Überwiegend schwächer haben sich die Energiemärkte am Mittwoch präsentiert. Der deutsche Strommarkt gab fast durchweg nach. Eine deutlich höhere Einspeiseleistung aus Wind und Solar dürfte den Spotmarkt am Donnerstag zusätzlich entlasten. Auch die CO2-Preise verloren, während das geringere Auktionsangebot in dieser Woche zunächst stützen könnte. Die Gaspreise standen ebenfalls unter Druck.
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Die Hoffnung auf Fortschritte bei den Gesprächen über einen Transitkorridor durch die Straße von Hormus und die Rückkehr von US-Diplomaten in die Region dämpften die geopolitische Risikoprämie. Auch Öl und Kohle gaben nach. Die Aussicht auf US-Sanktionen statt neuer Militärschläge gegen den Iran sorgte insbesondere am Ölmarkt für Entspannung.
Strom: Fast durch die Bank schwächer hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Mittwoch gezeigt. Der Day-ahead verlor 28,25 auf 125,75
Euro je Megawattstunde in der Grundlast und 44,50 auf 95,75
Euro je Megawattstunde in der Spitzenlast.
Die Einspeiseleistung der Erneuerbaren dürfte am Donnerstag im Vergleich zum Vortag wieder deutlich ansteigen und bei 36
Gigawatt liegen. Während für Freitag wieder eine deutlich geringere Einspeiseleistung erwartet wird, dürften die Werte ab Samstag kontinuierlich über der Marke von 30
Gigawatt liegen.
Das US-Wettermodell erwartet für die kommenden Tage bis etwa 8.
September eine leicht überdurchschnittliche Wind-Einspeiseleistung. Auch die Temperaturen dürften sich in diesem Zeitpunkt im leicht überdurchschnittlichen Bereich bewegen.
Am langen Ende des Strommarktes verlor das Cal
27 um 0,92 auf 111,21
Euro je Megawattstunde.
CO2: Schwächer haben sich die CO2-Preise am Mittwoch gezeigt. Der Dec
26 verlor bis zum Settlement 0,21 auf 81,58
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 13,9
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 82,24
Euro, das Tief bei 81,10
Euro.
Nachdem das Europäische Parlament am Montag seine Arbeit nach der Sommerpause wieder aufgenommen hat, stehen zunächst lediglich „externe parlamentarische Aktivitäten“ auf dem Programm, die voraussichtlich keinen Bezug zur Überprüfung des EU-Emissionshandelssystems haben, so die Analysten von Redshaw Advisors. Die Sitzungen der Parlamentsausschüsse beginnen wieder am 31.
August.
Das Auktionsangebot am CO2-Markt sinkt in dieser Woche von 9,1
Millionen EUA in der Vorwoche auf 7,5
Millionen EUA. Der möglicherweise stützende Effekt könnte jedoch teilweise durch das deutlich höhere Angebot der kommenden Woche vorweggenommen werde, so die Analysten weiter. Dann sollen die Auktionsmengen auf 13,4 Millionen EUA steigen.
Hintergrund ist die Marktstabilitätsreserve (MSR). Ab dem 1.
September fällt die durch die MSR bedingte Kürzung des Auktionsangebots geringer aus als in den vorangegangenen zwölf Monaten. Dadurch gelangen wieder größere Mengen an Emissionsberechtigungen über die Auktionen an den Markt.
Erdgas: Die europäischen Erdgaspreise weiteten am Mittwoch ihre Verluste vom Vortag aus. Der Frontmonat am niederländischen TTF verlor bis gegen 14.00
Uhr 1,50 auf 64,50
Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE ging es für den Day-ahead um 1,575 auf 64,975
Euro je Megawattstunde nach oben.
Anzeichen für Fortschritte bei den Verhandlungen im Nahen Osten dämpften die Sorgen vor weiteren Versorgungsstörungen. Die Außenminister des Iran und Omans erklärten, über Pläne für einen vorübergehenden Transitkorridor durch die Straße von Hormus sowie über ein Vorhaben zur Räumung von Minen in der Wasserstraße gesprochen zu haben. Auch Pakistan meldete deutliche Fortschritte bei seinen Gesprächen mit Teheran über ein Ende des Krieges.
Zusätzlich verringerte die Entscheidung der USA, Diplomaten in den Nahen Osten zurückzuschicken, die Sorgen vor einer weiteren militärischen Eskalation.
Die Versorgungsrisiken bleiben jedoch bestehen. Die anhaltenden Einschränkungen des Schiffsverkehrs beeinträchtigen weiterhin die physischen LNG-Flüsse aus der Golfregion. Insbesondere Lieferungen aus Katar verzögern sich erheblich. Auch die Rückkehr zu überdurchschnittlichen Temperaturen dürfte noch stützend wirken, da Strombedarf für die Kühlung steigt und der damit verbundene höhere Einsatz von Gaskraftwerken die saisonale Befüllung der europäischen Gasspeicher bremsen dürfte.
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// VON Marie Pfefferkorn WENIGER