Neue schwarze Zahlen beim Mineralölriesen OMV: Das „Current Cost of Supplies“ (CCS) operative Ergebnis vor Sondereffekten summierte sich im zweiten Quartal des laufenden Jahres auf 1,7
Milliarden Euro – ein Anstieg um 65
Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Periodenüberschuss schoss um 141
Prozent auf 929
Millionen Euro nach oben. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit betrug 1,3 Milliarden Euro. Bereinigt um Net-Working-Capital-Effekte stieg er gegenüber dem Vorjahresquartal um 39
Prozent auf knapp 1,2
Milliarden Euro, teilte der Konzern am 31.
Juli mit.
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„OMV hat trotz eines stark volatilen Marktumfelds und trotz regulatorischer Markteingriffe im zweiten Quartal 2026 ein starkes Ergebnis geliefert. Alle Geschäftsbereiche trugen positiv zu unserem Ergebnis bei und stellten erneut die Resilienz unseres integrierten Portfolios eindrucksvoll unter Beweis“, kommentierte Vorstandsvorsitzender Alfred Stern die Zahlen in einer Mitteilung.
Die Nettoverschuldung belief sich zum Ende des Quartals auf rund 5
Milliarden Euro. Der Leverage-Grad – die Nettoverschuldung im Verhältnis zum eingesetzten Kapital – lag bei 19
Prozent.
In den ersten sechs Monaten des Jahres ergab sich ein CCS operatives Ergebnis vor Sondereffekten in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Der bereinigte Periodenüberschuss summierte sich auf 1,25 Milliarden Euro.
50 Prozent Plus im EnergiegeschäftDas operative Ergebnis vor Sondereffekten im Geschäftsbereich Energy erhöhte sich laut Mitteilung im zweiten Quartal um 50
Prozent auf 885
Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür gewesen sei vor allem ein verbessertes Ergebnis im Bereich Exploration und Produktion (E&P). Positive Markteffekte hätten die infolge des Nahostkonflikts gesunkenen Verkaufsmengen mehr als ausgeglichen. Die Kohlenwasserstoffproduktion ging um vier Prozent auf 291.000
Barrel Öläquivalent pro Tag zurück. Höhere Fördermengen in Libyen kompensierten den natürlichen Produktionsrückgang unter anderem in Norwegen und Neuseeland teilweise, so OMV.
Als wichtige Entwicklungen nannte Stern den Produktionsbeginn des Gasvorkommens Wittau in Österreich, den Baufortschritt des Innovations- und Entwicklungszentrums in Schwechat sowie weitere Fortschritte beim Offshore-Gasprojekt Neptun Deep in Rumänien.
Steigender Absatz an ZapfsäulenIm Geschäftsbereich Fuels stieg das CCS operative Ergebnis vor Sondereffekten auf 446
Millionen Euro nach 242
Millionen Euro im Vorjahresquartal. Maßgeblich waren nach Konzernangaben höhere Raffinerie-Referenzmargen, ein verbesserter Produktionsmix, eine höhere Raffinerieauslastung sowie ein stärkeres Handelsergebnis. Belastet worden sei das Segment durch höhere Rohölaufschläge und regulatorische Maßnahmen, insbesondere in Österreich und Rumänien.
Die Auslastung der europäischen Raffinerien stieg von 83 auf 90
Prozent. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa gingen von 4,20 auf 4,14
Millionen Tonnen zurück. Im Tankstellengeschäft verzeichnete OMV steigende Absatzmengen.
1,4 Milliarden Euro für AktionäreDoch „der Beitrag des Retail-Geschäfts verringerte sich im Vergleich zu Q2/25, was vor allem auf niedrigere Kraftstoffmargen infolge regulatorischer Preismaßnahmen in mehreren Ländern zurückzuführen war“, so das Unternehmen.
Auch das Segment Chemicals legte zu. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg dem Vernehmen nach auf 429
Millionen Euro nach 200
Millionen Euro im Vorjahresquartal. Wesentliche Beiträge kamen laut Unternehmen von höheren Preisen für Olefine und Polyolefine sowie erstmals vom Unternehmen Borouge International.
Bereits Ende Mai hatte die Hauptversammlung eine Gesamtdividende von 4,40
Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 beschlossen. Davon entfallen 3,15
Euro auf die reguläre Dividende und 1,25
Euro auf eine zusätzliche Dividende. Insgesamt schüttete OMV 1,4
Milliarden Euro an ihre Aktionärinnen und Aktionäre aus.
(mf)
// VON Manfred Fischer WENIGER