Zur Wochenmitte haben sich die Energiemärkte fester gezeigt. Ursache der Preissteigerungen ist wieder einmal die Lage am Persischen Golf. Ein Ende des Irankriegs scheint erneut in die Ferne gerückt, nachdem sich die Streitkräfte der USA und des Iran neue heftige Gefechte geliefert haben, wobei die USA allerdings behaupten, der vereinbarte Waffenstillstand halte.
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Der Militärberater des iranischen obersten Führers Modschtaba Chamenei, Mohsen Resai, drohte mit weiteren iranischen Schlägen, wenn die USA neue Angriffe starten sollten: „Jeder abgefeuerte Schuss und jeder Angriff wird mit einer Flut von Raketen und Drohnen beantwortet werden.“ US-Präsident Donald Trump behauptete unterdessen, der Iran habe einem Verzicht auf Atomwaffen zugestimmt.
Strom: Der deutsche OTC-Strommarkt hat sich zur Wochenmitte deutlich fester gezeigt. Der Strommarkt nahm damit die Tendenz der Primärenergieträger und des CO2-Markts auf.
Der Freitag wurde am Mittwoch börslich mit 93,00
Euro je Megawattstunde gesehen. Am Dienstag hatte der Mittwoch selbst in der Grundlast an der Börse mit 102,64
Euro je Megawattstunde notiert. Für den Donnerstag, den Feiertag Fronleichnam, wurden an der Börse 61,34
Euro je Megawattstunde im Base und 35,88
Euro je Megawattstunde im Peak ermittelt.
Auf Stundenbasis ergaben sich für den Zeitraum von 12 bis 15
Uhr geringfügig negative Preise im einstelligen Cent-Bereich. Für die Tage ab Freitag rechnen die Meteorologen von Eurowind für Deutschland mit einer recht volatilen Erneuerbaren-Einspeiseleistung. Ab Montag der neuen Woche steht insbesondere ein schwaches Windaufkommen zu erwarten. Die Temperaturen dürften sich für den genannten Zeitraum um das saisonale Mittel bewegen.
CO2: Die CO2-Preise haben sich am Mittwoch fester gezeigt. Der Dec
26 gewann bis gegen 13.40
Uhr 0,34 auf 79,84
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 8,1
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 80,40
Euro, das Tief bei 78,96
Euro. Die Nettolongpositionen am CO2-Markt sind an der ICE in der Vorwoche um 12,2
Millionen Tonnen auf 51,2
Millionen Tonnen gestiegen.
Erdgas: Die europäischen Gaspreise haben sich am Mittwoch im Einklang mit Öl fester gezeigt. Der Frontmonat Juli am niederländischen TTF gewann bis gegen 13.30
Uhr 1,194 auf 49,050
Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE legte der Day-ahead 1,625 auf 49,000
Euro je Megawattstunde zu.
Die USA und der Iran haben sich eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert, was den Hoffnungen auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus abermals einen Dämpfer versetzte. Irans Revolutionsgarden feuerten in der Nacht ballistische Raketen und Drohnen auf die benachbarten Golfstaaten Kuwait und Bahrain, das US-Militär wiederum griff eine iranische Militäreinrichtung auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus an. Ziel der iranischen Angriffe waren nach Angaben aus Teheran US-Militärstützpunkte in den Staaten am Persischen Golf. Ausgelöst wurden sie durch einen US-Angriff auf einen iranischen Öltanker, wie die Revolutionsgarden mitteilten.
Unterdessen belief sich der Gasflow aus Norwegen am Berichtstag auf mäßige 299,8
Millionen Kubikmeter. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Speicher betrug zuletzt 32,7
Prozent.
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