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| Branchenanalyse „Wärmewende - Versorger im Wandel“ (zum Öffnen bitte auf das PDF klicken) Quelle: PSVDL Consulting |
Nach Angaben von PSVDL betreiben rund zwei Drittel der befragten Unternehmen Netze mit Temperaturen von mehr als 90 Grad Celsius. Das erschwere vor allem die Einbindung von Wärmequellen mit niedrigerem Temperaturniveau sowie den wirtschaftlichen Einsatz von Großwärmepumpen. Derzeit nutzen 72 Prozent Erdgas als Brückentechnologie. Abwärme folgt mit 52 Prozent, Biomasse und Biogas mit jeweils 43 Prozent.
Künftig wollen viele Befragte vor allem Großwärmepumpen einsetzen, häufig mit Abwärme oder Umweltwärme. Dafür planen sie niedrigere Netztemperaturen, modernisierte Hausanschlussstationen und Großwärmespeicher. Auch grüner Wasserstoff spielt bei einem Teil der Unternehmen eine Rolle. Als „H2-ready“ ausgelegte Gasanlagen müssten für den Brennstoffwechsel jedoch oft noch aufwendig umgerüstet werden, schreibt PSVDL.
Fachkräfte bremsen stärker als Finanzierung
Fehlende Fachkräfte gelten unter den Befragten deutlich häufiger als Hemmnis als der Zugang zu Finanzmitteln. Bei Wärmenetzen bewerten 53 Prozent die Fachkräfteverfügbarkeit negativ, bei dezentralen Wärmelösungen 69 Prozent. Den Zugang zu Finanzmitteln bewerten bei Wärmenetzen 21 Prozent negativ, bei dezentralen Wärmelösungen 13 Prozent.
PSVDL nennt außerdem lange Genehmigungsverfahren und knappe Tiefbaukapazitäten. Ob sich neue Wärmenetze rechnen, hängt laut der Beratung stark von der Anschlussquote ab. Die Studienautoren halten deshalb ein Vorgehen ähnlich dem Glasfaserausbau für sinnvoll: Wohnungsunternehmen, Gewerbebetriebe oder öffentliche Einrichtungen sichern zunächst als Ankerkunden einen Teil des Wärmeabsatzes. Danach sprechen die Versorger weitere Abnehmer entlang der Trasse an. Kommunen können Bauarbeiten koordinieren oder selbst Wärme beziehen.
Bei dezentralen Wärmeangeboten erkennen die Studienautoren bislang wenig Dynamik. Wärmepumpen- und Quartierslösungen stehen im Vordergrund, Contracting ist das verbreitetste Vertriebsmodell. Serviceangebote, bei denen Kunden Wärme oder ein bestimmtes Temperaturniveau statt einer Anlage beziehen, spielen kaum eine Rolle. PSVDL führt die Zurückhaltung auf unsichere Vorgaben und die künftige Förderung zurück. Bei Kleinanlagen konkurrieren Versorger zudem mit spezialisierten überregionalen Anbietern.
Auch bei der Digitalisierung sehen die Befragten Nachholbedarf. 34 Prozent beurteilen den eigenen Stand positiv, 37 Prozent negativ. Je nach Geschäftsbereich erkennen 70 bis 85 Prozent noch mittleres bis sehr hohes Potenzial. Anlagenmonitoring und die digitale Verwaltung von Netz-, Anlagen- und Geodaten nutzen 89 Prozent der befragten Wärmenetzbetreiber bereits ganz oder teilweise. Eine aktive datenbasierte Steuerung ist weniger verbreitet.
Als geeignete Ansätze nennt PSVDL ein schrittweises Vorgehen, Kooperationen mit Kommunen und Dienstleistern sowie den Aufbau von Sensorik, Daten und digitalen Prozessen.




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| Antragsvolumen im ersten Reifegradverfahren nach Gebiet des Übertragungsnetzbetreibers - Für Vollansicht auf die Grafik klicken Quelle: ÜNB |







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