14. Juli 2026
 DAS WICHTIGSTE VOM TAGE AUF EINEN BLICK 
 INHALTSVERZEICHNIS  Hier erfahren Sie mehr ... (Zum Ausklappen bitte klicken)
  TOP-THEMA
EnBW beendet Neukundengeschäft von PV-Speicher-Tochter
Wird künftig nicht mehr verkauft: Speichermodell der Serie P4. Quelle: Senec
WIRTSCHAFT.  Senec stellt das Neukundengeschäft ein. Die Konzernmutter EnBW hat keinen geeigneten Investor für den Leipziger PV-Speicherhersteller finden können.
Noch kein Monat ist vergangen, da Senec auf der Messe The Smarter E in München Flagge zeigte. Das EnBW-Tochterunternehmen präsentierte ein „Gesamtpaket aus Hardware, Software und Services“, darunter zwei neue Speichersysteme. Nun steht fest: „Neue Produkte werden künftig nicht mehr entwickelt, vermarktet oder vertrieben“, heißt es in einer Mitteilung des Leipziger PV-Speicherherstellers an seine Fachpartner. Das Neukundengeschäft werde eingestellt und Senec sich auf das Bestandskundengeschäft konzentrieren.
// VON Manfred Fischer  MEHR...

Im Februar dieses Jahres hatte EnBW durchblicken lassen, nach einem Investor für die Tochter Ausschau zu halten. Damals war von einer von drei Optionen die Rede. Auch eine Fortführung oder deutliche Verkleinerung des Geschäfts waren Gegenstand der Überlegungen. „Trotz zuletzt signifikanter Fortschritte bei Senec konnte in dem zunehmend schwierigen Marktumfeld kein geeigneter Investor gefunden werden“, schreibt der PV-Speicherhersteller.

Der baden-württembergische Energieriese hält das Geld zusammen. „Angesichts der Vielzahl möglicher Investitionsfelder in der Energiewende muss die EnBW ihre eigenen Investitionen auf ausgewählte, strategisch zentrale Bereiche des Kerngeschäfts konzentrieren. Nur so kann sie ihre zentrale Rolle in der Transformation des Energiesystems wahrnehmen“, erklärt ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Redaktion.

„Deutliche Veränderungen bei der Belegschaft“

Mehr als 650 Menschen arbeiten laut Darstellung auf der Unternehmenswebsite bei Senec, wie viele Arbeitsplätze verloren gehen, ist offen. „Mit der Umstellung auf den Bestandskundenbetrieb und die Einstellung des Neukundengeschäfts lassen sich deutliche Veränderungen bei der Belegschaft nicht vermeiden“, so der Sprecher. Die Geschäftsführung werde „in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat die Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich gestalten. Diese Prozesse laufen nun an“.

Weiter betreiben will Senec das neue Batterietestzentrum in Leipzig. Die sich über 5.000 Quadratmeter erstreckende Anlage ist erst im April des Jahres eröffnet worden. Getestet werden Batteriespeicher, Systeme zum Energiemanagement und Komponenten. „Für den Bestandskundenbetrieb braucht es auch weiterhin die Infrastruktur und die Kompetenz der Mitarbeitenden von Senec. Dazu zählt auch das Testzentrum“, erläutert der Unternehmenssprecher. Darüber hinaus prüfe man weitere Nutzungsmöglichkeiten für das Zentrum.

Die aktuellen Verbindlichkeiten gegenüber EnBW liegen nach Angaben des Sprechers „im dreistelligen Millionenbereich“. Im Jahresabschluss für 2024 wies das Unternehmen Verbindlichkeiten von gut 1 Milliarde Euro aus. Wesentlicher Bestandteil seien Darlehensverbindlichkeiten inklusive Zinsen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 953 Millionen Euro (Vorjahr: 670 Millionen Euro), hieß es. 

Service, Gewährleistungen und Garantien laufen weiter

Senec bleibt, wie der Sprecher betont, Teil des EnBW-Konzerns. Der erste Schnitt im Neukundengeschäft ist bereits erfolgt. Das neue Produkt „Storage Wall 1“ wird „ab sofort nicht mehr ausgeliefert“, schreibt der Speicherhersteller an die Handelspartner. Speicher der Serien E4 und P4 würden noch bis Ende August angenommen, geliefert werde bis Ende September. Die Installation müsse bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Auch Stromverträge sollen über Senec nicht mehr abgeschlossen werden können.

Bestandskunden können „ihre Systeme wie gewohnt nutzen und erhalten weiterhin den entsprechenden Service. Gewährleistungen und bestehende Garantien laufen weiter“, so der Sprecher. Auch die letzten noch ausstehenden Feldaustauschmaßnahmen – den Einbau von Lithium-Eisenphosphat-Speichermodulen – nehme man in Abstimmung mit den Kundinnen und Kunden vor. 

Das Jahr 2024 schloss das EnBW-Tochterunternehmen mit einem Jahresfehlbetrag von rund 386 Millionen Euro (2023: minus 663 Millionen Euro) ab. Abzüglich von Sondereffekten aus den Inzidenzfällen und der Abwicklung des Feldtauschs wies Senec ein bereinigtes Jahresergebnis von minus 151 Millionen Euro aus. (mf)
// VON Manfred Fischer
 WENIGER
WERBUNG


  POLITIK & RECHT
Impulspapier zur ETS-Reform 2026. Quelle: DIHK
DIHK skizziert Erwartungen an ETS-Reform
EUROPÄISCHE UNION. Die DIHK hat vor der geplanten Emissionshandels-Reform der EU-Kommission ihre Forderungen vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz und Infrastruktur.
Die Europäische Kommission will am 17. Juli ihre Vorschläge zur Reform des europäischen Emissionshandelssystems (European Emissions Trading System - EU ETS) vorstellen. Nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) soll die Reform die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie stärken und zugleich die Dekarbonisierung der Wirtschaft vorantreiben.
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Im Vorfeld der Vorlage hat die DIHK ein Impulspapier veröffentlicht, in dem sie sechs zentrale Handlungsfelder für die Weiterentwicklung des EU ETS benennt. Grundsätzlich unterstützt die Organisation den Emissionshandel als marktbasiertes und technologieoffenes Instrument der Klimapolitik. Nach Angaben der DIHK sind die Emissionen in den vom ETS erfassten Sektoren zwischen 2005 und 2023 um 47 Prozent gesunken.

Sebastian Bolay, Bereichsleiter Energie, Umwelt und Industrie der DIHK, sieht in der Reform die Möglichkeit, den Emissionshandel weiterzuentwickeln. „Entscheidend ist dabei, dass die EU-Kommission Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz verbindet“, forderte Bolay. Es brauche gerade in Anbetracht der angespannten Wirtschaftslage einen realistischen Zielpfad und einen angemessenen Carbon-Leakage-Schutz. Ebenso müsste der Ausbau der Strom-, Wasserstoff- sowie CO2-Infrastruktur Fahrt aufnehmen, damit Unternehmen ihre Transformation tatsächlich umsetzen könnten.

Reduktionspfad ans Machbare anpassen

Aus Sicht der DIHK sollte die Reform zunächst den Reduktionspfad für Emissionszertifikate an die technischen und wirtschaftlichen Realitäten anpassen. Nach der derzeitigen Ausgestaltung würde das verfügbare Zertifikatevolumen bis 2039 nahezu auf null sinken. Das könne insbesondere energieintensive Industrien vor Probleme stellen, weil notwendige Technologien und Infrastrukturen vielerorts noch nicht verfügbar seien. Die Organisation fordert deshalb einen langfristig planbaren Zertifikatepfad, der auch Restemissionen berücksichtigt.

Zudem spricht sich die DIHK dafür aus, CO2-Entnahmen stärker in den Emissionshandel einzubinden. Zertifizierte Kohlenstoffentnahmen sowie temporäre Speicherungen, etwa durch Biokohle, sollten künftig auf den Emissionshandel angerechnet werden können. Nach Auffassung der Organisation würde dies Investitionen in entsprechende Technologien fördern und unvermeidbare Restemissionen ausgleichen.

Internationale Gutschriften ermöglichen

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft internationale CO2-Gutschriften. Das europäische Klimagesetz sieht für das Klimaziel 2040 grundsätzlich deren begrenzte Nutzung vor. Nach Ansicht der DIHK sollten auch Unternehmen im EU ETS solche Gutschriften einsetzen können. Dies würde die Dekarbonisierung kosteneffizienter gestalten und den Wettbewerbsdruck gegenüber Regionen mit geringeren CO2-Kosten verringern.

Großen Handlungsbedarf sieht die DIHK außerdem beim Ausbau der Energie- und CO2-Infrastruktur. Stromnetze, Wasserstoffleitungen sowie Transport- und Speicherinfrastruktur für CO2 seien vielerorts nicht ausreichend vorhanden.

Deshalb sollten strengere ETS-Vorgaben und die Verringerung kostenloser Zertifikate erst greifen, wenn Unternehmen tatsächlich Zugang zu klimaneutralen Energieträgern hätten. Die Organisation fordert zudem verbindliche Infrastrukturpläne der Mitgliedstaaten sowie eine stärkere Zweckbindung von Einnahmen aus dem Emissionshandel für den Ausbau entsprechender Netze.

ETS-Einnahmen für Transformation einsetzen

Auch die Verwendung der ETS-Einnahmen müsse nach Auffassung der DIHK stärker auf die industrielle Transformation ausgerichtet werden. Bislang fließe nur ein geringer Teil der Mittel in die Dekarbonisierung der Industrie. Vorrang sollten Investitionen in Produktionsanlagen und Infrastruktur erhalten. Falls die Europäische Union ein neues Finanzierungsinstrument für die industrielle Transformation schaffe, sollten Investitionsförderungen gegenüber laufenden Betriebskostenzuschüssen bevorzugt werden.

Beim Schutz vor Carbon Leakage fordert die DIHK, die kostenlose Zuteilung von Emissionszertifikaten erst dann vollständig auslaufen zu lassen, wenn der europäische CO2-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) seine Wirksamkeit nachgewiesen habe. Darüber hinaus sollten Ausgleichsregelungen für indirekte CO2-Kosten, insbesondere die Strompreiskompensation, über das Jahr 2030 hinaus fortgeführt werden. (sh)

Das DIHK-Impulspapier zur EU-ETS-Reform steht als PDF zum Download bereit.
 // VON Susanne Harmsen
 WENIGER
WERBUNG

Widerstand gegen weniger Heizungsförderung
Quelle: E&M / playgroundai.com
UMFRAGE. Eine Umfrage zeigt, dass eine knappe Mehrheit der Deutschen Kürzungen bei der Wärmepumpenförderung ablehnt. Besonders kritisch äußern sich Anhänger der SPD.
Die Bundesregierung plant, die Zuschüsse für Wärmepumpen ab 2027 schrittweise zu senken und damit den Bundeshaushalt zu entlasten (wir berichteten). Bei den Anhängern der Regierungsparteien finden diese geplanten Einschnitte bei der Wärmepumpenförderung unterschiedlich viel Rückhalt. Während eine Mehrheit der SPD-Anhänger die Kürzungen ablehnt, überwiegt bei den Anhängern der Union knapp die Zustimmung. Das geht aus einer Umfrage hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet.
 // VON Davina Spohn MEHR...

Den Auftrag für die Befragung erteilte die Hamburger Klimaschutzorganisation German Zero dem Meinungsforschungsinstitut Civey. Dieses befragte 8. und 9. Juli online rund 2.500 Menschen ab 18 Jahren. Die Erhebung sollte klären, wie die deutsche Bevölkerung die Absicht der Bundesregierung bewertet, die staatliche Förderung für den Einbau von Wärme- und Kältepumpen in Privathaushalten zu kürzen. Die statistische Fehlertoleranz beträgt 3,7 Prozentpunkte.

Insgesamt beurteilen 51 Prozent der Befragten das Vorhaben negativ. 38 Prozent bewerten die geplanten Kürzungen sogar sehr negativ. Damit spricht sich knapp mehr als die Hälfte gegen eine geringere staatliche Unterstützung aus.

Unterschiede zwischen den Koalitionsparteien

Besonders deutlich fällt die Ablehnung unter Anhängern der SPD aus. Von ihnen beurteilen 58 Prozent die Kürzungspläne negativ. Lediglich 28 Prozent stehen dem Vorhaben positiv gegenüber.

Unter den Anhängern der CDU und der CSU in Bayern ergibt sich dagegen kein eindeutiges Bild. 42 Prozent bewerten die Pläne eher positiv, 34 Prozent negativ. Die übrigen Befragten aus dieser Gruppe waren sich nach Angaben der dpa unsicher.

Die Ergebnisse zeigen damit unterschiedliche Erwartungen innerhalb der Wählerschaft der schwarz-roten Koalition. Während sich unter SPD-Anhängern eine klare Mehrheit gegen geringere Zuschüsse ausspricht, erhält die geplante Kürzung im Unionslager mehr Zustimmung als Ablehnung. Bei der Bewertung der Einzelwerte ist allerdings der angegebene statistische Fehler zu berücksichtigen.

Förderung soll schrittweise sinken

Nach den Regierungsplänen sollen die Zuschüsse für Wärmepumpen und andere klimafreundliche Heizungen in den kommenden Jahren zurückgehen. Unter den bislang geltenden Bedingungen kann der Staat beim Austausch einer Heizung bis zu 70 Prozent der förderfähigen Investitionskosten übernehmen. Der maximal mögliche Zuschuss liegt bei 21.000 Euro.

Bis 2030 soll der höchstens erhältliche Förderbetrag schrittweise um mehrere tausend Euro sinken. Die Bundesregierung begründet die geplante Absenkung unter anderem mit den Sparzwängen im Bundeshaushalt. Die Frage der Civey-Erhebung bezog sich ausdrücklich auf die ab 2027 vorgesehenen Kürzungen bei Wärme- und Kältepumpen für Privathaushalte.

Die Umfrage bildet die Haltung der Befragten zu den angekündigten Änderungen ab. Sie gibt jedoch keine Auskunft darüber, wie sich niedrigere Zuschüsse auf Investitionsentscheidungen, den Absatz von Wärmepumpen oder die Kosten der Wärmewende auswirken könnten. (ds)
 // VON Davina Spohn
 WENIGER

PV-Förderung in Österreich deutlich überzeichnet
Quelle: Shutterstock
ÖSTERREICH. Beim zweiten Förderaufruf für Investitionszuschüsse für Photovoltaikanlagen in Österreich gingen knapp 28.000 Anträgen ein. Lediglich 3.000 erhalten eine Förderzusage.
Die Nachfrage nach Investitionszuschüssen für Photovoltaikanlagen bleibt in Österreich hoch. Wie die zuständige EAG-Förderabwicklungsstelle mitteilte, gingen im zweiten Aufruf in diesem Jahr an die 28.000 Förderanträge ein. Aufgrund der begrenzten Mittel konnten jedoch lediglich rund 3.000 Projekte berücksichtigt werden. Die Prüfung der erfolgreichen Anträge ist inzwischen abgeschlossen. Wer keinen Zuschlag erhalten hat, kann das Vorhaben im dritten Fördercall vom 8. bis 22. Oktober erneut einreichen.
 // VON Stefan Sagmeister MEHR...

Der zweite Fördercall lief vom 16. bis 30. Juni. Dafür standen insgesamt zwölf Millionen Euro zur Verfügung – deutlich weniger als beim ersten Förderaufruf im Frühjahr mit 40 Millionen Euro. Die Mittel verteilten sich auf die vier Anlagenkategorien: Jeweils zwei Millionen Euro entfielen auf die Kategorien A (bis 10 kW) und B (über 10 bis 20 kW), jeweils vier Millionen Euro auf die Kategorien C (über 20 bis 100 kW) und D (über 100 bis 1.000 kW).

„Die große Nachfrage zeigt: Die Menschen wollen Teil der Energiewende sein“, erklärte Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner von der konservativen Österreichischen Volkspartei. Zugleich verwies sie auf die geänderte Ausrichtung der Förderung: „Wir bremsen den Ausbau nicht, wir machen ihn intelligenter.“

Rechnerisch konnte damit nur etwa jeder neunte Antrag bewilligt werden. Die erfolgreiche Antragstellung allein reicht jedoch nicht aus: Nach der Inbetriebnahme der Anlage müssen die Betreiber fristgerecht ihre Endabrechnung einreichen. Erst anschließend zahlt die EAG-Förderabwicklungsstelle den Investitionszuschuss aus.

Europäische Wechselrichter in 46 Prozent der Fälle

Grundlage der Förderung ist das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG). Es soll den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und den zusätzlichen Ausbau von Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft und Biomasse unterstützen. Für kleinere Photovoltaikanlagen gelten feste Fördersätze, größere Anlagen werden im Rahmen eines wettbewerblichen Bieterverfahrens gefördert. Den Zuschlag erhalten die Projekte mit dem geringsten Förderbedarf.

Mit einer Novelle des EAG hat die österreichische Bundesregierung die Förderbedingungen 2026 angepasst (wir berichteten). Die Zuschüsse für kleinere Photovoltaikanlagen wurden reduziert. Gleichzeitig sollen Anreize für ein netz- und systemdienliches Ausbaus geschaffen werden. Zudem wird ein „Made in Europe“-Bonus für Anlagen mit europäischen Komponenten fortgeführt.

Nach Angaben des Bundesministeriums enthalten inzwischen 46 Prozent der Förderanträge europäische Wechselrichter. „Die Energiewende entscheidet sich nicht nur am Dach, sondern auch im Keller, im Netz und am Markt“, sagte Zehetner.
Für den dritten und letzten Fördercall des Jahres stehen nochmals acht Millionen Euro bereit. Angesichts der erneut hohen Nachfrage dürfte auch diese Förderrunde deutlich überzeichnet sein. (sag)
 // VON Stefan Sagmeister
 WENIGER


  HANDEL & MARKT
Die "SWSee-Hits" vertonen den Geschäftsbericht 2024 des Stadtwerks am See. Quelle: Stadtwerk am See
Wenn der Geschäftsbericht plötzlich singt
AUSZEICHNUNG. Für seinen Geschäftsbericht 2024, der vor allem aus KI-generierten Songs besteht, hat das Stadtwerk am See zwei Kommunikationspreise erhalten. 2025 setzt es auf regionale Kochrezepte.
Als mitreißende Lektüre gelten Geschäftsberichte nur selten. Es dominieren Zahlen, Tabellen und Erläuterungen. Nicht so beim Stadtwerk am See mit Sitz in Überlingen und Friedrichshafen (Baden-Württemberg). Der Geschäftsbericht 2024 besteht im Wesentlichen aus KI-generierten Songs. Dafür hat der kommunale Energieversorger am Bodensee nun den „German Brand Award 2026“ und den „Deutschen Preis für Onlinekommunikation“ erhalten.
 // VON Davina Spohn MEHR...

Die Stücke erzählen Geschichten aus dem Unternehmen in unterschiedlichen Musikrichtungen. Inhaltlich geht es um Glasfaserausbau, Seewärme, Elektromobilität, Trinkwasserqualität sowie um dichtere Takte und autonomes Fahren im öffentlichen Nahverkehr. Je nach Thema wechseln Musikstil und Atmosphäre zwischen Rap, Reggae, Singer-Songwriter und Ballermann-Pop. Nach Angaben des Stadtwerks erreichten die Beiträge in den sozialen Medien rund 150.000 Aufrufe. Die vollständige Playlist steht auf YouTube und auf der Internetseite des Unternehmens bereit.

Kommunikationschef Sebastian Dix bezeichnet die Verbindung von Geschäftsbericht und Musik als den „ersten Geschäftsbericht zum Mitsingen“. Künstliche Intelligenz, Musik und Humor sollten die Themen des Unternehmens auf ungewöhnliche Weise vermitteln. Dass die „SWSee-Hits“ bei zwei Kommunikationswettbewerben ausgezeichnet wurden, zeigt seiner Einschätzung nach, dass sich auch ein kommunales Unternehmen im Vergleich mit größeren Unternehmen behaupten könne.

Die KI-Songs stehen in einer Reihe ungewöhnlich gestalteter Geschäftsberichte. Wie Dix im Gespräch mit der Redaktion sagte, stellt das Stadtwerk den Bericht jedes Jahr unter ein neues Thema. Zu den früheren Formaten gehörten unter anderem ein Einschlafpodcast und ein Pop-up-Bilderbuch, die die Inhalte des jeweiligen Geschäftsberichts kreativ vermittelten. Das Unternehmen wolle damit nicht jährlich nur ein trockenes Zahlenwerk vorlegen, sondern seine Geschäftsentwicklung jeweils in einem neuen Format vermitteln.
 
Sebastian Dix, Kommunikationschef des Stadtwerks am See, freut sich über die neuen Auszeichnungen für sein Unternehmen
Quelle: Stadtwerk am See

Glasnudelsalat zum Glasfaserausbau

Für den aktuellen Bericht zum Geschäftsjahr 2025 hat das Stadtwerk ein neues Konzept gewählt. Unter dem Titel „Zukunft a la carte“ verbindet es seine Geschäftsfelder mit Gerichten regionaler Gastronomiebetriebe. Köche präsentieren die Rezepte gemeinsam mit Beschäftigten des Stadtwerks. Jedes Gericht steht für ein Thema des Berichts.

So begleitet ein Glasnudelsalat das Kapitel zum Glasfaserausbau, während ein Saiblingsgericht für Nachhaltigkeit steht. Ein Wrap mit Bodensee-Aal ist dem Bereich Mobilität zugeordnet, ein weiteres Fischgericht der grünen Energieversorgung. Die Rezepte bilden damit den Rahmen für die Darstellung der einzelnen Geschäftsfelder.

Die kreative Gestaltung ersetzt die wirtschaftlichen Angaben nicht. Nach den Themenblöcken folgen die Kennzahlen der jeweiligen Bereiche. Nach Angaben des Unternehmens soll das Konzept den Zugang zu den Inhalten erleichtern, ohne die Funktion eines Geschäftsberichts aufzugeben.

Wie sich das Unternehmen hinter der ungewöhnlichen Aufmachung wirtschaftlich entwickelt hat, zeigen die Kennzahlen für 2025. Die Umsatzerlöse sanken von 419,7 auf 391,9 Millionen Euro. Zugleich stieg der Jahresüberschuss von 12,9 auf 24,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich von 15,6 auf 29 Millionen Euro. Das Eigenkapital wuchs von 103,2 auf 117,5 Millionen Euro, die Bilanzsumme von 315,1 auf 326,3 Millionen Euro. In Sicherheit und Ausbau der Energie- und Wasserversorgung investierte das Stadtwerk am See 23,5 Millionen Euro. Die formale Feststellung des Jahresabschlusses steht noch aus. (ds)

Die „SWSee-Hits“ für den Geschäftsbericht 2024 sind auf Youtube zu finden. Der Geschäftsbericht 2025 mit den dazugehörigen Rezepten ist über die Internetseite des Stadtwerks am See abrufbar. (ds)
 // VON Davina Spohn
 WENIGER
Diesen Artikel können Sie teilen:      
WERBUNG

Gestehungskosten wieder im Sinkflug
Quelle: E&M / Shutterstock, wanpatsorn
H2-PREISINDEX. Grüner Wasserstoff ist noch nicht marktreif. Wie sich der Preisvergleich zum grauen Wasserstoff darstellt, zeigt der H2-Preisindex von Enervis und E&M alle zwei Wochen.
 
Wasserstoffpreisindex in den Kalenderwochen 27 und 28
(Zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: enervis energy advisors GmbH EEX

Die Gestehungskosten für strommarktbasierten grünen Wasserstoff sind in den vergangenen zwei Wochen wieder gesunken. Das Zweiwochenhoch lag bei 14,01 Euro/Kilogramm, das Zweiwochentief bei 7,00 Euro/Kilografmm. Im Wochenmittel ist der Preis von 9,52 auf 9,13 Euro/Kilogramm gesunken.
 // VON Redaktion MEHR...

Die Gestehungskosten für grauen Wasserstoff bewegten sich im Wochenverlauf zwischen 3,14 und 3,60 Euro/Kilogramm. Das Preisniveau lag damit weiterhin konstant unterhalb des strommarktbasierten Wasserstoffs sowie der Insellösung aus Erneuerbaren-Energie-Anlage und Elektrolyseur.

Legende zum H2-Preisindex

  • Grüner Wasserstoff: Gestehungskosten auf Basis von Strompreisen am Spotmarkt, Herkunftsnachweisen* für die jeweiligen Strommengen sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Elektrolyseanlage
  • Grüner Wasserstoff (Direktverbindung): Gestehungskosten als Benchmark auf Basis von grünem Bezugsstrom einer netzentkoppelten Erneuerbaren-Anlage sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Elektrolyseanlage
  • Grauer Wasserstoff: Gestehungskosten auf Basis von Erdgaspreisen am Spotmarkt, Preisen für CO2-Zertifikate sowie den Investitions- und Betriebskosten einer Erdgas-Dampfreformierungsanlage

*Die Anforderungen der Bundesregierung an grünen Wasserstoff werden über die 37. BImSchV an die Anforderungen der Europäischen Union angepasst. Zukünftig müssen die Kriterien der Zusätzlichkeit sowie der zeitlichen / geografischen Korrelation für die Produktion erfüllt sein.

 
 // VON Redaktion
 WENIGER

Marktwert für Solarstrom steigt weiter
Quelle: Shutterstock / Jevanto Productions
REGENERATIVE. Der Marktwert für Solarstrom ist im Juni weiter gestiegen. Die Windmarktwerte gaben dagegen nach. Auch der Spotmarktpreis für Graustrom legte zu.
Die Marktwerte entwickelten sich im Juni nach Angaben der Übertragungsnetzbetreiber unterschiedlich. Während Solarstrom gegenüber dem Vormonat deutlich zulegte, gingen die Marktwerte für Windenergie zurück, ist auf der Plattform Netztransparenz.de nachzulesen. Auch der durchschnittliche Spotmarktpreis für Graustrom stieg. Kaum verwunderlich kam es auch im Juni wieder häufig zu negativen Börsenstrompreisen.
 // VON Stefan Sagmeister MEHR...

Im Juni rutschte der Spotmarktpreis an 199 Viertelstunden ins Minus. Der niedrigste Wert lag bei minus 5,299 Cent/kWh (minus 52,99 Euro/MWh) und wurde am 13. Juni erreicht. Die meisten negativen Preise verzeichnete der 14. Juni mit 44 Viertelstunden unter null. Im Vergleich zum Mai traten negative Preise (Mai: minus 49,999 Cent/kWh beziehungsweise minus 499,99 Euro/MWh) damit deutlich seltener und weniger stark ausgeprägt (Mai: 315 Viertelstunden) auf.

Der durchschnittliche Spotmarktpreis für Graustrom stieg im Juni auf 10,952 Cent/kWh. Im Mai hatte er noch 9,754 Cent/kWh betragen. Damit erhöhte sich der durchschnittliche Spotmarktpreis um 1,198 Cent/kWh.

Besonders deutlich fiel der Anstieg bei Solarstrom aus. Der technologiespezifische Marktwert erhöhte sich von 3,163 auf 6,190 Cent/kWh und lag damit 3,027 Cent/kWh über dem Maiwert. Damit setzte sich die Erholung nach dem außergewöhnlich niedrigen Aprilwert von 1,317 Cent/kWh fort.

Unterschiedliche Erlösprofile

Anders entwickelte sich der Marktwert der Windenergie. Für Strom aus Onshore-Windanlagen sank der durchschnittliche Erlös im Juni auf 7,855 Cent/kWh. Gegenüber Mai entspricht das einem Rückgang um 1,679 Cent/kWh. Auch Offshore-Wind verlor an Wert. Der Marktwert verringerte sich von 9,235 auf 7,979 Cent/kWh und damit um 1,256 Cent/kWh.

Die Entwicklung verdeutlicht erneut die unterschiedlichen Erlösprofile der einzelnen Erzeugungstechnologien. Während Solarstrom von höheren Börsenpreisen während der Stunden mit hoher PV-Einspeisung profitierte, lagen die Erlöse der Windenergie unter den hohen Maiwerten.

Die einzelnen Marktwerte geben an, welchen durchschnittlichen Erlös Strom aus Wind-, Solar- oder anderen erneuerbaren Energien an der Strombörse erzielt. Sie werden monatlich von den Übertragungsnetzbetreibern veröffentlicht und dienen als Grundlage für die Berechnung der Marktprämie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Je niedriger der Marktwert, desto höher fällt bei geförderten Anlagen die Marktprämie aus – und umgekehrt. (sag)
 // VON Stefan Sagmeister
 WENIGER

Polens erster Ostsee-Windpark liefert Strom
Quelle: Shutterstock
WINDKRAFT OFFSHORE. Bislang ist schmutzige Kohle Hauptenergieträger in Polen. Deshalb plant der EU-Nachbar den Einstieg in die Atomenergie. Das Land setzt aber auch auf die Kraft des Windes.
Polen hat seinen ersten Windkraftpark auf der Ostsee in Betrieb genommen. Ministerpräsident Donald Tusk sprach von einem Schlüsselelement für die Energiesicherheit des Landes, wie die Nachrichtenagentur PAP meldete. An Land kommt der Strom bei Choczewo nahe der pommerschen Ostseeküste nördlich von Danzig. 
 // VON dpa MEHR...

Der Offshore-Windpark soll nach Fertigstellung eine Leistung von 1.200 MW haben und 1,5 Millionen Haushalte versorgen. Dies entspreche der Leistung des polnischen Braunkohlekraftwerks Belchatow, des größten der Welt, sagte Tusk. Polen bemüht sich, die Abhängigkeit von Kohle als Energieträger zu verringern, und plant deshalb sein erstes Atomkraftwerk. Aber auch erneuerbare Energien werden ausgebaut. 

Der Windpark Baltic Power 23 Kilometer vor der Küste hat bislang 54 Windräder, 76 sind geplant. Polnische Medien beziffern die Investitionssumme auf 4,7 Milliarden Euro. Der Park gehört dem staatlichen polnischen Energiekonzern Orlen und der kanadischen Northland Power.
 // VON dpa
 WENIGER

Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung
Quelle: E&M / Pixabay
STATISTIK DES TAGES. Ein Schaubild sagt mehr als tausend Worte: In einer aktuellen Infografik beleuchten wir regelmäßig Zahlen aus dem energiewirtschaftlichen Bereich.
 // VON Redaktion MEHR...

 
Zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken
Quelle: Statista

Im Mai dieses Jahres wurde in Deutschland etwa 9,12 Prozent der gesamten Elektrizität aus Erdgas erzeugt. Im Vergleich zu den Wintermonaten ist der Anteil deutlich gesunken. Die Daten basieren auf Angaben der Bundesnetzagentur.

 // VON Redaktion
 WENIGER


  TECHNIK
Quelle: NKT
Wiederverwendbares 400-kV-Kabel erstmals im Einsatz
STROMNETZ. Amprion hat nach Angaben des Kabelherstellers NKT erstmals ein wiederverwendbares 400-kV-Wechselstromkabelsystem für einen temporären Einsatz im Übertragungsnetz in Betrieb genommen.
Der Kabelhersteller NKT hat gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber Amprion nach eigenen Angaben das weltweit erste wiederverwendbare 400-kV-Hochspannungs-Wechselstromkabelsystem (High Voltage Alternating Current – HVAC) in Betrieb genommen. Das Kabelsystem soll den Stromtransport während Umbauten und Modernisierungen im Höchstspannungsnetz sicherstellen und anschließend für weitere Projekte erneut genutzt werden können.
 // VON Fritz Wilhelm MEHR...

Zum Einsatz kommt die Lösung einer Mitteilung von NKT zufolge während zeitlich begrenzter Bauphasen, etwa wenn Umspannwerke umgebaut oder bestehende Anlagen außer Betrieb genommen werden. Das modulare System besteht aus steckbaren Komponenten und dient als Übergangslösung, bis neue Netzanlagen fertiggestellt sind. Anders als herkömmliche temporäre Höchstspannungskabel müsse das System nach Abschluss eines Projekts nicht entsorgt, sondern könne zurückgebaut, eingelagert und später erneut verwendet werden.

NKT zufolge wurde das Kabelsystem gemeinsam mit Amprion entwickelt. Grundlage sei eine Spezifikation, die von einer Gruppe deutscher Übertragungsnetzbetreiber erarbeitet worden sei. Das Unternehmen habe diese Anforderungen in ein vollständig qualifiziertes 400-kV-Kabelsystem umgesetzt und mit dem nun realisierten Pilotprojekt erstmals praktisch erprobt.

Amprion sieht in der Mehrfachnutzung temporärer Höchstspannungskabel Vorteile für Ressourcenmanagement sowie Projekt- und Kostenplanung. „Temporäre Höchstspannungskabel mehrfach nutzen zu können, ist ein bedeutender Fortschritt – sowohl für das Ressourcenmanagement als auch für eine vorausschauende Kosten- und Projektplanung“, erklärt Klaus Wewering, Senior Vice President DC Grid Projects bei Amprion.

NKT erwartet zudem, dass ein einheitlicher Standard für wiederverwendbare temporäre Kabelsysteme die Kompatibilität zwischen Projekten verbessert und projekt- und betreiberübergreifend für mehr Skalierbarkeit, Kompatibilität und Effizienz sorgt. (fw)
 // VON Fritz Wilhelm
 WENIGER
WERBUNG

Zweite Geothermie-Dublette für Aschheim
Quelle: Shutterstock / RGtimeline
GEOTHERMIE. Daldrup & Söhne soll in Aschheim nahe München zwei weitere Tiefenbohrungen für die AFK-Geothermie abteufen. Die zweite Dublette soll 18 MW zusätzliche Wärmeleistung erschließen.
Die AFK-Geothermie GmbH hat Daldrup & Söhne mit zwei weiteren Tiefenbohrungen in Aschheim beauftragt. Beide Bohrungen sollen jeweils rund 3.700 Meter tief reichen. Das Auftragsvolumen liegt nach Angaben von Daldrup & Söhne zwischen 16 und 18 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen Ende 2026 beginnen und bis Mitte 2027 dauern.
 // VON Davina Spohn MEHR...

Die AFK-Geothermie mit Sitz in Aschheim ist ein gemeinsames Unternehmen der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim und versorgt Haushalte sowie Gewerbebetriebe mit geothermischer Wärme. Daldrup & Söhne mit Stammsitz in Ascheberg (Nordrhein-Westfalen) bietet Bohr- und Umweltdienstleistungen an und führt unter anderem Tiefenbohrungen für Geothermieprojekte aus.

Die neue Dublette in Aschheim besteht aus einer Förder- und einer Reinjektionsbohrung. Über die Förderbohrung gelangt heißes Thermalwasser an die Oberfläche und gibt seine Wärme über Wärmetauscher an das Fernwärmenetz ab. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser über die Reinjektionsbohrung zurück in den Untergrund.

Die Bohrarbeiten sollen unmittelbar an die derzeitigen Tiefenbohrungen von Daldrup & Söhne für die Amperland Thermalwärme GmbH in Olching bei München anschließen. In Aschheim hatte die Bohrfirma bereits 2008 und 2009 die erste Geothermie-Dublette für die AFK-Geothermie errichtet. Vorstand Bernd Daldrup bezeichnet den neuen Auftrag deshalb als Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit. Das Projekt zeige „das Potenzial gemeindeübergreifender Projekte für die Nutzung der Tiefengeothermie“.

Mehr Geothermiewärme für das AFK-Netz

Seit 2009 versorgt die AFK nach eigenen Angaben rund 1.700 Haushalte und Gewerbebetriebe in Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim mit Wärme. Die bestehende Geothermieanlage deckt nach Angaben von Daldrup & Söhne derzeit rund 60 bis 70 Prozent des Wärmebedarfs der angeschlossenen Haushalte und Gewerbebetriebe. An besonders kalten Tagen ergänzen weitere Erzeugungsanlagen die Versorgung.

Mit der zweiten Dublette will die AFK rund 18 MW zusätzliche geothermische Leistung erschließen. Die gesamte Wärmeerzeugungskapazität soll dadurch auf rund 74 MW steigen. Nach Angaben von Daldrup & Söhne schafft die Erweiterung die Voraussetzung, bis zu 1.200 weitere Haushalte und Gewerbebetriebe an das Fernwärmenetz anzuschließen.

Das AFK-Fernwärmenetz umfasst mittlerweile mehr als 150 Kilometer Wärmeleitungen. Der Geothermieanteil an der Wärmeversorgung der an das AFK-Netz angeschlossenen Kunden soll mit der zweiten Dublette auf bis zu 95 Prozent steigen.

Günstige Geologie im Großraum München

Aschheim liegt nordöstlich der bayerischen Landeshauptstadt im Landkreis München. Der Großraum München befindet sich im Süddeutschen Molassebecken, das wegen seiner wasserführenden Kalksteinschichten in großer Tiefe günstige Voraussetzungen für hydrothermale Geothermie bietet. Zahlreiche Wärmeprojekte nutzen dort bereits heißes Tiefengrundwasser. Der neue Bohrauftrag fällt damit in eine Phase, in der Kommunen und Versorger das Geothermiepotenzial der Region weiter erschließen. Ein großflächiges, kürzlich gestartetes Seismikprojekt soll im Großraum München zusätzliche Erkenntnisse über den Untergrund und mögliche Standorte für weitere Projekte liefern (wir berichteten). (ds)
 // VON Davina Spohn
 WENIGER

Stadtwerke Dessau starten Bau neuer iKWK-Anlage
Mit dem ersten Spatenstich haben die SW Dessau den Bau einer iKWK-Anlage im Stadtteil Zoberberg gestartet. Quelle: SW Dessau
KWK. Die Stadtwerke Dessau haben in Dessau-Roßlau den Bau einer innovativen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage begonnen. Sie soll die Fernwärmeversorgung schrittweise klimafreundlicher machen.
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben die Stadtwerke Dessau den Bau einer innovativen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (iKWK) im Stadtteil Zoberberg gestartet. Das kommunale Energieversorgungsunternehmen setzt damit nach eigenen Angaben einen weiteren Baustein seines Fernwärme-Transformationsplans um.
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Die neue Energiezentrale entsteht am Auenweg neben dem Umspannwerk Alten und soll künftig das Wohngebiet Zoberberg, das Klinikum Dessau sowie weitere Bereiche des Fernwärmenetzes mit Wärme versorgen.

An dem offiziellen Baustart nahmen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft teil. Dazu gehörten Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze, Jacqueline Lohde, Beigeordnete für Bauen und Stadtgrün der Stadt Dessau-Roßlau, sowie Dino Höll, Geschäftsführer der Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV). Ebenfalls vertreten waren nach Angaben der Stadtwerke die Fernwärmeversorgungs-GmbH Dessau, Planungs- und Bauunternehmen sowie weitere Projektpartner.

Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung

Laut den Stadtwerken soll die Anlage einen Beitrag dazu leisten, die Wärmeversorgung schrittweise von fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien umzustellen. Gleichzeitig soll die Versorgungssicherheit erhalten bleiben. Jacqueline Lohde erklärte, mit der neuen Anlage entstehe eine Infrastruktur, die langfristig eine moderne und zunehmend klimaneutrale Wärmeversorgung ermögliche und zur Umsetzung der Wärmewende vor Ort beitrage.

Auch Ministerpräsident Sven Schulze bezeichnete das Vorhaben als wichtigen Baustein der Transformation der Wärmeversorgung. Innovative Technologien, wirtschaftliche Aspekte und Klimaschutz könnten bei solchen Projekten zusammenwirken und damit die Voraussetzungen für die Energiewende schaffen, sagte er.

Nach Angaben von DVV-Geschäftsführer Dino Höll verbindet die neue Anlage Versorgungssicherheit mit hoher Energieeffizienz und einem steigenden Anteil erneuerbarer Energien. Das Unternehmen setze damit seinen Transformationspfad fort und investiere in die künftige Wärmeversorgung der Stadt.

Technisch kombiniert die Energiezentrale mehrere Erzeugungsanlagen. Kernstück sind zwei Blockheizkraftwerke mit jeweils 2,5 MW elektrischer und 2,8 MW thermischer Leistung. Sie werden zunächst mit Erdgas betrieben, sollen jedoch später auf Wasserstoff umgestellt werden können.

Ergänzt werden sie durch eine Wärmepumpe mit 1,3 MW thermischer Leistung, einen Elektroheizkessel mit 0,9 MW, zwei Heißwasserkessel mit jeweils 3,3 MW thermischer Leistung sowie zwei Wärmespeicher mit jeweils 150 Kubikmetern Fassungsvermögen. Eine Photovoltaikanlage auf den Dächern soll zusätzlich Strom für den Anlagenbetrieb liefern.

Nach Angaben der Stadtwerke ermöglicht diese Kombination einen flexiblen Betrieb. Während die Wärmepumpe die Grundlast übernehmen soll, können die Blockheizkraftwerke insbesondere in den Wintermonaten zugeschaltet werden. Die Wärmespeicher sollen erzeugte Wärme zwischenspeichern und zeitversetzt in das Netz einspeisen.

80 Prozent Wärme aus der KWK

Die Anlage soll jährlich rund 27,2 Millionen kWh Wärme in das Fernwärmenetz einspeisen. Etwa 80 Prozent der Wärmeerzeugung sollen aus Kraft-Wärme-Kopplung stammen. Zum Start rechnet das Unternehmen mit einem Anteil erneuerbarer Wärme von rund 20 Prozent. Langfristig soll das Versorgungsgebiet Zoberberg nach Angaben der Stadtwerke nahezu vollständig mit erneuerbaren Energien und umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung versorgt werden.

Für das Projekt investieren die Stadtwerke rund 15 Millionen Euro. Bereits im Juli 2024 erhielt das Vorhaben einen Förderzuschlag der Bundesnetzagentur. Die Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale ist für Ende 2027 vorgesehen.

Die iKWK-Anlage ist Teil des Fernwärme-Transformationsplans der Stadtwerke Dessau. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine Fernwärmeversorgung bis spätestens 2045 klimaneutral zu gestalten. Dazu soll der Erzeugungspark schrittweise umgebaut und künftig stärker auf innovative Kraft-Wärme-Kopplung, Großwärmepumpen, industrielle Abwärme und weitere erneuerbare Wärmequellen setzen. (sh)
 // VON Susanne Harmsen
 WENIGER


  UNTERNEHMEN
Quelle: Jonas Rosenberger
Eviny und Statkraft bündeln Schnellladegeschäft
ELEKTROFAHRZEUGE. Die norwegischen Energieversorger Eviny und Statkraft legen ihre Schnellladeaktivitäten zusammen. Auch das Deutschland-Geschäft ist betroffen.
Mit dem Zusammenschluss des Schnellladegeschäfts von Eviny und Statkraft entsteht nach Angaben der Unternehmen der größte Betreiber von Schnellladeinfrastruktur in den nordischen Ländern. In das Gemeinschaftsunternehmen sollen laut einer Mitteilung die Schnellladeaktivitäten von Eviny Fast Charging und das öffentliche Schnellladegeschäft der Statkraft-Tochtergesellschaft Mer eingebracht werden. Zudem soll das öffentliche Schnellladegeschäft von Mer in Deutschland in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht werden. Ausgenommen bleibe dagegen das B2B-Geschäft von Mer in Deutschland (Mer Business Germany), also das Ladegeschäft mit Flotten- oder Immobilienbetreibern beziehungsweise Unternehmen. Auch Mer Austria werde nicht Bestandteil der Transaktion sein.
 // VON Fritz Wilhelm MEHR...

An dem Gemeinschaftsunternehmen wird Eviny 57 Prozent halten, Statkraft 43 Prozent. Rechtlich erfolgt die Transaktion über einen Aktientausch. Sitz der neuen Gesellschaft, die unter dem Namen „Eviny Elektrifisering“ firmieren soll, wird Bergen sein. Offen bleibt dagegen, unter welcher Marke das Unternehmen am Markt auftreten wird. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der norwegischen Wettbewerbsbehörde sowie weiterer rechtlicher Genehmigungen in Deutschland.

Mit der Zusammenlegung reagieren die beiden Unternehmen auf den zunehmenden Konsolidierungsdruck im europäischen Markt für öffentliche Ladeinfrastruktur. Sie versprechen sich von dem Zusammenschluss vor allem Kostenvorteile. Das kombinierte Netz, die gemeinsame Kundenbasis und die Aktivitäten in mehreren Ländern sollen einen effizienteren Betrieb ermöglichen. Zugleich sollen Kunden in einem rasch wachsenden Markt für batterieelektrische Fahrzeuge von einem größeren Ladenetz, einer einheitlichen Infrastruktur und einer geringeren Zahl benötigter Apps profitieren.

Zuvor verschiedene Alternativen geprüft

„Der Zusammenschluss ist für beide Parteien die beste Lösung, obwohl beide mehrere Alternativen geprüft haben“, wird Ragnhild Janbu Fresvik in einer Mitteilung in englischer Sprache zitiert. Das gemeinsame Unternehmen werde seinen Umsatz verdoppeln und gleichzeitig die Kosten senken, kündigt die CEO von Eviny an und fügte hinzu: „Wir erwarten künftig eine hohe Profitabilität und eine starke Dividendenfähigkeit.“

Das gemeinsame Unternehmen soll künftig mehr als eine Million registrierter Kunden betreuen. Nach Unternehmensangaben wird es Marktführer in Norwegen und Schweden mit Marktanteilen von 24 beziehungsweise 14 Prozent. Insgesamt sollen mehr als 3.500 Ladepunkte zum Netz gehören.

„Wir haben verschiedene Möglichkeiten für die weitere Entwicklung von Mer geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass der Zusammenschluss mit Eviny Fast Charging die wertschöpfendste Alternative ist“, betont Henrik Saetness. Das Unternehmen erhalte nun ein noch stärkeres Fundament und bessere Chancen in einem wachsenden Markt, so der Executive Vice President Corporate Development at Statkraft.

Serie von Übernahmen

Eviny Fast Charging erzielte 2025 im skandinavischen Geschäft ein Ebitda von 75 Millionen norwegischen Kronen (etwa 6,7 Millionen Euro) und betreibt laut seiner Website über 5.000 Ladepunkte in Deutschland. Eviny Fast Charging ist eine Tochtergesellschaft des norwegischen Energieversorgers Eviny, dessen Gesellschafterkreis sich aus dem Staatskonzern Statkraft sowie mehreren norwegischen Kommunen zusammensetzt.

Mer ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Statkraft und betreibt nach eigenen Angaben ein öffentliches Ladenetz mit mehr als 36.200 Ladestationen. Darüber hinaus haben nach Unternehmensangaben die Kunden des Anbieters Zugriff auf über 740.000 Ladepunkte in Europa, davon mehr als 180.000 in Deutschland.

Der nun verkündete Zusammenschluss reiht sich in eine Serie von Übernahmen im europäischen Ladegeschäft ein. In Deutschland übernahm der Wolfsburger Anbieter Cubos Anfang Juli das B2B-Ladeinfrastrukturgeschäft von Total Energies mit rund 6.000 Ladepunkten. Zuvor hatte Cubos bereits den Ladeinfrastrukturanbieter Charge One sowie den Elektromobilitätsbereich von Swarco übernommen. Die drei Transaktionen innerhalb von rund sechs Monaten verdeutlichen den anhaltenden Konzentrationsprozess in einem Markt, in dem Betreiber zunehmend auf Skaleneffekte und größere Netze setzen. (fw)
 // VON Fritz Wilhelm
 WENIGER
WERBUNG

EnBW zieht sich aus Schweden zurück
Quelle: Shutterstock / Blue Planet Studio
WINDKRAFT ONSHORE. Die EnBW verkauft ihre schwedischen Wind- und Solaraktivitäten an Eurowind Energy. Das Unternehmen will seine Investitionen stärker auf Deutschland konzentrieren.
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG mit Hauptsitz in Karlsruhe verkauft ihre schwedischen Wind- und Solaraktivitäten an die Eurowind Energy A/S. Das dänische Unternehmen mit Sitz in Hobro entwickelt, baut und betreibt Anlagen für erneuerbare Energien. Wie die EnBW mitteilte, haben beide Unternehmen eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Die Transaktion umfasst nach Angaben der EnBW vor allem Onshore-Windparks mit einer installierten Leistung von rund 120 MW sowie eine Projektentwicklungs-Pipeline für Wind- und Solarprojekte in Schweden. Mit dem Verkauf der EnBW Sverige AB beendet das Unternehmen seine Aktivitäten bei der Entwicklung und dem Betrieb von Wind- und Solarprojekten in den nordischen Märkten. Bereits Anfang des Jahres hatte die EnBW ihre dänischen Wind- und Solaraktivitäten ebenfalls an Eurowind Energy verkauft.

Fokus auf den deutschen Kernmarkt

Laut EnBW dient der Verkauf der strategischen Fokussierung auf die Kernmärkte. Das Unternehmen wolle seine personellen und finanziellen Ressourcen künftig stärker auf die Transformation der Energieinfrastruktur in Deutschland konzentrieren. Dadurch entstehe zusätzlicher Spielraum für den Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten sowie der Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze.

Der Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen. Die Unternehmen rechnen nach Angaben der EnBW mit einem Vollzug im dritten Quartal 2026. Über den Kaufpreis und weitere finanzielle Einzelheiten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Investitionen in erneuerbare Energien

Die EnBW bezeichnet den Verkauf als Teil ihrer langfristigen Unternehmensstrategie. Das Unternehmen konzentriere sich im Rahmen seines Investitionsprogramms auf den Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Energie- und Netzinfrastruktur in Deutschland.

Bis 2030 will die EnBW nach eigenen Angaben bis zu 50 Milliarden Euro investieren. Rund 85 Prozent der Investitionen sollen in Deutschland erfolgen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, den Anteil erneuerbarer Energien an seinem Erzeugungsportfolio bis 2030 auf rund 80 Prozent zu steigern.

Mit der stärkeren Ausrichtung auf den Ausbau von Strom-, Gas- und Wasserstoffnetzen sowie erneuerbaren Energien verfolge die EnBW das Ziel, ihre unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen bis 2040 auf Netto-Null zu senken. (sh)
 // VON Susanne Harmsen
 WENIGER

Enercity verdreifacht Power-to-Heat in Hannover
Die zweite Power-to-Heat-Anlage in Herrenhausen im Bau Quelle: Enercity
WÄRME. Der Energieversorger Enercity erweitert in Hannover seine Power-to-Heat-Kapazitäten. Stromüberschüsse aus erneuerbaren Energien dekarbonisieren so die Fernwärme.
Der kommunale Energieversorger Enercity mit Hauptsitz in Hannover baut seine Power-to-Heat-Kapazitäten am Standort Herrenhausen aus. Nach Angaben des Unternehmens entsteht dort eine neue elektrisch betriebene Heizkesselanlage mit einer Leistung von 50 MW. Zudem erweitert Enercity eine seit 2020 bestehende Anlage von 20 auf 26 MW. Mit den Investitionen will das Unternehmen überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen für die Fernwärmeerzeugung nutzen und die Flexibilität seines Wärmesystems erhöhen.
 // VON Susanne Harmsen MEHR...

Laut Enercity nimmt der Anteil von Situationen zu, in denen die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien den aktuellen Verbrauch übersteigt. Dadurch sinken die Strompreise zeitweise bis in den negativen Bereich. Gleichzeitig steige der Druck auf die Stromnetze. Power-to-Heat-Anlagen wandeln wie ein Wasserkocher in solchen Phasen elektrische Energie in Wärme um. Diese wird anschließend entweder direkt in das Fernwärmenetz eingespeist oder in Wärmespeichern zwischengespeichert.

Wärme und Strom verknüpft

Carsten Heckmann, Bereichsleiter Fernwärme und Wasser bei Enercity, erläutert: „Wir machen überschüssigen Strom gezielt nutzbar und verbinden so Strom- und Wärmemarkt intelligent.“ Nach seinen Angaben reagiert das Unternehmen damit auf die zunehmende Volatilität des Energiesystems. Überschüssiger erneuerbarer Strom lasse sich so gezielt verwerten, während die Wärmeerzeugung in wirtschaftlich günstige Zeiträume verlagert werde.

Nach Unternehmensangaben dienen die Elektroheizkessel nicht der dauerhaften Wärmeerzeugung, sondern kommen gezielt zum Einsatz, wenn viel erneuerbarer Strom verfügbar ist oder kurzfristig zusätzliche Wärmeleistung benötigt wird. Das könne beispielsweise an kalten Wintertagen der Fall sein. Die Anlagen sollen dann innerhalb kurzer Zeit zusätzliche Leistung für die Fernwärmeversorgung bereitstellen.
 
 
Enercity verweist außerdem auf die Erfahrungen mit der bestehenden Power-to-Heat-Anlage in Herrenhausen. Dort erhitzt seit 2020 ein Elektroheizkessel das Wasser eines Fernwärmespeichers von 98 auf bis zu 120 Grad Celsius. Dadurch könne der Wärmespeicher auch in Zeiten hoher Nachfrage vollständig genutzt werden. Nach Angaben des Unternehmens reduziert dies den Einsatz anderer Wärmeerzeugungsanlagen und verbessere die Wirtschaftlichkeit des Fernwärmesystems.

Ersatz für einen Kohleblock

Die neuen Anlagen seien Teil der Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung in Hannover. Bis Ende 2027 soll der zweite Kohleblock ersetzt werden. Anschließend könne ein großer Teil der Fernwärme klimaneutral erzeugt werden. Neben Power-to-Heat setzt das Unternehmen auf weitere Technologien wie Großwärmepumpen, die Umweltwärme aus Fluss- und Klärwerkswasser nutzen, sowie auf eine stärkere Nutzung von Abwärme.

Laut Enercity soll die Kombination verschiedener Erzeugungstechnologien die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern und regionale Energiequellen stärker einbinden. Das Unternehmen erwartet dadurch eine höhere Versorgungssicherheit sowie eine geringere Anfälligkeit für Preisschwankungen auf den internationalen Energiemärkten. (sh)
 // VON Susanne Harmsen
 WENIGER

Stadtwerke Gießen bleiben über eigenem Plan
Quelle: Fotolia / Andrey Popov
BILANZ. Die Stadtwerke Gießen haben ihre Planungen übertroffen. Ein Großteil des Ergebnisses soll in den Ausbau der Energieinfrastruktur und der erneuerbaren Erzeugung fließen.
Die Stadtwerke Gießen (SWG) haben das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn von 13,9 Millionen Euro abgeschlossen. Wie das kommunale Unternehmen mitteilt, lag das Ergebnis damit über den eigenen Planungen, blieb jedoch leicht unter dem Vorjahreswert. Ausschlaggebend für das gute Abschneiden sei insbesondere die Entwicklung in den Sparten Strom und Fernwärme gewesen.
 // VON Fritz Wilhelm MEHR...

Vom Jahresüberschuss wird der kommunale Versorger nach eigenen Angaben 3,4 Millionen Euro als Dividende an die Stadt Gießen ausschütten. Der verbleibende Teil des Gewinns soll vor allem investiert werden. Das Unternehmen nennt dabei insbesondere den Ausbau des Fernwärmenetzes, die Verstärkung des Stromnetzes sowie den weiteren Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen.

Als Beispiel für diese Strategie verweisen die SWG auf die kürzlich in Betrieb genommene Kraft-Wärme-Kopplungsanlage „Power Lahn“. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus drei Wärmepumpen, die dem Flusswasser Energie entziehen, zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) und einer elektrischen Direktheizung (P2H-Modul). Etwa 30 Millionen Euro hat der lokale Versorger sich die innovative Anlage der Kraft-Wärme-Kopplung (iKWK) kosten lassen.

Konzentration auf die Stadt und das Umland

Vorstand Andreas Hergaß erklärte, die wirtschaftliche Entwicklung ermögliche es, die Energiewende in Gießen und der Region weiter voranzutreiben. Sein Vorstandskollege Matthias Funk begründete den Schwerpunkt auf regionale Energieprojekte auch mit den veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen. Ziel sei es, die Abhängigkeit von Energieimporten schrittweise zu verringern.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Wright betonte zudem die Bedeutung regionaler Wertschöpfung. Nach Angaben des Unternehmens beteiligt sich das Stadtwerk bewusst nicht an Offshore-Windparks oder vergleichbaren Großprojekten, sondern konzentriert seine Investitionen auf Vorhaben in Gießen und dem Umland.

Neben den Investitionen wollen die SWG ihre Kapitalbasis weiter stärken. Die Eigenkapitalquote stieg nach Unternehmensangaben zum Jahresende 2025 auf 45,9 Prozent und liegt damit deutlich über dem Branchendurchschnitt. Nach Darstellung des Unternehmens verbessert eine höhere Eigenkapitalquote die Bonität und erleichtert die Aufnahme von Fremdkapital. Dies werde angesichts des hohen Investitionsbedarfs für den weiteren Umbau der Energieversorgung zunehmend wichtiger.

Das Unternehmen verweist darauf, dass trotz bereits umgesetzter Projekte noch umfangreiche Modernisierungen bevorstehen. Ein erheblicher Teil der dafür erforderlichen Investitionen müsse über Kredite finanziert werden. Die gestärkte Eigenkapitalbasis solle hierfür den notwendigen finanziellen Spielraum schaffen.
Auch operativ ziehen die SWG eine positive Bilanz. Nach Angaben des Unternehmens wurden die für 2025 gesetzten Ziele erreicht. Im Wärmegeschäft verzeichneten die Stadtwerke zudem weitere Kundenzuwächse. Matthias Funk wertete dies als Hinweis darauf, dass sich Fernwärme für immer mehr Haushalte als bevorzugte Heizoption etabliere. (fw)
 
Die Stadtwerke Gießen in Zahlen
 20252024
Jahresüberschuss in Mio. Euro11,917,8
Jahresumsatz in Mio. Euro409,9452,7
Investitionen in Mio. Euro38,331,4
Absatz Strom in GWh696,5846,4
Absatz Erdgas in GWh581,4712,5
Absatz Wärme, Kälte, Dampf in GWh458,7434,5
Absatz Wasser in Mio. m33,84,0
Fahrleistung im öffentlichen Personennahverkehr in km2.730.2872.656.887
Badegäste310.364307.052
Quelle: Stadtwerke Gießen
 // VON Fritz Wilhelm
 WENIGER

Förderbank finanziert OMV-Elektrolyseur mit 450 Millionen Euro
Die Raffinerie Schwechat bei Wien. Quelle: OMV AG
FINANZIERUNG. Die österreichische OMV will mehr grünen Wasserstoff produzieren, um sich zu defossilisieren. Für einen weiteren Elektrolyseur, den dann größten des Landes, gewährt die EIB einen Kredit
Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt OMV ein Darlehen von 450 Millionen Euro für den Bau einer Anlage zur Produktion von grünem Wasserstoff bereit. Das Projekt wird in Bruck an der Leitha etwa 20 Kilometer donauabwärts vom Raffineriestandort Schwechat umgesetzt und ist bereits in Bau. Diese Raffinerie in der östlichen Nachbarstadt Wiens soll unter anderem dadurch weniger Treibhausgase emittieren.
 // VON Georg Eble MEHR...

Mit 140 MW zählt die Elektrolyseanlage zu den größeren Projekten zur Wasserstoffproduktion in Europa und ist nach Unternehmensangaben die größte ihrer Art in Österreich. Die Investition wird mit 600 Millionen Euro veranschlagt. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 vorgesehen. Nach Angaben des Unternehmens soll die Anlage bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr erzeugen. Der produzierte Wasserstoff ist für den Einsatz in der Raffinerie Schwechat vorgesehen. Dort soll er aus fossilen Quellen erzeugten Wasserstoff teilweise ersetzen. OMV beziffert die mögliche Reduktion der CO2-Emissionen auf 150.000 Tonnen jährlich, was 10 Prozent der derzeitigen direkten Emissionen des Standorts entspricht.

Das Vorhaben ist Teil der OMV-Strategie bis 2030, die unter anderem den Ausbau der Produktion von erneuerbaren Kraftstoffen und nachhaltigen chemischen Grundstoffen auf eine Jahresproduktion von 900.000 Tonnen vorsieht. Bis 2050 will die OMV ein Netto-Null-Emittent werden.

Bereits in Betrieb sind in Schwechat eine Co-Processing-Anlage sowie eine 10‑MW‑Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff. Weitere Vorhaben umfassen Anlagen für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) und hydriertes Pflanzenöl in der Raffinerie Petrobrazi von OMV Petrom sowie Elektrolyseure in Rumänien mit Leistungen von 20 MW und 35 MW.

Nach den Zitaten in der OMV-Pressemitteilung zu schätzen, verantwortet bei der OMV Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandschef Reinhard Florey das Projekt und bei der EIB Vizepräsident Karl Nehammer, der bis 2025 österreichischer Bundeskanzler war. (geo)
 // VON Georg Eble
 WENIGER
Diesen Artikel können Sie teilen:      

Interimsvorstand übernimmt in Bad Oeynhausen
Christian Grube (l.) und Bürgermeister Lars Bökenkröger. Quelle: Stadt Bad Oeynhausen
PERSONALIE. Christian Grube wird ab Anfang September Interimsvorstand der Stadtwerke Bad Oeynhausen. Die Übergangslösung ist zunächst auf sechs Monate angelegt.
Christian Grube übernimmt Anfang September die Leitung der Stadtwerke Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird der 39-jährige Betriebswirt zunächst für sechs Monate als Interimsvorstand tätig sein. Der Stadtrat bestätigte in seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungsrats.
 // VON Stefan Sagmeister MEHR...

Sollte bis dahin noch kein neuer Vorstand gefunden sein, kann Grubes Vertrag um weitere sechs Monate verlängert werden. Parallel läuft das Auswahlverfahren für die dauerhafte Neubesetzung des Vorstandspostens weiter. Nach Angaben der Stadt sollen im September die Auswahlgespräche beginnen. Wie es in der Mitteilung heißt, könne der neue Vorstand „auch genauso gut die Neue sein“.

Für Bad Oeynhausen ist Grube kein Unbekannter. Der Bielefelder war zu Beginn seiner Laufbahn bereits für die Neue Energien Bad Oeynhausen (NEO) tätig und kehrt nun in verantwortlicher Funktion zurück.

Die Interimslösung wurde notwendig, nachdem der Verwaltungsrat bereits im Februar beschlossen hatte, den Vertrag des bisherigen Vorstands nach dessen regulärer Amtszeit nicht zu verlängern (wir berichten). Die Entscheidung lässt auf unterschiedliche Vorstellungen über die künftige strategische Ausrichtung des Unternehmens schließen. Als Herausforderungen gelten unter anderem der nur langsam vorankommende Ausbau der Fernwärme, die anhaltenden Defizite des kommunalen Bades sowie anstehende Investitionen.

Die Stadtwerke Bad Oeynhausen versorgen die rund 53.000 Einwohner der ostwestfälischen Kurstadt mit Strom, Gas und Wasser. Darüber hinaus engagiert sich das kommunale Unternehmen im Ausbau der Wärmeversorgung und verfolgt Projekte für eine nachhaltige Energie- und Infrastrukturentwicklung. (sag)
 // VON Stefan Sagmeister
 WENIGER


 DIE E&M DAILY ALS PDF LESEN



MARKTBERICHTE

STROM
GAS
Neue Kämpfe treiben Gas und Strom
Quelle: E&M
MARKTKOMMENTAR. Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
Fester haben sich die Energiemärkte zum Wochenstart gezeigt. Maßgeblich hierfür waren die neuen Kämpfe zwischen Iran und den USA. Nach Einschätzung der Rabobank stufen die Märkte einen neuen Konflikt rund um die Straße von Hormus zumindest für Erdöl jedoch zunächst noch als beherrschbar ein. Erstens habe der Abbau von Lagerbeständen den unmittelbaren Druck gemindert.
 // VON Claus-Detlef Großmann MEHR...

Zweitens bewegten sich die chinesischen Ölimporte auf niedrigem Niveau. Drittens gebe es zunehmend Alternativen zur Straße von Hormus. Und schließlich sei die Nachfrage gefallen. Schwerer dürfte die Situation bei Gas ausfallen. Händler verweisen neben den Kriegsfolgen auch auf die niedrigen Speicherstände in Europa und eine wahrscheinlich erhöhte Nachfrage infolge des El-Niño-Phänomens. 

Strom: Fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt zum Start in die neue Woche gezeigt. Strom präsentierte sich damit im Konvoi mit den Nachbarmärkten des Energiesektors. Der Dienstag wurde mit 124,25 Euro je Megawattstunde im Base und 101,00 Euro je Megawattstunde im Peak bewertet. Am Freitag war der Montag börslich mit 120,5 Euro in der Grundlast gesehen worden.

Die geringe Differenz zwischen den Preisen für Montag und Dienstag spiegelt eine wenig veränderte Erneuerbaren-Einspeiseleistung wider. Die Meteorologen von Eurowind hatten für den Berichtstag 24,8 Gigawatt prognostiziert, am Dienstag sollen sich die Beiträge von Wind und Solar auf 25,9 Gigawatt summieren. An den Folgetagen bis einschließlich Freitag dürfte es mit der Erneuerbaren-Einspeiseleistung in Trippelschritten abwärtsgehen. Am Freitag sollen nur noch 18,1 Gigawatt anfallen. Laut den Wetterdiensten werden sich die hohen Temperaturen bis Ende der Woche aus Deutschland verabschieden, während der aktuell schwache Wind auffrischen soll.

Am langen Ende des deutschen Strommarktes gewann das Cal 27 um 1,81 auf 98,86 Euro je Megawattstunde.

CO2: Die CO2-Preise haben am Montag zugelegt. Der Dec 26 gewann bis gegen 13.20 Uhr 0,93 auf 80,13 Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 11,2 Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 80,38 Euro, das Tief bei 78,41 Euro je Tonne CO2.

Die Analysten von Vertis sehen die Risiken am CO2-Markt trotz der Zugewinne vom Berichtstag im Wochenverlauf abwärtsgerichtet. Am Freitag will die Kommission ihre Vorschläge für eine Reform des EU-ETS veröffentlichen. Falls diese dem in der Vorwoche durchgesickerten Entwurf entsprechen, könnten dadurch jährlich mehr als 100 Millionen zusätzliche EUAs in den Handel gelangen – genug, um diesen bis 2027 von einer strukturellen Knappheit in einen Überschuss zu versetzen. Der Markt hat dieses Szenario bislang nicht vollständig umgesetzt. Eine erste Unterstützung sehen die Analysten bei rund 75 Euro.

Erdgas: Die europäischen Gaspreise haben am Montag massiv zugelegt. Hintergrund sind die wieder gestiegenen geopolitischen Risiken im Nahen Osten sowie Sorgen über mögliche Störungen der globalen Transportwege für LNG. Der Frontmonat am niederländischen TTF gewann bis gegen 13.30 Uhr um 2,470 auf 50,831 Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE kletterte der Day-ahead um 0,985 auf 50,800 Euro je Megawattstunde.

Die wieder aufgeflammten Kämpfe zwischen den USA und Iran treiben die Preise nach oben. Das US-Militär attackierte mit seiner jüngsten Angriffswelle nach eigenen Angaben dutzende Ziele an mehreren Orten im Iran. Ziel sei, Irans Fähigkeit zu schwächen, Schiffe in der für den weltweiten Energiehandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit.

Die Revolutionsgarden zielten iranischen Medien zufolge unter anderem auf ein mobiles Raketenartilleriesystem der US-Armee in Kuwait, auf Treibstofftanks und Munitionslager des Luftwaffenstützpunkts Prince Hassan in Jordanien sowie auf ein Kontrollzentrum des US-Stützpunkts Scheich Isa in Bahrain. Iran hat am Wochenende die Schließung der Straße von Hormus verkündet. US-Präsident Donald Trump erklärte hingegen, die Meerenge sei für die kommerzielle Schifffahrt weiter offen. Ein weiterer bullisher Faktor für die Gaspreise sind rückläufige LNG-Lieferungen nach Europa. Hingegen belaufen sich laut dem norwegischen Netzbetreiber Gassco die Exporte aus Norwegen am Berichtstag auf einigermaßen robuste 325,2 Millionen Kubikmeter.  ​(cdg)
 // VON Claus-Detlef Großmann
 WENIGER



ENERGIEDATEN:




E&M STELLENANZEIGEN



WEITERE STELLEN GESUCHT? HIER GEHT ES ZUM E&M STELLENMARKT


IHRE E&M REDAKTION:


Stefan Sagmeister (Chefredakteur, CVD print, Büro Herrsching)
Schwerpunkte: Energiehandel, Finanzierung, Consulting
Fritz Wilhelm (stellvertretender Chefredakteur, Büro Frankfurt)
Schwerpunkte: Netze, IT, Regulierung
Davina Spohn (Büro Herrsching)
Schwerpunkte: IT, Solar, Elektromobilität
Georg Eble (Büro Herrsching)
Schwerpunkte: Windkraft, Vermarktung von EE
Günter Drewnitzky (Büro Herrsching)
Schwerpunkte: Erdgas, Biogas, Stadtwerke
Heidi Roider (Büro Herrsching)
Schwerpunkte: KWK, Geothermie
Susanne Harmsen (Büro Berlin)
Schwerpunkte: Energiepolitik, Regulierung
Katia Meyer-Tien (Büro Herrsching)
Schwerpunkte: Netze, IT, Regulierung, Stadtwerke
Korrespondent Brüssel: Tom Weingärnter
Korrespondent Wien: Klaus Fischer
Korrespondent Zürich: Marc Gusewski
Korrespondenten-Kontakt: Kerstin Bergen
Darüber hinaus unterstützt eine Reihe von freien Journalisten die E&M Redaktion.
Vielen Dank dafür!

Zudem nutzen wir Material der Deutschen Presseagentur und Daten von MBI Infosource.
Ständige freie Mitarbeiter:
Volker Stephan
Manfred Fischer
Mitarbeiter-Kontakt: Kerstin Bergen






IMPRESSUM


Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH
Mühlfelder Str. 18 a - D-82211 Herrsching
Tel. +49 (0) 81 52/93 11 0 - Fax +49 (0) 81 52/93 11 22
info@emvg.de - www.energie-und-management.de

Geschäftsführer: Martin Brückner
Registergericht: Amtsgericht München
Registernummer: HRB 105 345
Steuer-Nr.: 117 125 51226
Umsatzsteuer-ID-Nr.: DE 162 448 530

Wichtiger Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die elektronisch zugesandte E&M daily nur von der/den Person/en gelesen und genutzt werden darf, die im powernews-Abonnementvertrag genannt ist/sind, bzw. ein Probeabonnement von E&M powernews hat/haben. Die Publikation - elektronisch oder gedruckt - ganz oder teilweise weiterzuleiten, zu verbreiten, Dritten zugänglich zu machen, zu vervielfältigen, zu bearbeiten oder zu übersetzen oder in irgendeiner Form zu publizieren, ist nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung durch die Energie & Management GmbH zulässig. Zuwiderhandlungen werden rechtlich verfolgt.

© 2026 by Energie & Management GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Gerne bieten wir Ihnen bei einem Nutzungs-Interesse mehrerer Personen attraktive Unternehmens-Pakete an!

Folgen Sie E&M auf: