Der Massivhausanbieter Town & Country Haus hat 7.493 Immobilien in den 30 größten deutschen Städten untersucht und dabei festgestellt, dass die schlechteste Energieeffizienzklasse H mit 15,8
Prozent am häufigsten vertreten ist. Bei den Heizenergieträgern dominiert Erdgas mit einem Anteil von 62,3
Prozent. Die Untersuchung basiert auf Immobilienangeboten des Portals Immowelt vom August 2026.
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Auf die Effizienzklasse H folgen die Klassen D mit 12,9
Prozent, F mit 12,8
Prozent, E mit 11,7
Prozent und G mit 11
Prozent. Die Auswertung unterscheidet zwischen Energiebedarfsausweisen, die den Energiebedarf eines Gebäudes rechnerisch ermitteln, und Energieverbrauchsausweisen, die auf gemessenen Verbrauchsdaten beruhen.
Bei den Bedarfsausweisen liegt der Anteil der Gebäude mit Effizienzklasse H bei mehr als 20 Prozent. Besonders hoch fällt er in Bonn mit 43,7
Prozent aus. Dahinter folgen Aachen mit 40
Prozent und Münster mit 36,1
Prozent.
Anders sieht es in Mönchengladbach und Dresden aus. In Mönchengladbach erreichen laut den untersuchten Bedarfsausweisen 55,5
Prozent der Gebäude die Effizienzklasse A. In Dresden entfallen 56,4
Prozent auf die Klasse A+.
Verbrauchsausweise zeigen anderes Bild Bei den Verbrauchsausweisen ist dagegen die Effizienzklasse D mit 24,5
Prozent am häufigsten vertreten. Die Klassen A und A+ erreichen insbesondere in Mannheim und Wiesbaden höhere Anteile: In Mannheim entfallen 44,7
Prozent der untersuchten Immobilien auf diese beiden Klassen, in Wiesbaden sind es 15,6
Prozent.
Die Unterschiede zwischen den beiden Ausweisarten hängen auch mit ihrer Erhebungsmethode zusammen. Während der Bedarfsausweis den Energiebedarf anhand baulicher und technischer Eigenschaften berechnet, berücksichtigt der Verbrauchsausweis den tatsächlichen Energieverbrauch und damit auch das Heizverhalten der Bewohner.
Aus den unterschiedlichen Verteilungen lässt sich allerdings nicht unmittelbar ableiten, dass Bedarfsausweise den Energieverbrauch systematisch überschätzen. Dafür wäre ein Vergleich beider Ausweisarten für dieselben Gebäude erforderlich. Ein solcher Vergleich geht aus der veröffentlichten Untersuchung nicht hervor.
Erdgas bleibt wichtigster Heizenergieträger Bei der Wärmeversorgung der untersuchten Immobilien liegt − insgesamt betrachtet − Erdgas mit 62,3
Prozent an erster Stelle. Heizöl folgt mit 16,6
Prozent. Elektrische Heizsysteme erreichen einen Anteil von 7,5
Prozent, Wärmepumpen kommen auf 3,7
Prozent.
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Energieträger der Immobilien in Deutschland Zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken. Quelle: Town & Country Haus |
Auch hier zeigen sich Unterschiede zwischen den Ausweisarten. Auf Gas entfallen 37,8
Prozentpunkte der Gesamtauswertung bei den Bedarfsausweisen und 24,4
Prozentpunkte bei den Verbrauchsausweisen. Bei Heizöl sind es 11,7
beziehungsweise 4,9 Prozentpunkte.
Bei den Bedarfsausweisen erreichen elektrische Heizsysteme mit 5,6
Prozentpunkten den dritten Rang. Unter den Verbrauchsausweisen liegt Fernwärme mit 2,8
Prozentpunkten auf dem dritten Platz.
Wärmepumpen sind in den untersuchten Immobilien noch vergleichsweise selten vertreten. Bei den Bedarfsausweisen entfallen 3,3 Prozentpunkte auf diese Heiztechnik, bei den Verbrauchsausweisen 0,4 Prozentpunkte. München erreicht bei den Bedarfsausweisen mit 16,3 Prozent den höchsten Wärmepumpenanteil unter den untersuchten Städten.
Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die ausgewerteten Immobilienangebote. Eine repräsentative Aussage über den gesamten deutschen Gebäudebestand lässt sich daraus nicht ableiten. Insbesondere die unterschiedlichen Gebäudestichproben bei Bedarfs- und Verbrauchsausweisen schränken deren direkte Vergleichbarkeit ein.
(kmt)
// VON Katia Meyer-Tien WENIGER