Unter dem Eindruck der wieder aufgeflammten Kämpfe am Persischen Golf zeigten sich die Energiepreise auch am Mittwoch aufwärts gerichtet. Die Märkte sind besorgt, da sich bislang keine diplomatische Lösung im Konflikt zwischen Iran und den USA abzeichnet. Im Gegenteil, die Zeichen stehen auf eine weitere Eskalation.
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So hat US-Präsident Donald Trump Iran erneut mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe für diese Nacht und die Folgenächte an. Die Kämpfe würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“.
Strom: Fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt präsentiert. Strom nahm damit die Tendenz bei Gas, Kohle und Öl auf. In der Grundlast gewann der Day-ahead um 23,50 auf 160,25
Euro je Megawattstunde zu, in der Spitzenlast ging es um 23,25 auf132,75
Euro je Megawattstunde nach oben. An der Börse wurden für den Base 159,86
Euro und für den Peak 132,32
Euro ermittelt.
Ausschlaggebend für die höheren Day-ahead-Preise ist die geringere Erneuerbaren-Einspeiseleistung, die am Donnerstag nur noch 19
Gigawatt betragen soll. Für den Mittwoch hatten die Meteorologen von Eurowind noch 23,6
Gigawatt prognostiziert. Am Freitag sollen die Beiträge der Erneuerbaren noch etwas weiter zurückgehen. Für das darauffolgende Wochenende werden dagegen sehr hohe Beiträge von Wind und Solar vorhergesagt. Bullish dürften sich auch die französischen Strompreise auf das Marktgeschehen in Deutschland ausgewirkt haben. Dort sind die Notierungen zum Teil auf mehrjährige Hochs gestiegen.
Am langen Ende des Strommarktes gewann das Cal
27 um 1,84 auf 103,76
Euro je Megawattstunde, das sich damit im Bereich eines Zweieinhalbjahreshochs bewegte
CO2: Knapp behauptet haben sich die CO2-Preise am Mittwoch gezeigt. Der Dec
26 verlor bis gegen 13.40 Uhr 0,09 auf 80,30
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt schwache 9,4
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 82,18
Euro, das Tief bei 81,20
Euro.
Vor den für Freitag angekündigten Reformvorschlägen der EU-Kommission zum EU-ETS dürften sich viele Anleger mit Engagements zurückhalten. Unterdessen sind in der Vorwoche an der ICE die Nettolongpositionen für Emissionszertifikate um deutliche 8,2 Millionen auf 50,2
Millionen Tonnen gesunken.
Erdgas: Fest haben sich die europäischen Gaspreise am Mittwoch präsentiert. Der Frontmonat am niederländischen TTF gewann bis 13.39
Uhr 1,09 auf 54,40
Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE legte der Day-ahead um 1,70 auf 54,90
Euro je Megawattstunde zu.
Händler verweisen auf den Umstand, dass der Krieg im Persischen Golf wieder aufgeflammt ist. Europas Wettlauf um die Auffüllung der Erdgasvorräte wird schwieriger, da der Krieg die Preise in die Höhe treibt, was es für Händler weniger rentabel macht, den Brennstoff vor dem Winter zu kaufen und zu lagern. Die europäischen Gaspreise sind seit Kriegsbeginn um mehr als 70
Prozent gestiegen.
Die Gasspeicher in der gesamten Europäischen Union sind derzeit zu etwa 52
Prozent gefüllt, während die Einspeiseraten unter dem Vorjahresniveau und dem Zehn-Jahres-Sommerdurchschnitt liegen. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass die Speicherfüllstände im Herbst nur knapp über 70
Prozent liegen werden. Die wachsenden europäischen Exportkapazitäten können den Effekt niedriger Speicherstände zwar dämpfen, doch steht Europa im verschärften Wettbewerb um LNG mit Asien.
(cdg)
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