Überwiegend fester haben sich die Energiemärkte am Montag präsentiert. Ausgelöst wurden die Preisaufschläge durch den Raketenbeschuss zwischen Israel und Iran. Die iranischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Israel eigenen Angaben zufolge abgeschlossen. Um den Libanon zu unterstützen, habe man Israel eine schmerzhafte Antwort erteilt, hieß es in einer vom staatlichen iranischen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. Laut unbestätigten Meldungen hat auch Israel auf Druck von US-Präsident Donald Trump hin seine Angriffe auf Iran eingestellt. Die Ölpreise, die am Morgen nach oben geschnellt waren, grenzten ihre Gewinne daraufhin deutlich ein.
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Strom: Überwiegend fester hat sich am Montag der deutsche OTC-Strommarkt gezeigt, der damit die Tendenz an den Märkten für die Primärenergieträger Kohle, Gas und Öl aufnahm. Der Day-ahead kostete im Base 97,25
Euro je Megawattstunde und im Peak 64,50
Euro je Megawattstunde. Börslich wurden am Montag für die Grundlast 96,87
Euro ermittelt und für die Spitzenlast 64,14
Euro. Der Montag selbst war am Freitag der Vorwoche börslich in der Grundlast mit 124
Euro je Megawattstunde bewertet worden.
Händler verweisen als Grund für den Preisrückgang von Montag auf Dienstag auf die höhere Erneuerbaren-Einspeiseleistung, die für den zweiten Wochentag erwartet wird. Die Meteorologen von Eurowind prognostizieren für den Dienstag Beiträge von Wind und Solar im Umfang von 32,1
Gigawatt nach 23
Gigawatt am Berichtstag. Für die Folgetage bis einschließlich Donnerstag sagt Eurowind eine Erneuerbaren-Einspeiseleistung etwa auf dem Niveau des Montags vorher.
Am langen Ende legte das Strom-Frontjahr um 0,40 auf 94,67
Euro zu.
CO2: Etwas leichter haben sich die CO2-Preise am Montag präsentiert. Der Dec
26 notierte gegen 13.47
Uhr mit einem Minus von 0,25 auf 76,69
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 13
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 77,29
Euro, das Tief bei 76,00
Euro.
Marktbeobachter bringen die Abgaben mit den höheren Preisen für Öl, Kohle und Gas und der erneuten Verschärfung der Situation im Irankrieg in Verbindung. Die Analysten von Redshaw Advisors gehen für den Wochenverlauf von einem begrenzt bullishen Grundimpuls aus. Unterstützungen befinden sich demnach bei 75,45
Euro, 75,25
Euro und 74,90
Euro.
Erdgas: Fester zeigte sich am Montag der europäische Erdgasmarkt. Der Frontmonat Juli am niederländischen TTF legte bis 13.40 Uhr um 0,950 auf 49,525 Euro je Megawattstunde zu. Am deutschen THE gewann der Day-ahead um 0,970 auf 49,195 Euro je Megawattstunde hinzu.
Damit richtet sich Erdgas erneut an Erdöl aus, das wegen der wieder aufgeflammten Kämpfe im Irankrieg kräftig zulegte. Dämpfend auf den Preisanstieg wirkten sich allerdings höhere LNG-Importe nach Europa aus. Diese kletterten in der Vorwoche um rund 10 Prozent gegenüber den Mengen, die für die vorvergangene Woche registriert worden waren. Laut Marktbeobachtern haben sich die US-Ausfuhren wieder zunehmend nach Europa verlagert.
// VON Claus-Detlef Großmann WENIGER