Durchweg fester haben sich die Energiemärkte zum Wochenauftakt präsentiert. Der deutsche Strommarkt legte deutlich zu. Zwar dürfte die Einspeiseleistung aus den Erneuerbaren am Dienstag etwas steigen, im weiteren Wochenverlauf werden jedoch wieder sinkende Beiträge erwartet. Auch längerfristig zeichnen sich unterdurchschnittliche Windstrommengen und kühlere Temperaturen ab.
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Die CO2-Preise gewannen ebenfalls. Hohe Gaspreise und die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit von Kohle stützen die EUA-Nachfrage, während das höhere Auktionsangebot das Aufwärtspotenzial begrenzt. Am Gasmarkt sorgten zunehmende Angriffe auf Tanker, niedrige Speicherstände und die Aussicht auf einen früheren Heizbeginn für weitere Gewinne. Auch Kohle und Öl verteuerten sich.
Strom: Durch die Bank fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt am Montag gezeigt. Der Dienstag wurde in der Grundlast mit 160,50
Euro je Megawattstunde bewertet, die Spitzenlast kostete 159,25
Euro je Megawattstunde. An der Börse wurde der Day-Ahead mit 160,23
Euro im Base und mit 158,85
Euro im Peak gehandelt.
Die Einspeiseleistung der Erneuerbaren dürfte den Meteorologen von Eurowind zufolge am Dienstag im Vergleich zum Vortag etwas ansteigen. Für den weiteren Verlauf der neuen Woche werden dann aber wieder sinkende Beiträge von Wind und Sonne zur Stromerzeugung erwartet. Das US-Wettermodell sieht bis Ende des Monats zumeist unterdurchschnittliche Windstrommengen. Die Temperaturen dürften ab dem 17.
Oktober ebenfalls im unterdurchschnittlichen Bereich liegen.
Am langen Ende des Strommarktes gewann das Cal
27 bis zum Nachmittag um 4,91 auf 141,63
Euro je Megawattstunde.
CO2: Fester haben sich die CO2-Preise am Montag gezeigt. Der Dec
26 gewann bis gegen 14.00
Uhr um 1,33 auf 88,27
Euro je Tonne. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 13,8
Millionen Zertifikate. Das Hoch lag bei 88,35
Euro, das Tief bei 86,50
Euro.
Am CO2-Markt besteht laut den Analysten von Vertis weiterhin moderates Aufwärtspotenzial, solange die Gaspreise ihre jüngsten Gewinne verteidigen. Die aktuell bessere Wettbewerbsfähigkeit von Kohle gegenüber Gas begünstige eine emissionsintensivere Stromerzeugung und stütze damit die EUA-Nachfrage. Belastend wirkt dagegen das um 1,36
Millionen Zertifikate höhere Auktionsangebot in dieser Woche.
Das Primärmarktangebot an EU-Emissionsberechtigungen steigt in dieser Woche Prozent auf 11,87
Millionen EUA, nach 10,51
Millionen in der Vorwoche. Grund ist die Wiederaufnahme der polnischen Auktion. Im Rahmen der gemeinsamen EU-Versteigerungen kommen am Montag, Dienstag und Donnerstag jeweils 2,792
Millionen EUA auf den Markt. Polen versteigert am Mittwoch 1,945
Millionen Zertifikate, Deutschland bietet am Freitag 1,548
Millionen EUA an.
Erdgas: Die europäischen Gaspreise haben am Montag erneut zugelegt. Der Frontmonat am niederländischen TTF verteuerte sich bis gegen 14.00
Uhr um 1,220 auf 82,925
Euro je Megawattstunde.
Zunehmende Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus und die Eskalation der Spannungen in der Golfregion schüren laut Marktbeobachtern erneut Sorgen im Hinblick auf die Sicherheit der LNG-Lieferungen.
Zusätzlichen Aufwärtsdruck erzeugen die vergleichsweise niedrigen europäischen Gasspeicherstände. Zwar haben sich die Speicher in den vergangenen Wochen kontinuierlich gefüllt, mit rund 73
Prozent liegen sie jedoch weiterhin unter dem Vorjahresniveau. Prognosen für kühlere Herbsttemperaturen könnten einen früheren Beginn der Heizperiode und damit einen höheren Gasverbrauch nach sich ziehen. Dies würde die weitere Einspeicherung erschweren.
Die europäischen Gasnetzbetreiber hatten in der vergangenen Woche erklärt, dass das Versorgungssystem grundsätzlich flexibel genug sei, um die Winternachfrage zu decken. Bei anhaltend eingeschränkten Lieferungen könnten die Speicherstände bis zum Ende der Heizperiode jedoch unter 30 Prozent sinken. Damit würde das Risiko von Versorgungsengpässen bei späten Kälteperioden steigen.
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// VON Marie Pfefferkorn WENIGER