Schwächer haben sich die Energienotierungen am Freitag gezeigt.
Insbesondere bei Öl und Gas, die durch den Irankrieg besonders betroffen sind, wurde ein sehr deutliches Abschmelzen der Risikoprämien beobachtet. Dies liegt nicht allein an der Rücknahme von US-Angriffsplänen durch US-Präsident Donald Trump, sondern ist vor allem in dem Umstand begründet, dass nun auch Iran von einer möglicherweise bevorstehenden Einigung in dem Konflikt spricht.
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Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna am Donnerstagabend in einem TV-Programm. Trump führte auf Nachfrage von Reportern aus, nach seinem Verständnis habe das iranische Staatsoberhaupt Modschtaba Chamenei einem Rahmenabkommen bereits zugestimmt. Es beinhalte unter anderem eine sofortige Öffnung der Straße von Hormus sowie das Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen.
Strom: Schwächer hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Freitag präsentiert, der damit die Tendenz der Primärenergieträger aufnahm. Börslich zeigte sich der Montag-Preis im Base mit 76,25
Euro je Megawattstunde. Am Donnerstag war der Freitag selbst an der Börse in der Grundlast mit 97,46
Euro ersteigert worden.
Händler bringen die Abgaben von Freitag auf Montag mit der höheren Erneuerbaren-Einspeiseleistung in Verbindung, die für den ersten Arbeitstag der neuen Woche prognostiziert wird. Die Meteorologen von Eurowind erwarten für den Montag 41,7
Gigawatt an Beiträgen von Wind und Solar, wohingegen am Berichtstag nur 28,5
Gigawatt anfallen sollen.
Für diesen Samstag geht der Wetterdienst sogar von 50,7
Gigawatt an Wind- und Sonnenstrom aus. Der diesbezügliche Day-ahead betrug an der Börse 26,82
Euro im Base, während der Peak mit -13,48
Euro negativ ausfiel. Alle Stunden zwischen 9 und 19
Uhr waren an der Epex Spot negativ. Der niedrigste Preis wurde mit -45,00
Euro für die Stunde zwischen 14 und 15
Uhr ermittelt.
Ab Dienstag der neuen Woche ist es jedoch laut Eurowind mit der hohen Einspeiseleistung der Erneuerbaren vorbei. Gegen Ende der neuen Woche soll sich in Deutschland eine Schönwetterlage durchsetzen mit viel Wärme, blauem Himmel und wenig Wind.
Am langen Ende verlor das Strom-Frontjahr 1,30 auf 94,21
Euro.
CO2: Die CO2-Preise haben sich am Freitag knapp behauptet gezeigt. Bis gegen 13.50
Uhr sank der Dec
26 um 0,05 auf 77,09
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 10,7
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 78,32
Euro, das Tief bei 77,04
Euro.
Laut den Analysten von Belektron hat sich die Marke von 80
Euro als massiver Widerstand erwiesen. Andererseits zögern die CO2-Bären, das untere Ende der gegenwärtigen Handelsspanne bei 75
Euro aggressiv infrage zu stellen. Der Markt erscheint damit einigermaßen ausbalanciert. Die Preisbewegungen seien zumeist technischer Natur, das werde sich in der neuen Woche wohl fortsetzen, hieß es von Marktbeobachtern.
Erdgas: Schwach haben sich wegen der neuen Friedenshoffnungen im Irankrieg die europäischen Gaspreise am Freitag gezeigt. Der Frontmonat am niederländischen TTF verlor bis gegen 13.38
Uhr um 3,005 auf 46,510
Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE sank der Day-ahead um 3,230 auf 46,470
Euro.
Die EU-Gasspeicher waren zuletzt zu 43,4
Prozent gefüllt. Das sind 2,4
Prozentpunkte mehr als eine Woche zuvor. Vor einem Jahr lag der Füllstand der EU-Speicher bei 52,1
Prozent. Laut dem Netzbetreiber Gassco belief sich der Gasflow aus Norwegen nach Europa am Berichtstag auf moderate 295,1
Millionen Kubikmeter.
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