbunds vor allem mit der verminderten Wasserführung der österreichischen Flüsse sowie dem gefallenen Absatzpreis für Strom aus Wasserkraftwerken. Die Wasserführung lag bei etwa 78
Prozent des langjährigen Durchschnitts. Gegenüber dem ersten Quartal 2025 sank sie um 5
Prozent. Damit fiel die Stromproduktion mittels Wasserkraftwerken um 6,8
Prozent auf rund 5,09
Milliarden kWh.
Seinen erzielten Absatzpreis für den Strom aus derartigen Anlagen beziffert der Verbund mit 92,6
Euro/MWh, um 26,9
Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Der damalige Absatzpreis ergab sich dem Konzern zufolge aus dem bereits 2023 erfolgten Verkauf künftiger Eigenerzeugung „zu hohen Großhandelspreisen“.
Ausblick leicht verbessert Üblicherweise verkauft der Verbund den Großteil seiner erwarteten Stromproduktion etwa ein bis zwei Jahre im Voraus. Wie es im Quartalsbericht heißt, bedeutet eine um 1
Prozent geringere Stromerzeugung mithilfe der Wasserkraft eine Verringerung des Konzernergebnisses um 13,8
Millionen Euro. Sinkt der Großhandelspreis für Strom aus erneuerbaren Energien um 1
Euro/MWh, vermindert dies das Konzernergebnis um 4,2
Millionen Euro.
Um etwa 4
Prozent verringerte sich der Stromabsatz des Verbunds, der sich im ersten Quartal auf insgesamt rund 14,69
Milliarden kWh belief. An Weiterverteiler verkaufte der Konzern 6,52
Milliarden kWh, um 5,3
Prozent weniger als im ersten Quartal 2025. Die an Händler abgegebene Menge sank um rund 12
Prozent auf 4,45
Milliarden kWh. Nicht ausgeglichen werden konnte dies durch den Anstieg der an Endkunden vermarkteten Menge um 8,3
Prozent auf 3,71
Milliarden kWh. In Deutschland, dem nach Österreich zweitwichtigsten Markt des Verbunds, verminderte sich der Stromabsatz um 13,5
Prozent auf 5,59
Milliarden kWh.
Für die staatliche Abschöpfung sogenannter „Übergewinne“ wandte der Verbund im ersten Quartal rund 9,5
Millionen Euro auf, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal (4,2
Millionen Euro). Der Großteil entfiel mit 7,9
Millionen Euro auf Österreich. Die übrigen 1,6
Millionen Euro waren in Spanien fällig. Dort betreibt der Verbund Windparks sowie Solarkraftwerke.
Für das Gesamtjahr erwartet der Verbund ein Ebitda zwischen 2,1 und 2,5
Milliarden Euro sowie ein Konzernergebnis zwischen 1,0 und 1,2
Milliarden Euro. Bei der Präsentation seines Jahresergebnisses 2025 war er von einem Ebitda von etwa 2,0 bis 2,5
Milliarden Euro sowie einem Konzernergebnis von 900 Millionen bis 1,2
Milliarden Euro ausgegangen. Der Ausblick hat sich somit zumindest teilweise leicht verbessert.
// VON Klaus Fischer WENIGER