Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) hat am 22. September Eckpunkte für die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) vorgelegt (wir berichteten). Das Gesetz soll nach dem Zeitplan des Ministeriums im ersten Quartal 2027 in Kraft treten. Auf dem Kongress des Bundesverbands Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) am 23. September in Berlin wurde vor allem über die künftige Förderung kleiner KWK-Anlagen diskutiert. Der Verband beging zugleich sein 25-jähriges Bestehen.
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| Podiumsdiskussion auf dem BKWK-Kongress (v.li.): Lars Rohwer (MdB CDU), Joachim Maier (CEO Jenbacher), Andreas Rimkus (Präsident B.KWK), Andre Eid (BMWE), Johanna Riggert (Partnerin BBH), Christoph Zeis (CEO EDG) und Barbara Minderjahn (GF B.KWK) Quelle: Susanne Harmsen |
Zeis forderte aus Sicht eines Projektierers, die Förderung kleiner Anlagen beizubehalten. Die EDG installiere solche Anlagen vor allem in Krankenhäusern, Schulen und Quartieren. Dort seien sie eine effiziente Lösung für die Wärmeversorgung und könnten zugleich das Stromnetz flexibel unterstützen. „Wenn der Zuschuss wegfällt, ist die kleine KWK tot“, befürchtet Zeis.
Rohwer verwies ebenfalls auf die Resilienz dezentraler Anlagen. Kleine KWK-Einheiten könnten bei technischen Ausfällen oder Anschlägen die Auswirkungen auf die Energieversorgung begrenzen. Die Bedeutung solcher Lösungen nehme angesichts zunehmender Risiken für die Energieinfrastruktur zu, sagte der CDU-Politiker.
BMWE sieht begrenzten Systembeitrag
Eine andere Perspektive vertrat Andre Eid aus dem BMWE. Langfristig leisteten kleine Anlagen aus Sicht des Ministeriums keinen ausreichend großen Beitrag zum Gesamtsystem. Die derzeit installierte KWK-Leistung von rund 43.000 MW könne nach seiner Einschätzung nicht vollständig erhalten bleiben. Die verfügbaren Fördermittel müssten auch für Wärmenetze und die Dekarbonisierung eingesetzt werden.
Eid verwies dabei auf die Förderung kleiner Photovoltaikanlagen. Wenn Anlagen mit 25 kW Leistung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) herausgenommen würden, sei es aus seiner Sicht schwer zu vermitteln, kleine fossile KWK-Anlagen weiterhin zu fördern.
Joachim Maier von Jenbacher argumentierte dagegen, gerade kleine KWK-Anlagen seien ein Bereich mit hohem Innovationspotenzial. Viele Anlagen könnten bereits mit Wasserstoff betrieben werden. Zudem sei nicht nachvollziehbar, wenn die Förderung der Wärmeerzeugung deutlich niedriger ausfalle als die Förderung nach dem StromVKG, sagte Maier. KWK-Anlagen könnten gleichzeitig Strom und Wärme bereitstellen.
Johanna Riggert von BBH bewertete die geplante KWKG-Novelle grundsätzlich als Perspektive für die Branche. Damit zeichne sich nach dem drohenden Auslaufen des bestehenden Förderrahmens Ende 2026 wieder eine längerfristige Grundlage ab. Gleichzeitig führe die Neuregelung zu einem Wandel in der Branche. Viele Projekte müssten auf Grundlage der neuen Rahmenbedingungen neu bewertet werden. (sh)


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| Von links oben bis rechts unten beim Esys-Gespräch: Professor Andreas Löschel (Uni Bochum), Sascha Grüner (Netzagentur), Ralf Wagner (Uniper), Professor Andreas Goldthau (Uni Erfurt) und Professorin Franziska Holz (DIW / Uni Trondheim) Quelle: Georg Eble |


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| Den Fokus seiner Stellungnahme zum AgNes-Entwurf legt das Fraunhofer Cines auf große Power-to-Heat-Anwendungen in Fernwärme und Industrie (zum Öffnen bitte auf das PDF klicken) Quelle: Fraunhofer Cines |





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| Anteil von Elektroautos an Neuzulassungen. (Zum Vergrößern der Grafik bitte auf das Bild klicken) Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) |




Das Unternehmen verbindet dafür die Ferndiagnose mit seinem bestehenden Servicenetz. Die regionalen Monitoring-Zentren sollen Kunden und Anlagen in ihrem jeweiligen Gebiet betreuen und bei komplexeren Fällen weitere Spezialisten hinzuziehen. Rolls-Royce verspricht sich davon kürzere Reaktionszeiten und eine höhere Verfügbarkeit der angeschlossenen Systeme.
Arcola als Ausgangspunkt für weltweites Netz
Das RMC in Arcola bildet nach Angaben des Unternehmens den Ausgangspunkt für den weltweiten Ausbau des Konzepts. Rolls-Royce betreibt bereits Remote Monitoring in Berlin, das bislang auf Batteriespeichersysteme und Microgrids ausgerichtet ist. Mit dem Standort in Italien weitet der Konzern den Ansatz nun auf weitere MTU-Anwendungen aus.
In Arcola überwachen Mitarbeitende laut der Unternehmensmitteilung derzeit angeschlossene Flotten und Anlagen. Zu den ersten Kunden gehören die italienische Fährgesellschaft Liberty Lines und die Werft Overmarine. Auch mit der italienischen Guardia di Finanza will Rolls-Royce die digitale Anbindung weiterer MTU-Systeme und deren Überwachung ausbauen.
Das Unternehmen plant neben den regionalen Remote Monitoring Centern weitere Remote Monitoring Hubs. Diese sollen Daten über einzelne Regionen und Anlagen hinaus auswerten, Trendanalysen erstellen und die regionalen Zentren bei komplexeren Fragestellungen unterstützen. (hr)







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