Überwiegend fester haben sich die Energiemärkte zum Start in die neue Woche präsentiert. Maßgeblich für die Aufwärtsbewegung war die sehr starke Verteuerung von Erdgas, die die Nachbarmärkte mit sich riss. Nur CO2 zeigte sich mit Abgaben. Iran hat Hoffnungen auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus einen Dämpfer erteilt.
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Strom: Überwiegend fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Montag gezeigt. Der Day-ahead wurde im Base mit 110,75
Euro je Megawattstunde und im Peak mit 67,25
Euro je Megawattstunde gehandelt. Börslich ergab sich für die Grundlast ein Preis von 110,38
Euro, für die Spitzenlast wurden 67,01
Euro ermittelt. Dabei ergaben sich für den Zeitraum von 12.45 bis 15.00
Uhr negative Preise. Die niedrigste Notierung fiel mit -0,18
Euro für 14.00 bis 14.15
Uhr an.
Die Einspeiseleistung der Erneuerbaren dürfte am Dienstag mit 29,6
Gigawatt etwas höher ausfallen als am Berichtstag, für den 28,7
Gigawatt prognostiziert wurden. Für die folgenden Wochentage erwarten die Meteorologen von Eurowind etwas geringere Einspeiseleistungen zwischen 23 und 27
Gigawatt, die insbesondere auf weniger Wind zurückzuführen sind. Maßgeblich für die Preissteigerungen am Strommarkt sind am Berichtstag die festeren Notierungen bei den Primärenergieträgern Kohle und insbesondere Gas.
Diese gehen einher mit einer neuen Hitzewelle, die allerdings zum Wochenende hin bereits wieder abklingen soll. Zudem ist die französische Kernkraftskapazität wegen Hitze und niedrigen Wasserständen um 15
Prozent reduziert. Am langen Ende legte das Strom-Frontjahr um 2,22 auf 105,00
Euro.
CO2: Der CO2-Markt hat zum Start in die neue Woche Abgaben verzeichnet. Der Dec
26 verlor bis gegen 14.09
Uhr 1,48 auf 81,81
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 12,1
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 83,34
Euro, das Tief bei 81,60
Euro.
Maßgeblich für die Abgaben dürften die starken Zugewinne von Gas sein. Höhere Gaspreise dämpfen die Nachfrage nach dem Energieträger und damit auch den Bedarf an Emissionszertifikaten. Sehr fraglich ist allerdings, ob sich der Abgabedruck am CO2-Markt auch am Dienstag fortsetzen wird. Die Analysten von Vertis rechnen für die laufende Woche mit einer tendenziell eher nach oben gerichteten Preisentwicklung. Sie verweisen auf das geringere Angebot aus den Primärmarktauktionen und auf die neue Hitzewelle, die Europa in dieser Woche überziehen wird. Zudem soll das Windaufkommen in den kommenden Tagen schwach ausfallen. Beide Faktoren lassen den verstärkten Einsatz fossiler Kraftwerke geboten erscheinen.
Erdgas: Die europäischen Gaspreise haben sich am Montag fest gezeigt. Der Frontmonat am niederländischen TTF gewann bis gegen 13.50
Uhr 3,870 auf 59,000
Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE ging es für den Day-ahead um 3,910 auf 58,800
Euro nach oben.
Die europäischen Erdgaspreise steigen, da Unsicherheiten hinsichtlich der Wiederöffnung der Straße von Hormus vor dem Winter Sorgen um die Versorgung aufkommen lassen. „Europa hinkt bei der Befüllung seiner Speicher vor Beginn der Heizperiode deutlich hinterher: Die Füllstände liegen bei 58
Prozent, verglichen mit den üblichen saisonalen Werten von 70
Prozent“, so die Analysten der ANZ. „Doch selbst wenn die Meerenge wieder geöffnet wird, werden die Reedereien eine längere Phase der Ruhe benötigen, bevor sie die Fahrt durch diese wichtige Wasserstraße antreten“, heißt es von den Analysten der ANZ.
(cdg)
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