Fester haben sich am Donnerstag die Preise an den Energiemärkten gezeigt, nachdem Hoffnungen auf eine rasche Öffnung der Straße von Hormus gescheitert waren. Ein Berater des obersten Führers des Iran, Mojtaba Khamenei, warnte laut einem AFP-Bericht unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, dass Teheran den Krieg im Nahen Osten auf den Indischen Ozean ausweiten könnte, sollten die USA oder Israel erneut angreifen.
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Unterdessen erklärte der iranische Präsident Masoud Pezeshkian am Mittwoch, Teheran sei zu Verhandlungen bereit, um den Konflikt mit den USA zu beenden, werde sich jedoch nicht dem, wie er es nannte, „Mobbing“ Washingtons beugen oder sein Atomprogramm aufgeben.
Strom: Durch die Bank fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Donnerstag präsentiert. Der Day-ahead gewann im Base um 38,50 auf 176,75
Euro je Megawattstunde und im Peak um 33,75 auf 152,50
Euro je Megawattstunde. Börslich zeigte sich die Grundlast mit 176,63
Euro, die Spitzenlast mit 152,38
Euro.
Auslöser des Preisanstiegs für den Day ahead ist die geringere Erneuerbaren-Einspeiseleistung. Diese dürfte den Meteorologen von Eurowind zufolge am Freitag mit 19,8
Gigawatt geringer ausfallen als noch am Donnerstag, für den 33,5
Gigawatt in Aussicht gestellt wurden. Auch für die Folgetage geht Eurowind von moderaten Beiträgen von Wind und Solar zur Stromgewinnung aus. Diese dürften allerdings nicht ganz so gering ausfallen als noch am Mittwoch prognostiziert. Die Temperaturen dürften sich in den kommenden Tagen im überdurchschnittlichen Bereich bewegen. Nach dem Monatswechsel soll sich die Windeinspeisung deutlich erhöhen.
Am langen Ende gewann das Cal
27 um 2,61 auf 129,19 Euro je Megawattstunde.
CO2: Ein wenig fester haben sich die CO2-Preise am Donnerstag präsentiert. Der Dec
26 gewann bis gegen 13.50
Uhr 0,55 auf 86,56
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 11,6
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 87,00
Euro, das Tief bei 85,63
Euro. Die Analysten von Redshaw Advisors verweisen auf die Nervosität am Gas- und Ölmarkt, wo die Preise auf wechselnde politische Schlagzeilen reagieren und auf die Folgeeffekte für den CO2-Markt, der daher nur schwer prognostizierbar sei. Die Grundtendenz für CO2 sei weiter neutral bis leicht bullish.
Erdgas: Die europäischen Gaspreise haben sich am Donnerstag fester gezeigt. Der richtungsweisende Frontmonat am niederländischen TTF gewann bis gegen 13.03
Uhr 1,246 auf 74,456
Euro je Megawattstunde. Am deutschen THE legte der Day-ahead um 1,125 auf 75,325 Euro je Megawattstunde zu.
Die europäischen Erdgaspreise steigen, da der Markt angesichts der bevorstehenden winterlichen Heizperiode weiterhin die Speicherfüllstände im Fokus hat. Nach Angaben des Branchenverbands Gas Infrastructure Europe sind die Speicher in der gesamten Europäischen Union derzeit zu 70 Prozent gefüllt, was deutlich unter dem saisonalen Durchschnitt von 86
Prozent liegt. „Höhere LNG-Ströme nach Nordwesteuropa haben zwar für eine gewisse Entlastung gesorgt, aber geringere norwegische Pipeline-Lieferungen inmitten umfangreicher Wartungsarbeiten begrenzen den Puffer weiterhin“, so die Analysten von ANZ. Die norwegischen Exporte belaufen sich für den Berichtstag auf sehr schwache 224
Millionen Kubikmeter. Allerdings geht die Wartungssaison in Norwegen mit dieser Woche im Wesentlichen zu Ende.
Die Hoffnungen auf rasche Fortschritte bei der Beilegung des Irankriegs sind unterdessen zerstoben. Die diplomatischen Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben kaum nennenswerte Fortschritte gebracht.
(cdg)
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