Mehr als die Hälfte der befragten Vattenfall-Kunden mit einer mindestens 15 Jahre alten Heizung plant derzeit keinen Austausch. Das geht aus dem „Gasbarometer 2026“ des Energieversorgers Vattenfall hervor. Für die Untersuchung befragte das Unternehmen im Juli 12.365 ausgewählte Gaskunden online. Im Fokus standen Haushalte in Ein- und Zweifamilienhäusern, die bislang keine Wärmepumpe besitzen.
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Dabei ist die Untersuchung nicht repräsentativ für alle Gaskunden oder Haushalte in Deutschland. Vattenfall wählte die Teilnehmer anhand bestimmter Vertrags-, Haushalts- und Gebäudemerkmale sowie aus verschiedenen Regionen und Netzgebieten aus. Die Ergebnisse beschreiben daher ausschließlich die Antworten dieser Kundengruppe.
Insgesamt verfügen 38
Prozent der Befragten über eine Heizung, die mindestens 15
Jahre alt ist. Von diesen Haushalten wollen rund 51
Prozent ihre Anlage derzeit nicht austauschen. Bei weiteren rund 35
Prozent ist der mögliche Wechselzeitpunkt noch offen. Lediglich etwa 13 Prozent planen einen Austausch innerhalb der kommenden drei Jahre oder setzen ihn bereits um.
„Viele Menschen beschäftigen sich bereits mit ihrer zukünftigen Wärmeversorgung. Bei der konkreten Entscheidung für die passende Heizungslösung besteht jedoch häufig noch Orientierungsbedarf“, sagt Carsten Gerasch, leitender Produktmanager bei Vattenfall. Solange die vorhandene Heizung zuverlässig arbeite, werde die Entscheidung häufig vertagt.
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Gasbarometer 2026 (zum Öffnen bitte auf das Dokument klicken) Quelle: Vattenfall |
Funktionierende Anlagen bremsen den WechselDer technische Zustand der bestehenden Anlage spielt laut der Vattenfall-Erhebung eine zentrale Rolle: 88
Prozent der Befragten nennen eine funktionierende Heizung als Hindernis für einen Austausch. Dahinter folgen die hohen Anschaffungskosten mit 46
Prozent. 32
Prozent verweisen auf Unsicherheit über politische Vorgaben, 22
Prozent auf Unsicherheit bei der Wahl eines neuen Heizsystems. Fehlendes Wissen über Alternativen nennen zehn Prozent. Mehrfachnennungen waren möglich.
Umgekehrt wäre ein Defekt für 60
Prozent der wichtigste Anlass zum Handeln. Hohe Energiekosten nennen 49
Prozent als möglichen Wechselgrund. 38
Prozent wollen unabhängiger von Gas und Öl werden, 34
Prozent führen Fördermöglichkeiten an. Umwelt- und Klimaschutz spielen für 20
Prozent eine Rolle.
Besonders ausgeprägt ist der Informationsbedarf bei den Energiekosten. Drei Viertel der Befragten möchten mehr darüber wissen, wie sich die Gaspreise entwickeln. 48
Prozent interessieren sich für mögliche Einsparungen bei den Gaskosten. Informationen über Heizungsalternativen wünschen sich nahezu die Hälfteder Befragten, zu gesetzlichen Vorgaben 37
Prozent. Deutlich seltener gefragt sind Informationen zur Smart-Home-Steuerung mit 15
Prozent und zur Heizungswartung mit zwölf Prozent.
Wärmepumpe liegt bei der Auswahl vornBei der Frage nach einer künftig bevorzugten Heiztechnik erreicht die Wärmepumpe mit 33
Prozent den höchsten Wert. Fast ebenso groß ist allerdings die Gruppe der Unentschlossenen: 31
Prozent haben sich noch auf keine Heizlösung festgelegt. Eine Gasheizung nennen 18
Prozent, eine Gas-Hybridheizung 13
Prozent. Fernwärme kommt in der Befragung auf drei Prozent.
Den hohen Anteil der Unentschlossenen wertet Vattenfall als Hinweis auf weiteren Beratungsbedarf. Viele Hauseigentümer suchten noch „Orientierung bei der Wahl ihrer künftigen Heizlösung“, sagt Gerasch.
Vattenfall verbindet die Befragung zugleich mit eigenen Berechnungen zu den Heizkosten. Nach Angaben des Unternehmens sei eine Wärmepumpe einschließlich Installation und Betrieb über einen Zeitraum von 20 Jahren günstiger als eine neue Gasheizung. Als Gründe nennt Gerasch unter anderem steigende CO2-Kosten sowie künftig höhere Netzentgelte für verbleibende Gaskunden.
Das
„Gasbarometer 2026“ lässt sich über die Internetseite von Vattenfall downloaden.
(ds)
// VON Davina Spohn WENIGER