Uneinheitlich haben sich am Donnerstag die Preise an den Energiemärkten gezeigt. Die bisherigen Treiber Gas und Öl zeigten sich wenig verändert beziehungsweise leichter und haben zur Beruhigung auch bei Strom und CO2 beigetragen. Durch die Straße von Hormus wird wieder deutlich mehr Öl transportiert. Dazu trägt ein von den USA gesicherter Schifffahrtskorridor bei, wie eine Auswertung von Schifffahrtsdaten durch die Nachrichtenagentur AFP zeigt.
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Das Vorkriegsniveau wird allerdings weiterhin klar verfehlt. Anfang September passierten im Wochenschnitt knapp 8
Millionen Barrel pro Tag die Meerenge. Vor dem Krieg wurden täglich etwa 18
Millionen Barrel durch die Straße von Hormus transportiert. Die US-Regierung spricht von inzwischen rund 9
Millionen Barrel pro Tag. Die verfügbaren Daten bestätigen diese Größenordnung bislang nicht vollständig.
Strom: Durch die Bank leichter hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Donnerstag präsentiert, wobei sich die Abwärtstendenz im Vergleich zu den Preisen von 14 Uhr des Vortags ergab. Der Day-ahead sank im Base um 22,50 auf 120,75
Euro je Megawattstunde und im Peak um 15,75 auf 85,00
Euro je Megawattstunde. Börslich zeigte sich die Grundlast mit 120,53
Euro, die Spitzenlast mit 84,74
Euro. Die Einspeiseleistung der Erneuerbaren dürfte den Meteorologen von Eurowind zufolge am Freitag mit 34,1 Gigawatt etwas höher ausfallen als noch am Donnerstag, für den 33,1
Gigawatt in Aussicht gestellt wurden.
Mit beigetragen zum Preisrückgang im Day-ahead hat auch der prognostizierte Rückgang der Last. Laut MBI Research wird die Nachfrage von 55,7
Gigawatt am Berichtstag auf 54,7
Gigawatt am Freitag zurückgehen. Für das Wochenende gehen die Analysten von Eurowind von noch einer höheren Einspeiseleistung aus, die am Sonntag bis zu 43
Gigawatt erreichen könnte. Damit dürften sich börslich auf Viertelstundenbasis wieder negative Preise einstellen. Erst ab Dienstag der neuen Woche ist mit einem Rückgang bei den Beiträgen der Erneuerbaren zu rechnen. Am langen Ende sank das Cal
27 um 1,39 auf 127,67
Euro je Megawattstunde.
CO2: Ein wenig fester haben sich die CO2-Preise am Donnerstag präsentiert. Der Dec 26 gewann bis gegen 13.26 Uhr 0,20 auf 84,94
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 10,8 Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 85,11
Euro, das Tief bei 84,22
Euro. Laut den Analysten von Redshaw Advisors weist der Markt trotz der Zugewinne vom Berichtstag übergeordnet ein bearishes Momentum auf.
Erdgas: Die europäischen Gaspreise haben sich am Donnerstag wenig verändert gezeigt. Der richtungsweisende Frontmonat am niederländischen TTF gewann bis gegen 13.30 Uhr 0,131 auf 77,586
Euro je Megawattstunde. Gegenüber den deutlich höheren Niveaus der vergangenen Tage hat sich der Markt zwar etwas beruhigt, die Versorgungslage bleibt jedoch ein wesentlicher Risikofaktor. Marktteilnehmer verweisen auch auf die niedrigeren Ölpreise als Grund für das etwas gesunkene Preisniveau. Der norwegische Netzbetreiber Gassco meldet eine durch einen Kompressorschaden bedingte Kapazitätsminderung für das Feld Troll um 46,2
Millionen Kubikmeter täglich bis Freitag kommender Woche. Insgesamt belaufen sich die norwegischen Gasexporte für den Berichtstag daher nur auf sehr schwache 260,4
Millionen Kubikmeter.
(cdg)
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