Tendenziell fester haben sich die Energienotierungen am Mittwoch präsentiert. Die Preise bewegten sich allerdings nur in bescheidenem Umfang nach oben. Maßgeblich für das erhöhte Niveau ist die Lage am Persischen Golf.
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Dort senden die Kriegsparteien Signale aus, die einen raschen Friedensschluss oder zumindest eine Einigung auf die Öffnung der Straße von Hormus unwahrscheinlich erscheinen lassen. Mit dem Ende der Hitzewelle in Nordwesteuropa, die die Meteorologen schon am Samstag erwarten, wird sich allerdings auch ein bearisher Faktor an den Märkten etablieren. In der neuen Woche sollen zudem auch die Wind-Einspeiseleistungen in Europa nach oben gehen.
Strom: Nahezu durch die Bank fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Mittwoch präsentiert. Der Day-ahead gewann in der Grundlast um 8,50 auf 147,25
Euro je Megawattstunde, in der Spitzenlast ergab sich ein Plus von 7,25 auf 108,25
Euro je Megawattstunde. An der Börse wurden im Base 147,07
Euro je Megawattstunde ermittelt, im Peak 107,97
Euro. Für die Viertelstunde zwischen 14.00 und 14.15
Uhr ergab sich mit -0,01
Euro ein negativer Preis.
Gründe für den gestiegenen Day-ahead-Preis sind die höhere Last und weiterhin massive, hitzebedingte Kapazitätseinschränkungen der französischen Kernkraftwerke, Deren Minderleistung liegt mittlerweile bei rekordhohen 17
Prozent von insgesamt 63
Gigawatt. In Deutschland dürfte die Einspeiseleistung der Erneuerbaren laut den Meteorologen von Eurowind am Donnerstag auf 26,7
Gigawatt von 24,2
Gigawatt am Berichtstag steigen.
Am langen Ende gewann das Cal
27 um 0,72 auf 106,15
Euro je Megawattstunde.
CO2: Die CO2-Preise haben am Berichtstag etwas hinzugewonnen. Der Dec
26 gewann bis gegen 14.23
Uhr um 0,10 auf 82,54
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 5,7
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 82,89
Euro, das Tief bei 81,98
Euro. Unterdessen sind an der ICE die Nettolongpositionen in der vergangenen Woche um 2,3 auf 44,2
Millionen Tonnen gestiegen. Die Analysten von Redshaw Advisors sehen Widerstand für den Dec
26 bei 83,77
Euro, Unterstützung bei 81,60
Euro.
Erdgas: Uneinheitlich haben sich die europäischen Gaspreise am Mittwoch gezeigt. Der Frontmonat am niederländischen TTF gewann bis gegen 13.30
Uhr 0,840 auf 60,815
Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE ging es für den Day-ahead dagegen um 0,700 auf 60,600
Euro je Megawattstunde nach unten.
Der Preis von Erdgas wird damit im Wesentlichen weiter von der Lage am Persischen Golf bestimmt. Noch immer fahren wenig Handelsschiffe durch die vom Iran faktisch blockierte Straße von Hormus − doch die US-Regierung behauptet, die volle Kontrolle über die Meerenge zu haben. „Sie gehört uns“, sagte Trump vor Reportern. Die USA befänden sich im Moment in einer sehr guten Position.
Die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) hatte dagegen am Abend auf X berichtet, die Angriffe und Schikanen durch die iranischen Revolutionsgarden in der Meerenge hielten an. Händler verweisen zudem auf den bullishen Hintergrundfaktor dauerhafter Kapazitätseinschränkungen des Ormen-Lange-Felds in Höhe von 8,9
Millionen Kubikmetern täglich, die bis Februar nächsten Jahres bestehen bleiben sollen. Gassco gibt den Gasflow nach Europa für den Berichtstag mit 326
Millionen Kubikmetern an.
(cdg)
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